Stöger gegen Köln: Keine Rückkehr wie jede andere

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Es ist nicht die gewöhnliche Rückkehr eines Trainers zu seinem Ex-Klub - zu ungewöhnlich waren die Umstände, zu frisch sind die Erinnerungen.

Am Freitagabend ist Borussia Dortmund zu Gast beim 1. FC Köln (ab 20:30 Uhr im LIVE-Ticker) und natürlich steht das Wiedersehen von Peter Stöger mit seinen ehemaligen Spielern und Kollegen dabei im Fokus der Aufmerksamkeit.

Doch auch sportlich ist die Partie durchaus brisant. Der BVB ist zwar Favorit, trifft aber in einer schwierigen Phase auf die Kölner. Die Rückrunde begann mit drei Remis alles andere als nach Plan. Der "Effzeh" seinerseits konnte in der gleichen Zeit schon sieben Punkte verbuchen.

"Ein ganz normales Spiel"

Kölns Mittelfeldmann Milos Jojic hat etwas mit Stöger gemein: Auch er trifft auf seinen Ex-Klub. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen versucht er, die Situation runterzuspielen: "Gegen Dortmund wird es ein ganz normales Spiel. Wir spielen zu Hause, Dortmund hat zurzeit ein paar Probleme. Das wollen wir nutzen."

Kapitän Matthias Lehmann schlägt in die gleiche Kerbe und findet "man soll­te ver­su­chen, das Stö­ger-The­ma bei­sei­te zu schie­ben", gesteht dennoch ein: "Aber na­tür­lich wird‘s emo­ti­nal und wir wer­den ver­su­chen, Peter kei­nen schö­nen Abend zu be­rei­ten. Weil wir die Punk­te brau­chen. Er kennt uns. Aber wir ken­nen auch ihn."

"Für mich ist das Besondere, dass der BVB kommt", behauptet Stögers Nachfolger auf der Trainerbank, Stefan Ruthenbeck. "Ein Champions-League-Team, eine Top-Mannschaft, gegen die ich coachen darf. Alles andere zählt nicht."

Der Leistungsträger der bisherigen Saison, Torhüter Timo Horn, der sein heutiges Standig auch Stögers Vertrauen zu verdanken hat, will die Bedeutung des Wiedersehens nicht verbergen: "Es wird etwas Besonderes. Wir treten gegen unseren Ex-Coach an. Es ist ein Flutlichtspiel mit einer besonderen Atmosphäre. Das ist ein Highlight für uns."

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Sportliche Situation

Betrachtet man die reine Punkteausbeute und die damit verbundene Stimmung im Umfeld der jeweiligen Klubs, wird klar, dass beim Tabellenletzten derzeit weniger Spannung in der Luft liegt, als bei den Schwarz-Gelben.

Unter Stefan Ruthenbeck holten die Kölner in sechs Bundesliga-Spielen schon zehn Punkte, der BVB mit Stöger auf der Bank in fünf Matches nur neun.

Der Druck abzuliefern, liegt eindeutig beim Gast aus dem Ruhrgebiet. Die Kölner, die sich zwischenzeitlich selbst schon abgeschrieben und damit den Druck genommen haben, spüren, dass der Klassenerhalt doch noch möglich ist.

Die Qualität des rekonvaleszenten Jonas Hector und Neuzugangs Simon Terodde tut dem Spiel des FC sichtbar gut. Spieler wie Höger, Clemens und Mere, die unter Stöger kein Standing hatten, blühen seit Ruthenbecks Amtsübernahme geradezu auf.

In Dortmund hingegen musste man sich bis zuletzt mit Aubameyang herumstreiten und nun auf seine Tore verzichten. Neben dem Dauerpatienten Marco Reus, fehlt mit Yarmolenko und Philipp auch der geeignete Ersatz auf der Außenbahn.

Die Vorzeichen versprechen also einen spannenden Fußball-Abend, für Geschichten auf und um den Platz ist gesorgt.


Textquelle: © LAOLA1.at

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