Top-Jahr 2017: Wöber blickt auf Aufstieg zurück

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Maximilian Wöber zählt zu einem der Gewinner des letzten Jahres. Spielte er Anfang 2017 noch in der Regionalliga Ost, etablierte sich der 19-Jährige Innenverteidiger unter Goran Djuricin in der Rapid-Stammelf und wagte im Sommer schließlich den Sprung zu Ajax Amsterdam als teuerster Defensivspieler der Niederländer.

"Was wollen wir mit dem Österreicher? Die können doch nicht kicken", soll er damals gehört haben, erklärt der zweifache ÖFB-Teamkicker im "Kurier"-Interview.

Mittlerweile hat es Wöber in Amsterdam allen Zweiflern gezeigt, der Wiener absolviert trotz eines Innenbandeinrisses gegen Jahres-Ende als Favorit auf einen Stammplatz die Frühjahrsvorbereitung von Ajax in Portugal.

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"Unglaublicher Aufstieg"

Wöber habe zwar schon immer gewusst, dass er "irrsinnige Qualität habe" und sich "langfristig durchsetzen werde", die enorme Karriere-Explosion des vergangenen Jahres war aber auch für den U21-Abwehrchef "unglaublich".

Dass zu der Erfolgstory des 19-Jährigen auch eine durchdachte Karriere-Planung gehört, liegt auf der Hand. "In den Topligen könnte die eine Chance als Junger auch die letzte gewesen sein, besonders in der Innenverteidigung", weiß Wöber und erklärt: "Bei Ajax wissen sie, dass ganz Junge nicht so konstant sind." Dass es aber so schnell mit dem Stammplatz in Amsterdam klappt, war auch für den Wiener überraschend. "Dass ich so rasend schnell Stammspieler werde, hätte ich nicht erwartet", gibt der Linksfuß zu.

Unterschied zu Rapid gegeben

Als wichtigen Faktor des steilen Aufstiegs streicht Wöber auch Ex-Trainer Goran Djuricin hervor: "Djuricin hat mir irrsinnig viel Selbstvertrauen und Lockerheit gegeben. Ich wusste, dass er mich bei Fehlern in Schutz statt rausnehmen wird. Ohne diese Sicherheit durch den Trainer wäre ich nicht bei Ajax", lobt er den Rapid-Trainer.

Auch sonst hat Wöber nur positive Worte für seinen Jugendklub übrig: "Der Rapid-Kader hat unglaubliche Qualität, die meisten könnten bei Ajax mithalten."

Er vergisst dabei aber auch nicht zu betonen, dass es durchaus qualitative Unterschiede im Ajax-Training gibt, die nicht von der Hand zu weisen sind. "Der Unterschied ist, dass hier Ballhalte-Formen zelebriert werden, die für Körper und Kopf ungewohnt sind, wenn du es nicht von klein auf kennst", gibt Wöber Einblick und hebt auch die enorme Intensität der Übungen hervor: "Die Intensität ist so hoch, dass ich anfangs froh war, am Nachmittag zwei Stunden extra schlafen zu können."

Dennoch gibt es so einiges, das der junge Defensivspieler an seiner Heimatstadt Wien vermisst. Neben der "unglaublichen Unterstützung vom Block West", sind es vor allem die zwischenmenschlichen Aspekte, die Wöber abgehen.

Mit Spielern wie Schobesberger habe er zwar noch tagtäglich Kontakt, "es gibt aber schon harte Tage, an denen ich alleine in der Wohnung sitze und in WhatsApp-Gruppen lese, wie sich Freunde für das Kino verabreden", beschreibt der Eredivisie-Legionär die weniger schönen Seiten seines Aufstiegs zu einem der Top-Ausbildungsklubs der ganzen Fußball-Welt.

Textquelle: © LAOLA1.at

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