Duell der Top-Stürmer Haaland und Lewandowski

Duell der Top-Stürmer Haaland und Lewandowski Foto: © GEPA
 

Erster gegen Zweiter, Bayern München gegen Borussia Dortmund - mehr geht im deutschen Fußball aktuell nicht.

Am Samstag empfängt Verfolger Dortmund den Ligaprimus aus München zum "Klassiker" um die Tabellenspitze (18:30 im LIVE-Ticker) und will diese dem Serienmeister abluchsen. Aufgrund der Corona-Situation steigt der Schlager zwar nur vor 15.000 Fans, ein hitziges Duell ist aber garantiert. Das zeigt schon die Stimmung im Vorfeld.

Obwohl die Rollen zumindest statistisch klar verteilt sind, die Münchner konnten die jüngsten sechs Pflichtspiele gegen Dortmund allesamt für sich entscheiden - vier Duelle in der Liga und zweimal im Supercup -, zeigte sich die BVB-Seite angriffslustig. "Die sollen ruhig einmal kommen", frohlockte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann nahm den Ball auf. "Das war schon offenes Visier", sagte er: "Aber wir werden kommen, das kann ich versprechen."

Nagelsmann "Tick angespannter"

Das Duell zieht nicht nur BVB- und Bayern-Fans in ihren Bann. "Für die Liga sind das ganz tolle Voraussetzungen. Man kreidet der Bundesliga oft an, dass es vielleicht nicht so spannend ist. Morgen Abend um 18.30 Uhr wird es sehr spannend", sagte Nagelsmann am Freitag. Und gab zu: "Ich habe gestern Abend gemerkt, dass ich einen Tick angespannter war als vor anderen Spielen."

Das verspürte auch sein Kollege Marco Rose. "Morgen wird nicht zwingend die deutsche Meisterschaft entschieden", sagte er am Freitag: "Aber es ist ein Spiel mit Signalwirkung." Der Ex-Salzburg-Trainer weiß, wie man die Münchner besiegt. Noch als Coach von Mönchengladbach schaffte er gegen die Bayern gleich zweimal einen Heimerfolg.

"Jetzt haben wir wieder die Chance und wollen sie wahrnehmen. Wir haben es geschafft, bis hierhin dranzubleiben. Jetzt haben wir sie in unserem eigenen Stadion und wollen versuchen, ihnen weh zu tun."

Viel Respekt vor Top-Stürmern auf beiden Seiten

Dafür sorgen soll auch Erling Haaland. Der Ex-Salzburg-Stürmer wird in der Startformation erwartet. "Höchstwahrscheinlich wird es nicht für 90 Minuten reichen. Für wie lange, werden wir sehen", meinte Rose. Haaland, der in dieser Saison 14 Treffer in elf Pflichtspielen erzielt hat, war nach einer Hüftverletzung in der vergangenen Woche in Wolfsburg (3:1) zu einem 17-minütigen Comeback gekommen und hatte prompt getroffen.

Der Respekt der Münchner vor ihm ist groß. "Wir versuchen, ihn zu stoppen", betonte Nagelsmann, um gleich darauf auf die Stärke der eigenen Offensive rund um Robert Lewandowski zu verweisen: "Die gleiche Aufgabe hat der BVB: den besten Stürmer der Welt zu stoppen."

Obwohl beide Seiten zuletzt auch Unruhe verspürten - die Dortmunder nach dem Champions-League-Aus, die Münchner durch die Dauer-Thematik um ungeimpfte Profis und die Turbulenzen rund um die Katar-Frage bei der Jahreshauptversammlung - gehen beide mit breiter Brust in den Hit. "Das ist ein spezielles Spiel", sagte Bayerns Offensivspieler Leroy Sane: "Wir wollen jedem zeigen, dass wir die Nummer eins sind."

Bayern-Sorgen im zentralen Mittelfeld - Sabitzer nicht mit dabei

Abseits der sportlichen Kampfansagen blieben Provokationen im Vorfeld aus. Auch von den Sportchefs Michael Zorc und Hasan Salihamidzic, die sich nach ihrem öffentlichen Streit vor drei Monaten nicht ausgesprochen haben. "Das Thema ist für mich erledigt", versicherte Zorc aber: "Und zwar längst."

Bei den Dortmundern fehlen weiter Giovanni Reyna, Thorgan Hazard und Youssoufa Moukoko. Abwehrspieler Manuel Akanji konnte unter der Woche kaum trainieren und ist fraglich. Wie aufseiten der Bayern Leon Goretzka, der an der Patellasehne angeschlagen ist. Fix fällt neben dem verletzten ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer auch Joshua Kimmich aus.

Nicht überall sind am Wochenende mehr Zuschauer zugelassen. Das bayerische Kabinett beschloss am Freitag eine Wiedereinführung des Geisterspiele-Regelung ab dem Wochenende. Das Heimspiel des FC Augsburg (Michael Gregoritsch) gegen den VfL Bochum muss somit vor leeren Rängen stattfinden. Bundesweit hatte man sich am Donnerstag darauf geeinigt, dass maximal 50 Prozent der Kapazität genutzt werden dürfen.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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