Wegen der Coronavirus-Pandemie findet der Schlager nicht nur später als üblich, sondern auch ohne Zuschauer statt. Am sportlichen Wert der in über 200 Ländern übertragenen Partie ändert das jedoch nichts. Die Vorfreude bei Flick und Lucien Favre war nach den Pleiten der Bayern in Hoffenheim (1:4) und der Borussia in Augsburg (0:2) dagegen erst einmal dahin. Beide wollen ihren erlesenen Ensembles bis zum Anpfiff in der Münchner Arena die Lehren aus den Niederlagen aufzeigen.
"Wir werden die Dinge rausnehmen, die uns für das nächste Spiel besser machen", hebt Flick hervor. Nach Triple und europäischem Supercup lockt für die Münchner der fünfte Titel. Die Club-WM als sechstes Championat steht dann noch aus.
Die Dortmunder sind nach drei zuletzt peinlichen Liga-Auftritten in München, bei denen sie 0:6, 0:5 und 0:4 untergingen, in der Bringschuld. "Diese Leistungen, die wir in München zuletzt geboten haben, waren unterdurchschnittlich und nicht in Ordnung", sagt Sportdirektor Michael Zorc. "Das ist ein Prestigeduell, das allein aufgrund der Paarung seinen Reiz hat. Wenn wir dahin fahren, wollen wir auch gewinnen."
Anders als am Sonntag in Hoffenheim bei der ersten Niederlage seit Dezember wird Robert Lewandowski wieder in die Startformation der Bayern zurückkehren. Das Duell des 32-Jährigen, der Favorit auf die Kür von "Europas Fußballer des Jahres" in dieser Woche ist, mit dem in Augsburg gestoppten Ex-Salzburger Erling Haaland (20) steht im Fokus. Lewandowski ist mit fünf Treffern der Supercup-Rekordschütze.