Packing: Licht und Schatten bei Suttner

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Es ist bisher nicht die Saison des FC Ingolstadt. Mit nur einem Punkt aus den ersten sieben Runden belegt der Verein aus Bayern den letzten Platz.

In ganz anderen Tabellenregionen findet sich indessen ÖFB-Legionär Markus Suttner statistisch wieder, und zwar laut der Analyse-Methode Packing.

Mit im Schnitt 44 überspielten Gegnern taucht der 29-Jährige unter allen Bundesliga-Außenverteidigern auf dem fünften Platz auf - noch vor David Alaba, der bisher im Schnitt 41 Gegner aus dem Spiel nahm.

In Führung liegt in diesem Ranking Dortmunds Linksverteidiger Marcel Schmelzer mit 54 (siehe Tabelle), der Liga-Schnitt für Außenverteidiger liegt bei 35.

Rang

Spieler Überspielte Gegner
1. Marcel Schmelzer (Dortmund) 54
2. Frederik Sörensen (Köln) 47
3. Benjamin Henrichs (Leverkusen) 46
4. Philipp Lahm (Bayern) 45
5. Markus Suttner (Ingolstadt) 44

Alaba als Anspielstation überragend

Dass Suttner seinen ÖFB-Kollegen Alaba hinter sich lassen kann, liegt jedoch auch an den unterschiedlichen Spielanlagen ihrer Arbeitgeber. Denn gemeinsam mit Philipp Lahm bildet der Bayern-Star das im Spielaufbau am offensivsten ausgerichtete Außenverteidiger-Duo der Bundesliga.

Dies spiegelt sich deutlich in einer anderen Statistik-Kategorie der Daten-Firma Impect wieder - nämlich wenn es darum geht, wie viele Gegenspieler man als Anspielstation aus dem Spiel nimmt.

In diesem Ranking sind die beiden Bayern-Leistungsträger unangefochtene Liga-Spitze: Lahm steht besonders hoch und ermöglicht im Schnitt das Überspielen von 38 Gegenspielern, Alaba nimmt als Passempfänger im Schnitt 31 Kontrahenten aus dem Spiel und zieht so das Spiel nach vorne. Annähernd mithalten kann dabei nur das BVB-Duo Lukasz Piszczek (27) und Schmelzer (24).

Suttners Rolle in Ingolstadt ist im Spielaufbau deutlich tiefer und defensiver ausgerichtet. Er ermöglicht im Schnitt nur das Überspielen von sechs Gegnern pro Spiel.

Aber auch aus dieser Position trägt der frühere Austrianer seinen Anteil am Spiel nach vorne bei - nicht nur mit den im Schnitt 44 überspielten Gegnern, sondern auch in der wichtigen Kategorie der überspielten Verteidiger. Mit seinen Pässen nimmt Suttner im Schnitt 4,3 Verteidiger pro Partie aus dem Spiel und liegt damit über dem Liga-Schnitt von 3,5. Zum Vergleich: Alaba kommt auf einen Wert von 5,3 und rangiert in dieser Kategorie ligaweit auf Platz vier unter allen Außenverteidigern.

Suttner als Unsicherheitsfaktor

Wenig schmeichelhaft schneidet Suttner indessen in einer anderen Packing-Statistik ab. So passabel er sich ins Spiel nach vorne einschaltet, so sehr erweist er sich bislang als Unsicherheitsfaktor in der Defensive.

Durch seine Ballverluste nimmt der Ingolstadt-Legionär im Schnitt 15 Mitspieler pro Begegnung aus dem Spiel und erzeugt somit wesentlich mehr Gefahr für das eigene Tor als etwa Alaba, der im Schnitt nur sieben eigene Kollegen durch Ballverluste aus dem Spiel nimmt.

Suttner taucht in dieser Statistik-Kategorie auf dem fünften Zwischenrang der "Flop 5" der Liga auf. Lediglich Frankfurts Bastian Oczipka (20), Piszczek, Tobias Levels (sein Ingolstadt-Kollege auf der rechten Abwehrseite) und Leverkusen-Youngster Benjamin Henrichs (alle je 17) haben unter den Außenverteidigern schlechtere Werte.

Im Hinblick auf das Nationalteam sind sowohl Suttner als auch Alaba im Moment als Linksverteidiger nicht gefragt. Letzteren sieht Teamchef Marcel Koller weiterhin im zentralen Mittelfeld, Suttner wurde beim letzten Lehrgang von Tottenham-Legionär Kevin Wimmer abgelöst.


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