Bitteres Ende der Buffon-Ära

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"Wenn wir die WM verpassen, käme das einer Apokalypse gleich", zitterte Italiens Verbandschef Carlo Tavecchio noch vor dem WM-Playoff-Rückspiel gegen Schweden.

Die schlimmen Befürchtungen sind seit Montagabend Gewissheit.

Der Weltmeister von 1934, 1938, 1982 und 2006, der zudem 1970 und 1994 im Finale stand, kommt nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel in Mailand über ein 0:0 nicht hinaus und verpasst erstmals nach 60 Jahren die WM-Endrunde.

Zuletzt war die „Squadra Azzurra“ bei der EM 1992 bei einem großen Turnier nicht vertreten.


"Eine große Enttäuschung"

Gleichzeitig endet die Ära eines ganz Großen. Das bittere Aus war das letzte offizielle Spiel von Tormann-Legende Gianluigi Buffon im Nationaltrikot.

Dem 39-Jährigen bleibt es damit verwehrt, als erster Spieler überhaupt bei sechs Weltmeisterschaften teilzunehmen.

"Es tut mir leid, dass es so endet", erklärte der Juve-Keeper mit Tränen in Augen.

Es sei "eine große Enttäuschung – nicht für mich, sondern für ganz Italien. Wir haben versagt, dabei wäre es für das Land so wichtig gewesen, bei der WM dabei zu sein. Und es tut weh, dass mein letztes Spiel mit dem Scheitern in der WM-Quali in Erinnerung bleibt."

Buffon glaubt an italienischen Fußball

Buffon versichert, dass Schweden nicht unterschätzt wurde. „Jeder, der am Platz gestanden ist, war sich der Wichtigkeit dieses Duells bewusst. Wir waren leider vor dem Tor nicht konsequent genug und konnten daher keinen Treffer erzielen. Das müssen wir uns vorwerfen. Schweden hat anders als im Hinspiel agiert. Kleinigkeiten haben dieses Playoff entschieden. Sie hatten das Glück auf ihrer Seite, wir nicht“, resümierte der Kapitän.

Dem 175-fachen Internationalen ist bewusst, dass in der „Squadra Azzurra“ nun ein Umbruch stattfinden wird.

"Man braucht sich aber keine Sorgen machen. Es gibt eine Zukunft für den italienischen Fußball. Wir haben genug Stolz, Fähigkeit und Wille, um wieder auf die Füße zu kommen.“

"Ich möchte mich bei allen bedanken"

Dies wird wohl mit einem anderen Teamchef passieren. Zwar läuft der Vertrag von Giampiero Ventura noch bis 2020, eine Ablöse scheint aber beschlossene Sache zu sein.

Buffon meint dazu: „Im Fußball gewinnst du gemeinsam und verlierst gemeinsam. Der Trainer ist ein Teil dieser Gemeinschaft.“

Abschließend sagt die italienische Legende: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich unterstützt haben.“

Textquelle: © LAOLA1.at

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