Dt. Liga: Diskussion um Verteilung der TV-Gelder

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Gerade erst wurden die TV-Rechte für die erste deutsche Bundesliga vergeben (mehr Informationen >>>>), da entfacht die Diskussion um die Verteilung der Milliardensumme.

Klubs wie Mainz 05 oder Fortuna Düsseldorf fordern eine Änderung des Verteilungschlüssels während Bayern und Dortmund die Aufteilung beibehalten wollen.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge wehrt sich daher gegen die Debatte: "In Deutschland gibt es eine sehr solidarische, ausgewogene Verteilung der TV-Gelder: Der Meister erhält doppelt so viel TV-Einnahmen wie der Tabellenletzte", sagt der Vortandschef im "Handelsblatt".

Unterstützung bekommt Rummenigge von Hans-Joachim Watzke. Der "Status quo" sei richtig, sagt der Geschäftsführer von Bayern-Rivale Borussia Dortmund den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Wenn man versucht, die Zugpferde der Liga zu schwächen, dann schwächt man die ganze Liga."

Röttgermann: Diskussion gehe ins Leere

Dagegen spricht sich Fortuna Düsseldorfs Vorstandschef Thomas Röttgermann für eine Änderung des derzeitigen Verteilungsschlüssels aus.

Das Argument, die deutschen Top-Klubs müssten mit Geld versorgt werden, damit sie international wettbewerbsfähig bleiben, gehe ins Leere und sei ein klassischer Trugschluss, sagt der 59-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Wir brauchen keine Geldverteilung, die die jetzigen Verhältnisse zementiert."

Bei der Auktion der Medienrechte durch die Deutsche Fußball Liga unter Führung von Geschäftsführer Christian Seifert waren für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 insgesamt 4,4 Milliarden Euro und damit rund 240 Millionen Euro weniger als in dem aktuellen bis Juni 2021 laufenden TV-Vertrag erlöst worden.

Das Ergebnis war angesichts der schwierigen Umstände unter anderem durch die Corona-Pandemie auf viel Lob gestoßen.

"Ich bin der Meinung, dass es der DFL gelungen ist, in diesen schwierigen Zeiten ein erstklassiges Ergebnis zu erzielen. Dazu darf man ihr nur gratulieren", sagt Rummenigge. Watzke nennt den Erlös ein "sehr ordentliches Ergebnis, denn es sind schwierige Zeiten".

Seifert: "Wünsche mir, dass Diskussion mit Anstand geführt wird"

DFL-Boss Seifert räumt am Montag bei der Präsentation der Zahlen ein, dass die Verteilung der Milliarden aus den Fernsehverträgen "genauso anstrengend" wie die Verhandlungen mit den Medienunternehmen wird.

"Ich wünsche mir, dass die Diskussionen mit Anstand und Weitblick geführt werden. Ob man das nur daran festmachen sollte, ob jemand achtmal in Serie Meister wurde, sei mal dahingestellt. Das ist sicher nicht das einzige Kriterium", sagt er mit Blick auf den erneuten Titelgewinn der Bayern.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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