Ärger beim FC Bayern nach Pleite gegen Gladbach

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Auf dramatische Art und Weise hat Borussia Mönchengladbach die Tabellenführung in der deutschen Bundesliga behauptet - mit einem Last-Minute-2:1 gegen den FC Bayern München.

Die Begeisterung im Borussia-Park kannte keine Grenzen. Der Erfolgslauf der Truppe von Marco Rose geht somit weiter, bei den Fohlen lebt der Traum vom ersten Meistertitel seit 1977.

Doppel-Torschütze Ramy Bensebaini war nach dem Spiel gegenüber "Sky" begeistert: "Bayern ist eine sehr starke Mannschaft, das weiß man, sie sind auf jedem Niveau sehr stark. Eine Mannschaft, die einen beherrschen kann. Wir haben versucht, uns gut vorzubereiten, sodass wir dagegenhalten können. Das ist uns in der zweiten Halbzeit gut gelungen und ich hoffe, dass es so weitergeht. Ich hoffe, dass wir Herbstmeister werden."

Bei den Bayern hingegen überwog der Ärger - vor allem darüber, dass man nach totaler Dominanz den Sack nicht schon früher zumachte und dass die Chancenverwertung an diesem Tag katastrophal war.

"Die Mannschaft hat die Qualität, Tore zu erzielen, sie setzt es derzeit nur nicht um", war Interimstrainer Hansi Flick angeschlagen.

"Wir haben dann mit dem Fußball spielen aufgehört"

Die ersten 60 Minuten spielten nur die Bayern, vergaben Lewandowski, Müller und Co. Chancen am Fließband, um dann doch noch durch Perisic (49.) in Führung zu gehen. Doch dann riss der Faden im Spiel der Münchner.

"Nach dem Gegentor hat Gladbach gezeigt, warum sie vorne stehen und sie die Power im Spiel haben. Wir haben dann mit dem Fußball spielen aufgehört. Deswegen ist es so, dass es dann am Ende nach dem Elfmeter auch ärgerlich ist", so Flick weiter.

Auch Manuel Neuer musste von hinten mitansehen, wie die Bayern immer mehr ins Hintertreffen gerieten. "Wir machen das 1:0 und hätten so weiterspielen müssen. Wir hätten nicht abwarten dürfen, das bringt nichts bei unserem Fußball. Das war ein bisschen zu viel Abwarten in der zweiten Halbzeit, deshalb kam Gladbach mehr und mehr auf."

Damit gehen die Ups and Downs beim Rekordmeister auch nach Niko Kovac weiter. Nach dem Trainereffekt in den ersten Spielen wurde die Euphorie durch zwei Niederlagen in Folge gegen Leverkusen und nun Gladbach abrupt gestoppt.

"Mich ärgert, dass wir die letzten beiden Spiele verloren haben"

Weder die Spieler noch Flick, mit dem durchaus als Langzeit-Lösung spekuliert wird, können mit der aktuellen Situation zufrieden sein. Platz 7 nach 14 Spieltagen ist für die Ansprüche des Serienmeisters einfach zu wenig.

"Mich ärgert, dass wir die letzten beiden Spiele verloren haben, obwohl wir die klar besseren und mehr Chancen hatten. Das ist eine Sache, wo wir gucken müssen, dass wir es besser machen. Wir haben noch drei Spiele, da geht es darum, dass wir vielleicht ein bisschen was gutmachen. Klar, die Situation ist nicht schön."

Vor allem aber geht es auch um Flicks persönliche Zukunft. "Ich warte ab bis nach dem Wolfsburg-Spiel, ich kann mir im Leben viel vorstellen. Ich mache mir darüber überhaupt keine Gedanken, weil ich im Moment andere Dinge habe, um die ich mich kümmern muss."

Nämlich, dass Bayern wieder zurück in die Erfolgsspur findet, sonst wird es am Weißwurst-Äquator wie üblich ungemütlich. Sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Gladbach und ein Platz hinter den Fohlen, Leipzig, Dortmund, Schalke, Freiburg und Leverkusen lässt zumindest schon einmal die Alarmglocken schrillen.

Textquelle: © LAOLA1.at

Deutsche Bundesliga: Mönchengladbach schockt den FC Bayern

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