Zlatan Ibrahimovic ätzt über Schwedens Team

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Zlatan Ibrahimovic ist bei der FIFA WM 2018 nur Zuschauer wider Willen. Die Zeit vertreibt er sich aktuell auch mit Nacktaufnahmen für das Cover der "ESPN Body Issue 2018".

In einem Interview mit dem Magazin holt der 36-Jährige auch noch einmal gegen das schwedische Nationalteam aus. Auf die Frage, ob es schwer für ihn sei, Schweden nur zuzusehen, antwortet er: "Nein. Am Anfang war es anders, weil ich das Gefühl hatte, ich kann es besser als sie. Das fühle ich immer noch. Aber dann kommt ein Moment, an dem du dir sagst: 'Lass sie machen und es genießen, denn ich war nicht willkommen, als ich kam. Ich war anders, hatte einen anderen Hintergrund. Und ich bin durch all diese Dinge gegangen und bin Kapitän meines Nationalteams geworden. Größer als das kann es nicht werden'."

Die Hater geben Kraft

Auch sonst wartet Ibrahimovic mit interessanten Einblicken in seine Gedankenwelt auf. Was ihn physisch von anderen Fußballern unterscheide? "Wenn ich etwas mache, mache ich es kraftvoll. Es geht nicht um Schönheit, denn jeder kann gut aussehen. Aber nicht jeder ist kraftvoll."

Um das abzurufen, brauche er Aggressivität. "Ich muss wütend sein. Sehr wütend. Dann bringe ich Dinge, die man nicht erwarten würde - auf eine gute Weise. Und ich sehe Dinge, die schwer zu beschreiben sind. Etwa Löcher im Spiel, die ich nutzen kann. Und dann sehe ich die Vision, den zweiten und dritten Schritt, was passieren wird, und ich sage diese Dinge voraus", beschreibt er.

Woher er die Aggressivität nehme? Natürlich von den Hatern. "Ich finde sie und mache das, damit sie mir Energie geben. Das gab es meine ganze Karriere lang: Menschen, die nicht an mich geglaubt haben. Menschen, die mich abgeschrieben haben, bevor sie mir eine Chance gaben. Aber ich drehe das um und mache daraus eine Kraftquelle für mich. Ich war dazu gezwungen, alles besser zu machen, nie mit mir zufrieden zu sein."

Dabei gebe es aber ein offensichtliches Problem: "Ich mache aus meinen Hatern Fans. Also muss ich noch mehr Hater finden. Und ich finde sie und rege sie in irgendeiner Weise auf."

In welchen Teil seines Körpers er das meiste Vertrauen spüre? "In das ganze Paket. Bei mir gibt es keine Schwäche. Ich bin wie ein Wein: Je älter, desto besser. Alter ist nur eine Zahl, es ist alles in deinem Kopf, wie stark du bist, wie jung du bist und wie du dich vorbereitest. Ich trainiere viel. Und ich mag das, weil es mich antreibt. Ich bin nie zufrieden, denn wenn ich mich gut fühle, will ich mich noch besser fühlen. Ich bin ein workaholic."

Ibrahimovic beendet seine Karriere selbst

Daran habe auch die schwere Knieverletzung, die Ibrahimovics Ende bei Manchester United einleitete, nichts geändert. Der Umgang mit dem Kreuzbandriss, der ersten schweren Verletzung in der Karriere des Schweden, war kein einfacher für ihn.

"Ich habe mir selbst sogar gesagt: 'Ich bin nicht verletzt'. Ich wollte einfach weitergehen. Aber irgendwas hat sich anders angefühlt, am nächsten Tag war alles geschwollen und wir haben ein MRT gemacht. Dann hörst du die ganzen Kommentare: Es ist vorbei, er wird nicht mehr zurückkommen. Er wird nie wieder der Alte sein. Aber die Hater haben mir Energie gegeben und ich habe gesagt: 'Ich entscheide, wann ich mit Fußball aufhöre. Wie ich die Geschichte beende. Und zwar nicht mit einer Verletzung.' Und dann werde ich mich fühlen wie zu Beginn meiner Karriere, kraftvoll und perfekt."

Textquelle: © LAOLA1.at

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