2017 soll es den "alten Drago" geben

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Aleksandar Dragovic ist fest entschlossen, nach dem holprigen Jahr 2016 im Frühjahr wieder den "alten Drago" zu präsentieren.

Der ÖFB-Teamspieler peilt mit Bayer Leverkusen in der deutschen Bundesliga eine Aufholjagd an, auch in der K.o.-Phase der Champions League sollen Erfolge eingefahren werden.

Im vereinsinternen Konkurrenzkampf möchte Dragovic das bessere Ende für sich haben.

"Ein neues Jahr beginnt, wir haben vieles vor, in Leverkusen und auch im ÖFB-Team. Jetzt heißt es wieder bei Null anfangen", erklärt der Wiener gegenüber der APA.

Einmal hui, einmal pfui

Zum Auftakt wartet auf Leverkusen ein nicht unwesentliches Heimspiel. Mit Hertha BSC gastiert am Sonntag der Dritte in der BayArena. Neun Zähler beträgt der Vorsprung der Berliner auf den Konkurrenten.

Platz neun steht für Leverkusen nach 16 Runden zu Buche - zu wenig für die Ansprüche des Vereins, in dem mit Ramazan Özcan und Julian Baumgartlinger noch zwei weitere ÖFB-Internationale unter Vertrag stehen.

Zumindest Vierter müsste Leverkusen werden, um auch in der kommenden Saison in der Champions League antreten zu dürfen. Dort lief es für die Werkself nach Plan, im Achtelfinale geht es Ende Februar gegen Atletico Madrid.

"Das Makabere an der Situation ist, dass wir einmal hui und einmal pfui haben", meinte Geschäftsführer Michael Schade zur Lage.

"Hatten sicher nicht die perfekte Hinrunde"

Trainer Roger Schmidt durfte trotz der Pfuis bleiben. Im Trainingslager in Orlando/Florida stimmte der Ex-Salzburg-Coach seine Mannschaft neun Tage auf das Frühjahr ein. Für Dragovic eine neue, angenehme Erfahrung. Von seinem Ex-Klub Dynamo Kiew war der Wiener in der Winterpause anderes gewöhnt.

"In Deutschland ist die Pause sehr schnell vorbei. Aber es ist schön, nicht fünf Wochen durchgehend in Spanien zu verbringen", erinnerte Dragovic an seine Zeit in Marbella.

In Florida bestritt Leverkusen erfolgreiche Tests gegen Estudiantes de la Plata aus Argentinien und Atletico Mineiro aus Brasilien. Gegen Estudiantes trat Dragovic im Elferschießen an und traf. Vielleicht ein gutes Omen. In der Bundesliga hatte Leverkusen im Herbst gleich vier Elfmeter verschossen.

"Wir hatten sicher nicht die perfekte Hinrunde. Aber wenn wir die Elfer treffen, sind wir weiter vorne. Wir waren nicht so schlecht, wie die Ergebnisse waren", meinte Dragovic rückblickend.

"Dem Trainer so schwer wie möglich machen"

Erst Ende August war er als teuerster Österreicher - 18 Millionen soll Leverkusen nach Kiew überwiesen haben - nach Deutschland gewechselt. Danach musste der auch beim ÖFB-Team nicht mit Erfolgserlebnissen überhäufte 25-Jährige um seinen Platz in der Start-Elf kämpfen.

Gegen Konkurrenten wie den arrivierten Ömer Toprak (27) oder das deutsche Talent Jonathan Tah (20) hatte Dragovic zunächst das Nachsehen. Ab November häuften sich aber die Einsätze.

623 Minuten in der Liga und 90 in der Champions League standen mit Jahresende schließlich zu Buche. Nun konnte Dragovic eine "sehr gute" Vorbereitung absolvieren. Von einem Stammplatz in der Innenverteidigung wollte der Wiener jedoch nicht sprechen.

"Darüber mache ich mir keine Gedanken. Im Sommer habe ich die komplette Vorbereitung verpasst, hatte einen schwierigen Start. Nun versuche ich, es dem Trainer so schwer wie möglich zu machen", meinte Dragovic.

Tah und Toprak - der den Club im Sommer verlassen dürfte - seien überragende Spieler, "es wird schwer". Zumindest habe er zum Ende eines Jahres, in dem ihn eine im April erlittene Knöchelverletzung lange zu schaffen machte, zu überzeugen gewusst. "Da hat man schon den alten Drago gesehen."

China kein Thema

Noch deutlich vor Leverkusen rangiert das Überraschungsteam der bisherigen Saison. Der erste Bayern-Verfolger RB Leipzig hat bereits 15 Punkte Vorsprung auf den Werksklub.

Den Bullen traut Dragovic durchaus zu, auch zu Saisonende einen Spitzenplatz zu belegen: "Ich rede nicht gerne über andere Mannschaften, aber man muss ihnen ein Kompliment machen. Ob sie oben bleiben? Wieso nicht, sie haben einen guten Kader."

Bis 2021 hat Dragovic in Leverkusen unterschrieben. Von der Austria über Basel und Kiew hat ihn der Weg in die deutsche Bundesliga geführt. Dort will der Verteidiger weiter mit Leistung überzeugen, um vielleicht noch einen Schritt höher gehen zu können.

Auf die Frage, inwiefern Chinas finanzkräftige Liga denn Anziehungskraft ausübe, konnte er deshalb nur schmunzeln. "Ich habe schon noch vor, ein paar Jahre in Europa zu spielen."

Textquelle: © APA

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