Scharfe Kritik an Cavani-Strafe

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Der südamerikanische Kontinentalverband Conmebol hat die vom englischen Verband verhängte Strafe für Manchester-United-Stürmer Edinson Cavani scharf kritisiert und der FA "Ignoranz" vorgeworfen!

Die Strafe berücksichtige nicht "die kulturellen Umstände und bestimmte Begriffe, die in Uruguay im täglichen Leben benutzt werden", teilte die Conmebol mit. Der Verband warnte, damit würden der Ruf und der gute Name des 33-Jährigen beschädigt. Cavani habe nie etwas getan, was als rassistisch interpretiert werden könne.

Wegen eines Social-Media-Beitrags wurde der Angreifer für drei Pflichtspiele gesperrt und muss eine Geldstrafe von 100.000 Pfund (ca. 110.000 Euro) bezahlen. Die FA wertete seinen Instagram-Post als "beleidigend, missbräuchlich und unangemessen", weil er darin einen spanischen Begriff für Schwarze ("negrito") verwendet hatte. Der Stürmer betonte, dies sei als liebevoller Gruß an einen Freund gedacht gewesen.

Englischer Verband diskriminiert Kultur Uruguays

Das Wort hat in Südamerika eine andere Bedeutung als in Großbritannien und ist ein weitverbreiteter Begriff. Auch ManUnited stellte sich deshalb demonstrativ hinter Cavani, der seinen Beitrag nach einem Hinweis sofort gelöscht hatte.

Conmebol betonte, man sei gegen jegliche Form des Rassismus. Doch anstatt Rassismus zu verurteilen, habe der englische Verband die Kultur und Lebensweise Uruguays diskriminiert, weil die FA nur die eigene "voreingenommene, dogmatische und ethnozentrische Sicht" und eine "subjektive Interpretation" zulasse, selbst wenn sie fehlerhaft sei.

Conmebol rief die FA abschließend auf, den Entscheidungsprozess zu überprüfen und die Strafe für Edinson Cavani aufzuheben. Ähnlich hatten zuvor der Verband Uruguays und die Spielervereinigung des Landes kritisch in Richtung FA argumentiert.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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