Plant Austria einen weiteren Anlauf bei Janko?

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Marc Janko ist zu haben – ablösefrei!

Spätestens seit Donnerstag, als der Stürmer offiziell seinen Abschied vom FC Basel verkündete, wird der eine oder andere Verein zum Telefonhörer greifen, um Kontakt mit dem ÖFB-Teamspieler bzw. seinem Management aufzunehmen.

Der 33-Jährige kündigte auch an, offen für alles zu sein: „Absolut alles ist denkbar, auch ein Verein außerhalb Europas.“

Vor zwei Jahren wäre der ÖFB-Teamspieler beinahe bei der Wiener Austria gelandet, entschied sich schlussendlich aber für ein Engagement beim Schweizer Serienmeister und gegen die Veilchen.

Plant Franz Wohlfahrt jetzt einen erneuten Versuch, um Janko nach Wien-Favoriten zu lotsen?

Wohlfahrt: "Müssen gut haushalten"

„Es gibt natürlich einige Gedanken. Das Thema lasse ich aber gerne offen, da ich es jetzt nicht entscheiden kann, ob es Sinn macht, überhaupt in Gespräche zu gehen“, gesteht der FAK-Sportdirektor im Gespräch mit LAOLA1.

Denn eines stellt der 52-Jährige klipp und klar fest: „Wir müssen angesichts unseres Stadionprojekts mit dem Budget sehr gut haushalten. Tatsache ist: Wenn wir keinen Spieler abgeben, kann ich nichts Neues holen.“

Abgänge seien natürlich immer im Bereich des Möglichen, doch konkrete Anfragen liegen aktuell keine vor.

Marc Janko hat seinen neuen Klub gefunden:

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Begonnen hat der Niederösterreicher seine Karriere im Nachwuchs der Admira Bild 2 von 79
Über die Amateure der Südstädter schaffte er den Sprung zu den Profis Bild 3 von 79
Im Dezember 2004 feierte er sein Debüt in der Bundesliga Bild 4 von 79
Nach 13 Bundesliga-Spielen und zwei Toren verließ der Stürmer die Admira im Sommer 2005 Bild 5 von 79
Sein neuer Klub war Red Bull Salzburg Bild 6 von 79
Mit den "Bullen" feierte Janko einige Erfolge Bild 7 von 79
2007, 2009 und 2010 wurde er österreichischer Meister Bild 8 von 79
In diese Zeit fällt auch sein Debüt in der U21 des ÖFB im August 2005 Bild 9 von 79
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2006 wurde der Angreifer mit elf Toren Vize-Torschützenkönig Bild 11 von 79
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Im Mai 2006 feierte er zudem sein Länderspieldebüt Bild 14 von 79
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2008 wurde Janko zum Fußballer des Jahre gewählt Bild 25 von 79
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2008/09 beendete er die Saison nicht nur als Meister, sondern auch als Torschützenkönig mit 39 Treffern Bild 33 von 79
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Insgesamt gelangen Janko in 126 Pflichtspielen für Salzburg 83 Tore und 22 Assists Bild 42 von 79
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Im Dezember 2010 heuerte der Goalgetter in den Niederlanden bei Twente Enschede an Bild 44 von 79
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In seiner ersten Saison in den Niederlanden feierte Twente den Sieg im Cup Bild 53 von 79
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69 Pflichtspiele, 35 Tore und elf Assists - seine Bilanz bei Twente in eineinhalb Jahren Bild 56 von 79
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Jankos nächste Station war ab Jänner 2012 der FC Porto Bild 59 von 79
Mit den Portugiesen feierte Janko den Meistertitel Bild 60 von 79
Doch nach zwölf Spielen und fünf Toren war dort auch schon wieder Schluss Bild 61 von 79
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Es folgten mühsame zwei Jahre bei Trabzonspor, in denen er in 30 Spielen vier Tore und zwei Assists verbuchen konnte Bild 63 von 79
Im ÖFB-Team brachte der Stürmer jedoch konstant gute Leistungen Bild 64 von 79
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Im Sommer 2014 unterschrieb Janko schließlich beim FC Sydney Bild 66 von 79
Und in Australien sorgte der 31-Jährige ordentlich für Furore Bild 67 von 79
16 Tore und zwei Assists in 24 Spielen Bild 68 von 79
Torschützenkönig, Spieler der Saison und Teil des "Sydney Teams des Jahrzehnts" - so seine Ehrungen Bild 69 von 79
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Dennoch verlängerte Sydney den Vertrag im Sommer 2015 nicht, weil Janko so oft zum ÖFB-Team reisen musste Bild 73 von 79

Deshalb fand Janko seinen neuen Arbeitgeber in Europa: Er wechselte im Sommer 2015 zum FC Basel in die Schweiz. 

