Zittert Kovac bereits um Bayern-Job?

Zittert Kovac bereits um Bayern-Job? Foto: © getty
 

Wiesn-Zeit ist Bayern-Zeit - normalerweise!

Doch im Jahr 2018 ist alles anders. Der FC Bayern München schlitterte seit Mitte September in eine Krise und wartet nach dem 0:3-Heimdebakel gegen Borussia Mönchengladbach bereits seit vier Pflichtspielen auf einen Sieg.

Es ist der längste Negativlauf seit dem Frühjahr 2017 unter Carlo Ancelotti. Dabei hatte unter Neo-Trainer Niko Kovac alles so gut angefangen - aktuell will aber nichts zusammenlaufen. Muss Kovac bereits um seinen Job zittern?

Keine Statements der Bayern-Bosse

Erst elf Pflichtspiele bestritt der Kroate in seiner neuen Funktion. Inklusive Supercup-Finale starteten die Münchner mit sieben Pflichtspielsiegen perfekt in die Saison.

Doch dann kam der Einbruch: 1:1 daheim gegen Augsburg, 0:2 auswärts bei Hertha BSC, 1:1 in der Champions League daheim gegen Ajax und nun das 0:3 gegen Gladbach.

Was auffällt: Grundsätzlich sind die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummennige und Uli Hoeneß dafür bekannt, den Weg an die Öffentlichkeit zu suchen, um Störfeuer zu bekämpfen oder ihre Meinung kundzutun.

Bei Kovac herrscht jedoch aktuell Stille, Statements zur Krise werden vorerst vermieden. So gab es auch am Samstag weder Rückendeckung für den jungen Chefcoach noch Kritik. Auch nicht als diese wie gewohnt in der Kabine vorbeischauten, zumindest wenn man den Ausführungen von Leon Goretzka Glauben schenkt.

Kovac: "Ich kenne die Mechanismen im Fußball"

Und was sagt Kovac selbst zu der hausgemachten Drucksituation, die bald zu Konsequenzen führen könnte?

"Das kann ich nicht beantworten. Ich kenne die Mechanismen im Fußball, in der Bundesliga und bei Bayern. Ich weiß, dass ich beim FC Bayern bin und die Zeit hier anders läuft als vielleicht anderswo. Wir haben es sieben Spiele gut gemacht und vier nicht. Wir haben gezeigt, dass wir es können. Ich bin überzeugt, dass wir es wieder werden und ich will meinen Teil dazu beitragen", gibt Kovac in der "Bild" zu verstehen.

Dass die kommenden Wochen unruhig werden könnten, ist dem Ex-Profi bewusst. Was verwundert, ist jedoch die Tatsache, dass die Mannschaft gegen Gladbach so gar nicht in die Spur fand und so gut wie alles vermissen ließ.

Enttäuschende Leistungsträger, viele Fehler, fehlendes Tempo und leichte Ballverluste - nicht das gewohnte Bayern-Spiel. Vor allem die wenigen kreierten Chancen fielen auf.

"Wir hatten gar keine Chance. Das ist zu wenig. Es war heute nicht so, dass wir Chancen versemmelt haben. Wir hatten einfach keine. Hinten die Fehler kommen dann dazu. Aber die Defensive ist nicht unser Hauptproblem. Normal müssen wir als FC Bayern immer für zwei, drei Tore gut sein", kritisierte Joshua Kimmich.

Robben: "Ich hab jetzt keinen Bock"

Die für den deutschen Rekordmeister untypische Situation merkt man auch beim Gemütszustand der Spieler.

Arjen Robben meinte etwa: "Ich hab jetzt keinen Bock, hier alles zu analysieren. Das werden wir intern machen. Aber es passiert nicht oft hier in München, dass du 0:3 verlierst. Das kommt an. Daraus müssen wir lernen und stärker zurückkommen."

Das will der FCB vorerst noch mit Kovac schaffen und Kimmich glaubt an den Trainer: "Er versucht uns immer wieder zu pushen. Erstaunlich, wie selbstbewusst er trotzdem bleibt. Aber das brauchen wir jetzt. Wir brauchen einen starken Trainer, dem das alles von außen nichts ausmacht. Aber wir müssen wissen, dass wir was ändern müssen.“

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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