Viel Wirbel um Bundesliga-Montagsspiele

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Die Deutsche Bundesliga feiert beim Duell zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig am heutigen Montag (ab 20:30 im LIVE-Ticker) eine (Fast-)Premiere.

Das Topspiel um die Champions-League-Ränge findet an einem normalerweise spielfreien Montag statt und ist die erste Partie, die von dem 2016 verabschiedeten DFL-Plan betroffen ist.

Vier weitere Montagstermine werden noch diese Saison folgen. Zuvor wurden bereits 15 Montagsspiele in der Historie der Bundesliga ausgetragen, meist aber nur in speziellen Einzelfällen.

Während die DFL die neu eingeführten Spieltermine mit "sportlichen Gründen" verteidigt, sehen viele Bundesliga-Anhänger einen weiteren Schritt Richtung Kommerzialisierung des Fußballs auf dem Rücken der Fans und planen nun einige Prostestaktionen.

Ralph Hasenhüttl, der mit seinen "Roten Bullen" noch im Europa Cup vertreten ist, freut sich hingegen über den Montagstermin.

5.000 Vuvuzelas im Einsatz

Die erste Signalaktion gegen die Änderungen im Spielkalender haben die Fans von Eintracht Frankfurt bereits für die heutige Partie angekündigt. So sollen die Anhänger der Hessen 5.000 Vuvuzelas geordert haben. Diese sollen zum Einsatz kommen, um die Pfiffe von Schiedsrichter Felix Brych zu übertönen, bei Ballbesitz der eigenen Mannschaft soll der Support hingegen komplett eingestellt werden.

Zudem wird befürchtet, dass die Eintracht-Ultras während der ersten Halbzeit den Innenraum betreten könnten, um Protest-Banner hinter dem Tor hochzuhalten und so eine Unterbrechung der Partie herbeiführen könnten.

"Müssen klarmachen, was uns nicht passt"

Diese Fan-Aktion könnte eine Art Domino-Effekt in Gang setzen. Bereits für das nächste Montagsspiel in der kommenden Bundesliga-Runde zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg kündigten die BVB-Anhänger an, die weltberühmte Süd-Tribüne im Signal-Iduna-Park leer zu lassen.

Der Hauptkritikpunkt der Fans liegt darin, dass sie sich durch den neuen Austragungs-Zeitpunkt werkstags extra freinehmen müssen, nur damit die DFL noch mehr Geld mit dem Verkauf der TV-Rechte lukrieren könne.

"Wir müssen klarmachen, was uns nicht passt. Alle Eintracht-Fans – egal, wo sie im Stadion stehen oder sitzen – sind daher aufgerufen, ihr Anliegen auf Tapete oder Stoff zu malen. Macht den Verantwortlichen deutlich, was ihr von Montagsspielen haltet!", lautet die Erklärung mehrerer Frankfurter Fanvereinigungen in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Zukunft der Montagsspiele steht in den Sternen

Die Zukunft dieser Montags-Partien ist aber ohnehin ungewiss. Bis zum Ende des laufenden TV-Vertrags bis 2021 seien die fünf Spiele zum Wochenstart pro Saison zwar fix im Spielplan verankert, "für die Zeit danach sind sie nicht in Stein gemeißelt", erklärt DFL-Boss Christian Seiffert im "Hessischen Rundfunk".

Als Grund für die Termin-Reformierung erläutert Seiffert den "Interessensausgleich zwischen mitreisenden Fans einerseits und dem Amateurfußball andererseits, der nach wie vor sehr viele Spiele am Sonntag absolviert." Auch die Europa-League-Starter - mit dem BVB und eben RB Leipzig aktuell nur mehr zwei an der Zahl - sollen durch den zusätzlichen Ruhetag profitieren.

Hasenhüttl kennt Montagstermine aus Liga zwei

Dies empfindet auch Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl ähnlich. "Wir sind nicht traurig darüber, dass wir noch einen Tag länger Zeit haben, nachdem wir aus Neapel zurückreisen mussten", erklärt der Steirer nach dem 3:1-Erfolg seine "Roten Bullen" in Italien laut "Sport1".

Zudem scherzt der Erfolgs-Trainer: "In Leipzig ist es noch nicht so lange her, dass man montags gespielt hat, und in Frankfurt sind die Zweitligazeiten ja auch noch nicht so lange her."

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Textquelle: © LAOLA1.at

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