Starke Bayern blasen zur Jagd auf Dortmund

Starke Bayern blasen zur Jagd auf Dortmund Foto: © getty
 

Der FC Bayern meldet sich im Titelrennen der deutschen Bundesliga zurück.

Nach dem starken Auftritt beim 3:1-Sieg in Hoffenheim (Spielbericht) hat der Rekordmeister sein "Mia san mia"-Gefühl wiedergefunden und verschärft den Druck auf Tabellenführer Borussia Dortmund.

Bayern-Coach Niko Kovac gibt nach dem Match am "ZDF"-Mikrofon die Marschroute vor: "Wir waren schon einmal neun Punkte zurück, haben jetzt vorübergehend auf drei verkürzt. Wir wollen Meister werden, dafür müssen wir irgendwann am BVB vorbei. Wenn das erst am 34. Spieltag passiert ist es mir auch egal", sagt er.

"Sensationelle erste Halbzeit"

Besonders vor dem Seitenwechsel stellen die Münchner ihre Klasse unter Beweis - etwas, was in dieser Saison bisher viel zu selten gelang.

"Wir haben heute zwei verschiedene Gesichter gesehen, die erste Halbzeit war richtig, richtig gut. Da haben wir eines unserer besten Spiele gemacht, die zweite Hälfte war schwierig, weil wir viele individuelle Fehler gemacht haben", bilanzierte FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach Schlusspfiff.

Ähnlich sieht es Leon Goretzka, der mit seinem Doppelpack die Bayern auf Kurs brachte: "In der ersten Hälfte haben wir ein super Spiel gemacht, hatten Hoffenheim gut im Griff. In der zweiten Halbzeit hatten wir ein bisschen weniger Ballbesitz, weniger Kontrolle und so wurde es hektisch."

Salihamidizic vermisste nach der Pause vor allem die Ballstafetten. "Wir haben es nicht mehr geschafft kompakt zu stehen und den Ball laufen zu lassen. Genau das haben wir vor der Pause überragend gemacht."

Trainer Kovac zeigte sich über den ersten Abschnitt ebenfalls begeistert: "Das war sensationell. Das ist unser Anspruch, da haben wir gezeigt was wir können und was wir über zwei Halbzeiten abliefern müssen."



Probleme lösen sich langsam auf

Neben dem dominanten Auftritt in Halbzeit eins scheint es so, als hätten sich die Probleme der Bayern aus dem Herbst ein wenig aufgelöst.

James Rodriguez, dem immer wieder ein Disput mit Kovac nachgesagt wird, leitete das dritte Bayern-Tor mit einem Weltklasse-Pass ein.

"James war lange verletzt, aber er hat richtig gut trainiert. Wenn er in Top-Form ist, dann gehört er zur absoluten Weltklasse, das hat er heute wieder einmal aufblitzen lassen. Er ist ein absoluter Top-Spieler", lobte Salihamidzic.

Trotzdem wollen die Verantwortlichen abwarten, ob sie die Kaufoption für den Kolumbianer über 42 Millionen Euro ziehen. "Wir haben Zeit", so der Sportdirektor.

Auch zum Thema Transfers äußerte sich der Sportchef. "Wie ich bereits gesagt habe, ist es unrealistisch, dass Lucas Hernandez im Winter zu uns kommt. Wegen Hudson-Odoi sind wir in sehr guten, vernünftigen Gesprächen mit Chelsea."

Der 42-Jährige schloss einen Wintertransfer des 18-jährigen Talents zumindest nicht kategorisch aus.

Und vielleicht noch wichtiger für die Bayern: Manuel Neuer findet langsam wieder zu alter Stärke. Mit einer Glanzparade fischte er einen Kopfball aus kurzer Distanz von Adam Szalai in der 84. Minute beim Stand von 2:1 von der Linie.



Nagelsmann: "Das war erschreckend schwach"

Auf der Gegenseite konnte TSG-Trainer Julian Nagelsmann die Überlegenheit der Bayern nur anerkennen. "Bayern hat hochverdient, aber das ändert nichts daran, dass es eine erschreckend schwache erste Halbzeit von uns war."

Für den 31-Jährigen war das Verhalten in den "talentfreien Bereichen" wie Zweikampfstärke und Laufbereitschaft ausschlaggebend. "In diesen Bereichen musst du besser sein. Bayern ist der Primus, in den Bereichen wie Ballkontrolle und Technik sind sie kaum zu bezwingen."

Damit endet Hoffenheims Superserie von zehn Spielen ohne Niederlage. "Das Spiel war deckungsgleich zum Hinspiel, mit der zweiten Halbzeit können wir leben, auch wenn wir kurz vor dem 3:1 die große Chance auf das 2:2 vergeben", bilanzierte Nagelsmann.

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