Burgstaller: "Schreie meine Gefühle nur raus"

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Sechs Tore hat Guido Burgstaller in dieser Bundesliga-Saison bereits wieder auf dem Konto. Und jedes davon hat der ÖFB-Teamstürmer in Diensten von Schalke 04 in seiner gewohnt emotionalen Manier bejubelt.

"In der Mannschaft wird schon über mich gelacht", verrät der ÖFB-Teamspieler in der aktuellen Ausgabe der Sportbild. "Dabei überlege ich mir gar keinen speziellen Jubel. Ich schreie meine Gefühle nur raus."

Möglicherweise ist es eine unbewusste Reaktion auf seine Kritiker.



"Im vergangenen Sommer wurde behauptet, ich sei nur Stürmer Nummer zwei oder drei. Aber das lässt mich kalt. Ich weiß, was ich kann, welchen Stellenwert ich im Verein habe", strotzt der 28-Jährige vor Selbstvertrauen.

19 Tore seit Wechsel im Jänner

Seit seinem Wechsel von Nürnberg im Jänner diesen Jahres erzielte er bereits 19 Pflichtspiel-Tore für die Knappen und bereitete sieben weitere Treffer vor.

"Mir ist bewusst, dass die Vergangenheit im Fußball nicht zählt und ich muss mich wie jeder andere jeden Tag aufs Neue beweisen", weiß der ehemalige Rapid-Goalgetter, der den Vergleich mit ehemaligen Schalke-Größen wie Klaus Fischer, Martin Max, Raul oder Huntelaar (noch?) scheut.

"Um mit ihnen in einem Atemzug genannt zu werden, muss ich noch verdammt viel arbeiten. Da fehlt noch einiges", gibt sich Burgstaller, der als einziger Spieler einen eigenen Fan-Song hat ("Das macht mich unglaublich stolz"), bescheiden.

Großes Lob für Huntelaar

Vor allem Huntelaar hinterließ einen starken Eindruck beim Kärntner. "Er ist für mich ein ganz besonderer Spieler. Er hat einen super Charakter. Obwohl er bei großen Klubs wie Real Madrid oder AC Milan spielte, war er immer total geerdet. Als ich aus der 2. Liga kam, hat er mich immer unterstützt, obwohl ich - und nicht er - spielte. Das war faszinierend."

Besonders bei der Ballannahme habe Burgstaller viel vom Niederländer lernen können. "Dafür bin ich ihm sehr dankbar."

Als Grund für den überraschend starken Saisonverlauf der derzeit auf dem dritten Tabellenplatz stehenden Schalker, sieht der Österreicher vor allem die sehr gute Stimmung in der ganzen Mannschaft.

So würde auch das neue Rekordgehalt von Shooting-Star Leon Goretzka (12 Millionen Euro pro Jahr) keine Neidgefühle im Team aufkommen lassen.

Mario Kart statt Darts

Zudem sei Goretzka immer ein willkommener Mitspieler bei den gemeinsamen Darts-Runden, die früher fester Bestandteil innerhalb der Mannschaft waren, gewesen. "Leon war ganz gut, aber es gab Bessere: Alessandro Schöpf und mich", sieht er sich und seinen Landsmann in dieser Disziplin klar voran.

Mittlerweile muss das Duo allerdings in einem neuen Bewerb die rot-weiß-roten Farben würdig vertreten: "Wir spielen derzeit Mario Kart in Sechser-Gruppen", verrät Burgstaller, der angeblich auch dank seiner Zielsicherheit mit den berühmten Schildkröten-Panzern als gefürchtete Respektsperson innerhalb des blau-weißen Kabinentrakts gilt.

Textquelle: © LAOLA1.at

Rapid: Leihe von Arnor Ingvi Traustason bei AEK endet

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare