Spanien bezwingt den Iran dank Diego Costa

 

Spanien gelingt am zweiten Spieltag der Gruppe B mit einem 1:0 gegen den Iran der erste Sieg bei der WM 2018.

In einer äußerst einseitigen Partie, die von einer iranischen Abwehrschlacht geprägt ist, beißen sich die Iberer an der gegnerischen Defensive lange die Zähne aus.

Die Entscheidung führt Stürmer Diego Costa herbei, der in Minute 54 nach einer Ballannahme im Strafraum von Ramin Rezaeian angeschossen wird. Der Ball springt daraufhin unhaltbar für Irans Keeper Alirezan Beiranvand ins Tor.

In Minute 70 jubeln die Iraner kurz über den Ausgleich, doch der Treffer zählt aufgrund einer Abseitsstellung nicht.

Spanien liegt nach dem Sieg punktegleich mit Portugal (4) und mit dem gleichen Torverhältnis (4:3) an der Spitze. Dahinter liegt der Iran mit drei und die ausgeschiedenen Marokkaner mit null Punkten.

Neo-Teamchef Fernando Hierro durfte sich mit Schlusspfiff über einen spanischen Arbeitssieg freuen. Seine Offensivmaschinerie sah sich in Kasan einem iranischen Bollwerk gegenüber.

Von Beginn an verbarrikadierte sich die für ihre defensiven Qualitäten bekannte Elf des portugiesischen Trainers Carlos Queiroz. Die Viererkette in der auch ohne den verletzten Chef Roozbeh Cheshmi kompakten Abwehr dehnte sich auf sechs Mann aus, Stürmer Sardar Azmoun verteidigte 40 Meter vor dem eigenen Tor als erster Mann. Eine Taktik, die aufgehen sollte.

Spanien tat sich schwer

Spanien tat sich schwer. Costa bekam kaum einen brauchbaren Ball, zumeist zirkulierte das Spielgerät lange vor dem iranischen Strafraum. Richtige Torchance gab es in der ersten Spielhälfte keine einzige. 72 Prozent Ballbesitz zugunsten der mit dem wieder fitten Real-Rechtsverteidiger Dani Carjaval eingelaufenen Iberer sagte die Statistik in der Pause. 414 zu 98 Pässe für den Favoriten eine andere. Auf das Gehäuse von Torhüter Ali Beiranvand brachten die Spanier aber nur einen Versuch.

Der Iran versuchte den Gegner auch durch Mätzchen zu entnerven. Costa ließ sich zu einer unbedachten Aktion hinreißen, als er Beiranvand auf die Fußspitze stieg. Irans Schlussmann brach theatralisch zusammen, Folgen blieben aus. Erst in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte zog David Silva einmal aussichtsreich ab, sein abgefälschter Schuss ging aber am Gehäuse vorbei.

Kurioser Treffer

Spanien kam mit mehr Tempo aus der Kabine. Sergio Busquets zwang Beiranvand zu einer Parade (50.), auf der Gegenseite sahen die iranischen Fans den Ball schon im Tor. Karim Ansarifard schoss nach einem Einwurf aber nur ins Außennetz (53.). Der turbulente Wiederbeginn fand seinen Höhepunkt in Spaniens kurioser Führung: Ramin Rezaeian wollte gegen Costa klären, vom Knie des Stürmers ging der Ball ins Tor.

Die Iraner freuten sich acht Minuten später - allerdings zu früh. Der zunächst wild feiernde Saedi Ezatolahi stand vor seinem Treffer im Abseits. Die Video-Assistenten bestätigten die Entscheidung aus der Ferne. Nach einer Eckball-Variante war in einer nun kurzweiligen Partie wieder Spanien am Zug. Irans Defensive klärte nach einem Abschluss von Sergio Ramos im Verbund.

Offensiv konnte der Iran ebenfalls noch Qualitäten zeigen. Bei der besten Möglichkeit auf den Ausgleich stieg Mehdi Taremi in der 82. Minute im ungleichen Luftduell mit Jordi Alba hoch, köpfelte aus fünf Metern aber über die Latte.

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Gruppe B: Iran - Spanien

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Gruppe A: Uruguay - Saudi Arabien

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Gruppe B: Portugal - Marokko 1:0

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