Otto Pfister: "Trainer töten sich selbst"

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Bei Borussia Dortmund geht es derzeit drunter und drüber. Neben sportlich schwacher Leistungen beschäftigen Nebenschauplätze den BVB.

Nun hat Otto Pfister, seines Zeichens aktueller Trainer der Nationalmannschaft Afghanistans und Kenner des afrikanischen Fußballs, die Suspendierung von Pierre-Emerick Aubameyang scharf kritisiert.

Man könne afrikanischen Fußballprofis nicht mit deutscher Disziplin kommen, sagt der 79-Jährige am Mittwoch. "Diese Trainer töten sich selbst", erklärt Pfister, ohne den Namen von Dortmund-Coach Peter Bosz zu nennen.

In Europa gäbe es nur wenige Trainer, die den Umgang mit afrikanischen Fußballstars beherrschten. Einer davon sei Arsenals französischer Langzeit-Trainer Arsene Wenger, so der Deutsche.

Er selbst hätte niemals solche Maßnahmen wie Dortmund ergriffen, sagt Pfister. Wenn der frühere Weltstar Samuel Eto'o, den er 2008 als Teamchef Kameruns trainierte, einmal fünf Minuten zu spät zum Essen gekommen sei, hätte er gar nichts unternommen. "Ich bin doch nicht blöd, der schießt mir im nächsten Spiel zwei Tore", betont Pfister.

Mit Kamerun stand Pfister 2008 im Finale des Afrika-Cups, mit der U-17-Auswahl von Ghana wurde er 1991 Weltmeister. 2006 betreute er die Nationalmannschaft Togos bei der WM in Deutschland.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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