Stögers Riesentöter konterten Kritik

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Stögers Riesentöter erstickten aufkeimende Kritik

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„Wir haben höchsten Respekt, aber keine Angst vor Dortmund!“

Mit dieser Devise ging der 1. FC Köln ins abschließende Duell mit Borussia Dortmund vor der Winterpause.

Und Trainer Peter Stöger sollte Recht behalten. Statt Angst zeigte sein Team Herz, der 2:1-Erfolg war wie Balsam auf die gescholtene Seele der Geißböcke.

Auf eines können sich die Kölner in dieser Saison ohnehin verlassen: Auf die eigenen Qualitäten als Riesentöter.

Dortmund nicht Kölns erstes prominentes Opfer

Dortmund, Leverkusen, Schalke, Gladbach – die allesamt Ansprüche auf Europacup-Startplätze stellen – stehen neben dem HSV und Stuttgart auf Kölns Abschussliste.

Gegen den BVB gab man die Antwort auf die zuletzt im Umfeld entstandene Kritik – am Team, an der Spielweise und auch an Stöger.

„Wir sind richtig glücklich, dass wir gegen einen außergewöhnlichen Gegner gewinnen konnten“, strahlte der Ex-Austria-Meistermacher nach dem Schlusspfiff.

Es war der erste Sieg in den letzten fünf Spielen. Gleichzeitig eine Genugtuung nach Enttäuschungen gegen Werder (1:1), Augsburg (0:1), Darmstadt (0:0) und Mainz (0:0).

Freundliche Mithilfe des BVB

Gäste-Trainer Thomas Tuchel machte die fehlende Frische und Müdigkeit dafür verantwortlich, dass die Dortmunder als Verlierer vom Platz schlichen.

„Die Niederlage fällt mir nicht besonders schwer, nicht schwerer als andere“, vermisste er die üblichen Tugenden der Schwarz-Gelben.

Dabei lief nach einem Sokratis-Kopftor (18.) anfangs alles nach Plan. Mit Fortlauf der Partie zog sich der Favorit jedoch zunehmend zurück und überließ den Domstädtern das Spiel.

Stöger hatte seiner Mannschaft eine Überraschung zugetraut. Im Endeffekt kam diese durch freundliche Mithilfe der BVB-Hintermannschaft zustande.

„Extrem leidenschaftlich von Köln“

„Gegen Spielende war es extrem leidenschaftlich von Köln“, lobte Tuchel. Erst patzte Keeper Roman Bürki mit einem Abschlag genau vor die Füße von Torschütze Simon Zoller (83.).

Dann landete ein zu kurz herausgeschlagener Ball bei Sörensen, der per Kopf sehenswert einen Steilpass auf Joker Anthony Modeste (90.) spielte. Ein Doppelschlag, wie er im Buche steht.

„Wir haben uns im Laufe des Spiels immer mehr zugetraut. Unsere Spieler haben das toll gemacht“, war Stöger, der ÖFB-Legionär Philipp Hosiner auf der Bank schmoren ließ, zufrieden.

So emotional, wie er nach den beiden Treffern Luftsprünge vorführte, sah man den Chefbetreuer selten. Mit den drei Punkten fiel eine enorme Last von den Schultern des „Effzeh“.

„Es ist überragend“

„Es ist überragend. Wir haben schon in der ersten Halbzeit gemerkt, dass der BVB verwundbar ist. In der zweiten Halbzeit sind wir in Schwung gekommen. Am Ende haben wir das Spiel verdient für uns entschieden“, analysierte Zoller.

Und selbst der unglücklich agierende Bürki musste dem zustimmen.

„Die Kölner hatten mehr Chancen als wir, wir haben uns kaum welche herausgespielt. Mit Kämpfen und Beißen konnten wir lange das 1:0 halten. Das 1:1 war unglücklich. Das hat Köln aber Aufwind gegeben. Ein bitterer Tag.“

Die Dortmunder verlieren damit Boden auf den FC Bayern und liegen nun bereits acht Punkte zurück. Die Kölner sind auf Tabellenplatz neun zu finden.

„Wir können außergewöhnliche Spiele abliefern“

Durchaus respektabel. Nicht umsonst hatte Stöger zuletzt immer wieder einmal anklingen lassen, dass die Erwartungshaltung im Kölner Umfeld oft viel zu hoch angesiedelt ist.

„Wir können außergewöhnliche Spiele abliefern“, hatte Stöger aber nie den Glauben an seine Mannschaft verloren.

Der Wiener war ebenso stolz wie Sportdirektor Jörg Schmadtke, der aufgrund von Schiedsrichter-Kritik letzte Woche gegen Werder sogar auf die Tribüne verbannt wurde.

„Die Mannschaft hat am Ende des Jahres noch alles reingehaut. Alle Achtung, das ist aller Ehren wert. Ich freue mich, ich strahle von innen. Ich bin der Meister des inneren Lächelns.“

Es war das richtige Ausrufezeichen vor der Winterpause und der beste Anlass für die im Anschluss stattfindende Weihnachtsfeier.

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