Paris: Mega-Hype um Neymar

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Bereits vor seiner offiziellen Vorstellung als neuer Spieler von Paris St. Germain löst Neymar in Frankreich einen riesigen Hype aus.

Zahlreiche Fans wollen schon jetzt ein Trikot mit dem Namen des Brasilianers erwerben, vor dem PSG-Fanshop in Paris sammeln sich die Menschenmassen. Die Anhänger stehen stundenlang an, um ein Dress zu ergattern.

Auch auf den Straßen der französischen Hauptstadt feiern die Fans die Verpflichtung des 25-Jährigen mit Sprechchören.

Euphorie und Kritik

Einen Tag nach seinem Rekordwechsel steht für Superstar Neymar der erste öffentliche Auftritt für seinen neuen Klub Paris Saint-Germain an. Der 222 Millionen Euro teure Angreifer wird am Freitag (13:30 Uhr) in der französischen Hauptstadt offiziell vorgestellt. Die Begeisterung rund um den brasilianischen Neuzugang vom FC Barcelona ist groß.

Doch nachdem der Wechsel für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro alle bisherigen Transfersummen gesprengt hatte, dürften auch die Diskussionen über diesen Betrag und das Financial Fairplay weitergehen. Der bisher teuerste Transfer, des Franzosen Paul Pogba vor einem Jahr von Juventus Turin zu Manchester United, lag bei 105 Millionen Euro.

Wie Medien berichteten, soll Neymar mehr als 550.000 Euro pro Woche für seine Dienste kassieren. Bereits am Donnerstag hatte es in Frankreich deshalb auch Kritik und Unverständnis für die bei dem Transfer bewegten Summen gegeben. Dennoch wurde in erster Linie euphorisch berichtet. "PSG und die Ligue 1 stoßen in eine neue Dimension vor", schrieb "L'Equipe".

"Transfer wird Ligue 1 ins Licht rücken"

Auf insgesamt 18 Seiten widmete sich die Sport-Tageszeitung dem Thema. Neymar prangte als "König von Paris" auf der Titelseite. Ein Kommentator schrieb: "Die französische Meisterschaft wird einen der drei Top-Spieler der Welt sehen, das ist nicht passiert, seit Michel Platini 1982 gegangen ist."

Die konservative Zeitung "Le Figaro" titelte indes: "Der Fußball verfällt in Maßlosigkeit." Dennoch habe man das Recht, sich darüber zu freuen. "Dieser Transfer wird wie ein Sturm alle Linien verschieben, aus PSG eine Weltmarke machen und die Ligue 1 ins Licht rücken."

Unmittelbare Konsequenzen wird der Transfer für PSG aktuell nicht haben. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) versicherte zwar auf Anfrage: "Alle Vereine in Europa müssen die Regeln des Financial Fairplays respektieren und zeigen, dass sie nicht höhere Verluste als 30 Millionen Euro in drei Jahren haben." Doch Sanktionen vonseiten der UEFA hat PSG wohl erst später zu befürchten, da der Klub auch in diesem Sommer noch einige Spieler verkaufen könnte.

Santos meldet Ansprüche

PSG will in diesem Jahr einen neuen Anlauf für den ersehnten Gewinn der Champions League nehmen. Neymar betonte, die "größte Herausforderung" sei es, "dass ich dem Klub helfen will, die Titel zu erobern, die die Fans immer wollten". Die Entscheidung habe er gegen den Rat seines Vaters getroffen. "Ich habe einen gewagten Karriereplan, aber ich sehe mich für die Herausforderung gewappnet", sagte der Brasilianer.

Der Rekordwechsel dürfte auch auf dem internationalen Spielermarkt für weitere Bewegung sorgen. Barcelona wird wohl einen Teil der 222 Millionen Euro auch nutzen, um Ersatz für Neymar zu holen. Dessen Heimatclub FC Santos meldete indes bereits Ansprüche auf einen Anteil der Ablösesumme an. Santos will vier Prozent der 222 Millionen Euro beanspruchen. 8,8 Millionen Euro für die Ausbildung vom 12. bis 21. Lebensjahr.

In Frankreichs Oberhaus kündigt sich ohnedies bereits der nächste Großtransfer an. Kylian Mbappe von der AS Monaco steht laut Medienberichten vor einem Transfer zu Real Madrid. Nicht weniger als 180 Millionen Euro soll der 18-jährige Jungstar Real wert sein, er soll sich mit den Königlichen bereits geeinigt haben. Dank des jüngsten Geldregens soll aber nun auch Barcelona wieder um seine Dienste buhlen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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