Spanien-Coach grübelt über Defensive

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Marokko verabschiedet sich nach dem 2:2 gegen Spanien erhobenen Hauptes von der FIFA WM 2018 in Russland. Zweimal ging der Außenseiter gegen den Weltmeister von 2010 in Führung, der Sieg blieb den Nordafrikanern aber verwehrt.

Nach mutigem Beginn ging Marokko durch einen Abstimmungsfehler von Sergio Ramos und Andres Iniesta, ausgenutzt von Khalid Boutaib, in Führung. Der schnelle Ausgleich von Isco ließ das Spiel zwar in Spaniens Richtung kippen, trotz der 68 Prozent Ballbesitz wusste der Favorit aber nicht restlos zu überzeugen.

Nach der erneuten Führung durch Joker Youssef En-Nesyri brauchte es die Nachspielzeit, ehe Iago Aspas die spanische Blamage abwendete und dank der iranischen Schützenhilfe sogar für den Gruppensieg sorgte.

Marokkanischer Ärger über technische Hilfsmittel

Ein Abschluss des unterhaltsamen Spiels, der für Aufregung und Diskussionen sorgte. Denn ursprünglich entschied der usbekische Schiedsrichter Ravshan Irmatov beim Tor von Aspas auf Abseits, erst das Videostudium änderte seine Meinung - zurecht, denn der Stürmer von Celta Vigo war auf gleicher Höhe.

Dennoch sorgte das neue technische Hilfsmittel für Kopfschütteln bei Marokko. Ob berechtigt oder nicht, sei dahingestellt. Unmittelbar vor dem 2:1 forderte man vehement eine Elfmeter-Entscheidung gegen Gerard Pique, der die Hand im eigenen Strafraum aber klar angelegt hatte.

Auch die Eckball-Entscheidung, die zum 2:2 führte, ließ die Marokkaner nicht glücklich zurück. Die Flanke von Rodrigo Moreno schien im Aus zu sein - zudem zeigte Irmatov auf die gegenseitige Eckfahne, die Spanier führten den Eckball eigenmächtig von der rechten Seite aus.

Marokko-Mittelfeldmann Nordin Amrabat drückte die Gefühle seines Teams bezüglich des "VAR" unmittelbar nach Abpfiff mit einer eindeutigen Geste Richtung TV-Kameras aus.

Marokko kratzte am Sieg

Marokko hatte aber schon zuvor die Chance, mehr als zwei Treffer zu erzielen. Amrabat selbst scheiterte nach 55 Minuten mit einem wuchtigen Fernschuss an der Unterkante der Latte.

So stand letztlich ein Ergebnis, welches den ausgeschiedenen Marokkanern in der Nachbetrachtung trotz des ursprünglichen Frusts mehr Freude bereiten dürfte, als den Spaniern - trotz deren Gruppensiegs.

"Wir hätten Spanien wirklich gerne geschlagen, das war, wofür wir heute hergekommen sind. Wir haben gelitten - wie jedes Team gegen Spanien leidet, denn ihre Aufstellung ist eine Mischung aus Real Madrid und FC Barcelona. Aber unser Team sollte sich mit diesem Auftritt für kommende Aufgaben empfohlen haben", sagt Marokko-Coach Herve Renard.

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Spanien - Marokko:

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"Uns hat etwas die Erfahrung gefehlt, und es gab Spiele, bei denen wir uns bessere Resultate verdient gehabt hätten. Aber wir haben bewiesen, dass wir zwei der besten Teams der Welt herausfordern und Marokko würdig präsentieren können", so der Franzose.

Ein klarer Kritikpunkt

Sein Gegenüber Fernando Hierro sieht in den nächsten sechs Tagen jedenfalls Arbeit auf sich zukommen, bevor es am Sonntag (1. Juli, 16:00 Uhr) in Moskau gegen Gastgeber Russland im Achtelfinale geht.

"Diese ausgeglichene Gruppe war sehr schwierig für uns, den Gruppensieg haben wir mit Glück geholt. Wir müssen jetzt weiter positiv denken. Natürlich können wir uns steigern, fünf Gegentore in drei Spielen sind nicht das, was ich mir vorstelle", gibt der Ersatzmann für Julen Lopetegui unumwunden zu.

"Aber unser oberstes Ziel war, den Gruppensieg zu holen, und das haben wir erreicht. Jetzt müssen wir selbstkritisch sein und wissen: Wenn wir so leicht Tore kassieren, wird es uns nicht möglich sein, unser allergrößtes Ziel zu erreichen", ergänzt er.

Torschütze Isco meint: "Jetzt ist die Stunde der Wahrheit und ich habe volles Vertrauen in die Mannschaft. Wir haben aber jetzt noch nichts gewonnen und es war auch ein sehr hartes Match. Vielleicht waren wir nicht voll fokussiert von Beginn an und möglicherweise hatten wir etwas Probleme, das Spiel zu kontrollieren in Ballbesitz. Normalerweise gelingt uns dies besser."

Textquelle: © LAOLA1.at

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