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In seiner ersten Saison bestritt der ÖFB-Teamspieler wettbewerbsübergreifend 33 Spiele und erzielte 20 Tore. 

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Am Ende der Saison 2015/16 jubelten Janko und Basel über den Meistertitel. 

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Auch in der Spielzeit 2016/17 fixiert der Klub vorzeitig die Meisterschaft - Janko trägt 12 Tore (Stand 4.5.2017) bei. 

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Aus "vereinspolitischen Gründen" wird der im Juli 2017 auslaufende Vertrag des Stürmers nicht verlängert und Janko musste sich einen neuen Klub suchen. 

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Für die nächsten zwei Jahre spielt Marc Janko in Prag bei Sparta.

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Im Fall Janko bedeutet das: „Wenn wir drei Stürmer im Kader haben, brauche ich keinen vierten dazu. Daher muss ich die nächsten Tage und Wochen abwarten, ob etwas passiert“, so Wohlfahrt.

Kein Platz für Janko

Ob ein klassischer Strafraumstürmer wie Janko zum Spielsystem der Austria passen würde, ist wiederum eine andere Frage.

Wohlfahrt gibt sich diesbezüglich diplomatisch und erneut bedeckt: „Natürlich sind solche Überlegungen sehr wichtig. Doch in Wirklichkeit kommt es drauf an, ob wir jemanden abgeben. Wenn uns kein Spieler verlässt, wäre es aber auch nicht schlecht, denn wir wollen beständig sein. Das bedeutet, dass wir den Großteil der Mannschaft halten wollen.“

Meine persönliche Schlussfolgerung: So lange Larry Kayode unter Vertrag steht, ist eine Verpflichtung von Janko beim Tabellenzweiten kein Thema – schließlich kann es sich die Austria nicht leisten, einen der beiden auf die Bank zu setzen. Und dass Trainer Thorsten Fink sein bewährtes Systemwechsel auf zwei Stürmer ändert, halte ich für ausgeschlossen.

Jankos bisherigen Stationen:

Jahr Verein Spiele Tore Assists
2003-2005 Admira Wacker 13 2 0
2005-2010 Red Bull Salzburg 126 83 21
2010-2012 Twente Enschede 69 35 11
2012 FC Porto 12 5 0
2012-2014 Trabzonspor 30 4 2
2014-2015 FC Sydney 24 16 2
2015-2017 FC Basel 61 32 6

Janko und Rapid?

Aber es gibt ja auch noch einen zweiten Großklub in Wien:

Vor ein paar Wochen waren Gerüchte im Umlauf, wonach Rapid ebenfalls an einer Verpflichtung von Janko interessiert sei.

Damals (10. März) meinte SCR-Sportchef Fredy Bickel, dass solange der Kader derart üppig sei, es kleinen Platz für Neuverpflichtungen gebe.

"Aktuell stehen wird bei einer Liste von 29 Spielern. Zudem drängen junge Leute nach oben. Wir brauchen uns also nicht den Kopf über neue Spieler zerbrechen, sondern müssen erst einmal andere Dinge lösen", sagte der Schweizer.

Am vergangenen Wochenende bekräftigte Bickel die Tatsache, dass der zukünftige Rapid-Trainer kadertechnisch vor allem mit dem bewährten Material auskommen muss: „Wir können diesen Sommer keine großen Veränderungen machen."

Interessant wäre jedoch die Konstellation, wenn Bickel seinen früheren Vertrauten Urs Fischer, der den FC Basel ebenso wie Janko verlassen wird, als neuen Trainer zu Rapid lotst. Ob dieser Janko von Rapid überzeugen könnte?

Peschek: "Das sind Spekulationen"

Christoph Peschek, Geschäftsführer Wirtschaft, erklärt am Freitag von LAOLA1 angesprochen auf Marc Janko: „Das sind Spekulationen an denen wir uns nicht beteiligen. Janko ist ein interessanter Spieler, aber wir haben momentan genug mit der Trainerfrage und der aktuellen Situation zu tun.“

Somit dürfte Janko auch nicht in Hütteldorf landen. Ist ein Comeback des 63-fachen Internationalen in Österreich damit vom Tisch? Die nächsten Wochen werden es zeigen.

To be continued…

VIDEO - Rapids Dibon mit Brandrede:

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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