Cristiano Ronaldo sprengt alle Rekorde

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Drei Endrunden, 13 Spiele, 1112 Minuten und gerade mal drei Tore - Weltmeisterschaften galten bisher eher nicht als Cristiano Ronaldos Lieblings-Turniere.

90 Minuten, einen spektakulären Triplepack und einen irren iberischen Kracher später (Spielbericht) ist alles anders.

Ronaldo untermauerte zum Turnierstart der WM 2018 in Russland mit gleich mehreren gebrochenen Rekorden seine Ambitionen als Greatest of All Time (GOAT) und macht seine Mannschaft zum nun deutlich heißeren Geheimtipp auf den WM-Titel.


Ronaldo "Greatest of All Time"?

Dabei begann der Matchtag für Ronaldo nicht gerade verheißungsvoll. Am Freitagnachmittag wurde bekannt, dass der 33-Jährige wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 18,8 Millionen Euro verurteilt wurde.

Am Feld ließ "CR7" sich davon aber von Beginn weg nichts anmerken. Bereits in Minute drei dribbelte der Superstar mit vollem Tempo in den spanischen Strafraum, holte den Penalty gegen Klubkollegen Nacho heraus und blieb vom Punkt einmal mehr cool.

In der 44. Minute ließ der Stürmer den zweiten Treffer des Abends folgen, ehe er in Minute 88 auf sensationelle Weise einen selbstherausgeholten Freistoß im Kreuzeck versenkte. Schon nach dem ersten Treffer zelebrierte er mit einem Ziegenbart-Jubel. Eine Anspielung auf das englische Wort für Ziege, GOAT, das frei übersetzt "der Größte aller Zeiten" bedeutet.

Rekorde purzeln immer weiter

Zumindest die Statistiken geben Ronaldo in seiner Meinung recht.

Der Portugiese ist der erste Spieler überhaupt, dem es gelang, Spanien bei einer WM einen Triplepack einzuschenken. Überhaupt ist der mittlerweile 33-Jährige der älteste Spieler, der jemals bei einer WM-Endrunde drei Mal in einem einzigen Match anschreiben konnte.

Kurioserweise war es zugleich Ronaldos 51. Triplepack in seiner Karriere und der 51. erzielte Triplepack in der 86-jährigen Historie der Fußball-Weltmeisterschaften.

Drei ist auch die Anzahl der Tore, die Ronaldo vor der Partie gegen Spanien bei drei WM-Ausscheidungen erzielen konnte. 2006, 2010 und 2014 traf er jeweils einmal.

Damit ist der Real-Angreifer zwar gemeinsam mit Pele, Uwe Seeler und Miroslav Klose einer von nur vier WM-Akteuren, die in vier aufeinanderfolgenden Endrunden ein Tor erzielen konnten (zusammengerechnet mit der EM sind es sogar schon acht Endrunden, Rekord!), mit der Torausbeute der brasilianischen, bzw. der beiden deutschen Legenden konnte Ronaldo aber bisher nicht mithalten.


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Gruppe B: Portugal - Spanien

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Gruppe B: Marokko - Iran 0:1

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Gruppe A: Ägypten - Uruguay 0:1

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"Ich habe immer an mich geglaubt"

"Unglaublich, auf das habe ich lange hingearbeitet. Auch wenn viele nicht an mich geglaubt haben, ich habe immer an mich geglaubt", ist Ronaldo nach seinem "Über-Spiel" in seinem Selbstvertrauen bestärkt.

Auch den Namen Ferenc Puskas darf Ronaldo jetzt von seiner Liste streichen. Mit nun 84 Treffern für das portugiesische Nationalteam ist der 151-fache Teamspieler Portugals gemeinsam mit Puskas (Ungarn) der erfolgreichste europäische Torschütze in Länderspielen aller Zeiten. Einzig der Iraner Ali Daei war mit 109 Länderspiel-Toren international noch erfolgreicher.

Der WM-Tore-Fluch hat also ebenso geendet, wie jener der WM-Freistöße. 44 Mal trat Ronaldo bis zur 88. Minute des iberischen Derbys bei WM-Endrunden zu einem ruhenden Ball an, kein einziges Mal landete das runde Leder auch im Tor.

Weltmeister Portugal?

Doch Ronaldo ist nicht der Typ von Fußballer, der sich angesichts all dieser Rekorde zurücklehnt. Spätestens seit dem überzeugenden Auftritt der Portugiesen gegen Spanien darf sich der Europameister von 2016 auch zum engen Favoritenkreis in Russland zählen.

Richtungsweisend wird dabei auch die Endplatzierung in Gruppe B werden. Sollten die Portugiesen im iberischen Fernduell vor Spanien bleiben und die Gruppe als Erster abschließen, könnten Ronaldo und Co. bis zum Halbfinale den Topfavoriten aus Brasilien und Deutschland entgehen.

Ronaldo selbst hat nur eines im Blick: "Wir sind sehr gut als Team zusammengewachsen und glauben alle daran, dass wir unser großes Ziel hier erreichen können."

Das große Ziel, der Weltmeisterschaftstitel, würde sich auch in Ronaldos ohnehin schon eindrucksvoller Titelsammlung gut machen.

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Textquelle: © LAOLA1.at

WM: Irres Remis zwischen Spanien und Portugal

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