Streich: "Gott des Geldes verschlingt alles"

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Freiburg-Coach Christian Streich ist bekannt, auch mal Gesellschaftskritik zu üben.

Bei einer Pressekonferenz wird er auf den Neymar-Transfer angesprochen und übt Kritik an den ausufernden Transfersummen.

Er verweist auf ein Interview von Chiellinis Schwester, die anlässlich des Bonucci-Wechsels sagte: "Ich hätte gerne gehabt, dass Bonucci ihr Kapitän - also der Juve-Familie - wäre. Aber der Gott des Geldes hat gesiegt." Streich führt dann aus: "Der Gott des Geldes wird immer größer. Und irgendwann verschlingt er alles. Das ist eine enorme Gefahr."

Er ist sich bewusst, dass er in einer privilgierten Welt lebe: "Ich verdiene viel Geld. Aber es geht immer darum, die ganze Zeit darüber zu reflektieren. Denn die Macht des Geldes ist grenzenlos."

"Sind im irrealen Bereich, aber es ist Realität"

Konkret auf die neue Rekordsumme angesprochen, meint Streich: "Es ist mir völlig egal, ob der 220 oder 440 Millionen Euro kostet. Ich kann da keine Unterscheidung mehr finden. Es übersteigt meine Fähigkeit, das einzuordnen. Ich will diese Summe gar nicht mehr lesen. Da passiert etwas, das ist schade. Ich weiß nicht, wie es Leuten geht, die nichts haben und das dann lesen. Welche Frustration da einsetzt."

Der 52-Jährige befürchtet Auswirkungen auf die Gesellschaft: "Ich weiß nicht, über das für unsere demokratische Ordnung gut ist. Ich denke, es ist nicht gut. Aber ich werde es nicht verhindern."

Sein abschließender Kommentar: "Wir sind im irrealen Bereich, aber es ist gerade Realität."

Textquelle: © LAOLA1.at

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