Von Ajax...bis zum bitteren Ende

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Rapids Europacup-Reise: Bis zum bitteren Ende!

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„Bis zum bitteren Ende.“

Dieser Schlachtruf wurde nicht nur zum Albumtitel und darauffolgenden Motto der deutschen Punkrockband „Die Toten Hosen“.

Diese Worte beschreiben auch die nun zu Ende gegangene Europacup-Reise des SK Rapid ganz gut.

Was so schön und erfolgreich begann, endete mit einem bitterbösen Erwachen gegen Valencia. An der grün-weißen Bilanz ändert dies jedoch wenig.

An Ajax wird man sich noch lange erinnern

12 Spiele, 6 Siege, 2 Remis und 4 Niederlagen – so schaut die Statistik inklusive CL-Quali und Hauptbewerb aus.

Um die elf Millionen Euro wurden brutto verdient, zudem wichtige Punkte für die UEFA-Fünfjahreswertung gesammelt. Auch wenn es am Ende nicht zu Platz 15 und dem damit verbundenen fünften Europacup-Startplatz für die Saison 2017/18 reichte.

Rapid unterliegt im EL-Sechzehntelfinale zu Hause Valenica 0:4 und scheidet mit dem Gesamtscore von 0:10 aus:

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Alles begann mit Ajax Amsterdam. Eigentlich eine unüberwindbare Hürde in der Champions-League-Qualifikation, doch Rapid schrieb Geschichte. Für viele war der Aufstieg gegen die Niederländer das absolute Saison-Highlight.

„Ajax war unglaublich, damit hatte keiner gerechnet. Vor allem die Stimmung im Stadion in Amsterdam und dann die Stille nach unserem 3:2“, schwärmt Trainer Zoran Barisic noch immer von der Sternstunde im August.

Die Tür in die Champions League war offen

Auch gegen Shakhtar Donetsk war man drauf und dran. Am Ende blieb aber vor allem der vergebene Kopfball von Robert Beric kurz vor Schluss in Erinnerung.

Nach dem 0:1 im Heimspiel reichte das 2:2 auswärts schlussendlich nicht zum Aufstieg in die herbeigesehnte Königsklasse.

„Die letzten Minuten in Donetsk haben uns sehr mitgenommen“, erinnert sich Thanos Petsos. „Wir hatten in der Quali schwere Gegner, hätten aber auch gegen Donetsk weiterkommen können.“

In der aufgrund der anfänglichen Enttäuschung als Trostbewerb ausgerufenen Europa League sollte Rapid aber dann doch noch neue Maßstäbe setzen.

Gruppensieg als unerwartete Krönung

Der Auftaktsieg gegen das favorisierte Villarreal löste eine Euphorie aus, die bis zum abschließenden Gruppenspiel gegen Dinamo Minsk anhielt.

Dabei wurden fünf Siege eingefahren, nur auswärts in Spanien musste man sich knapp mit 0:1 geschlagen geben – mit 15 Punkten holte man sich sensationell den Gruppensieg.


Spieler-Statistiken des Europa-League-Hauptbewerbs:

Spieler Einsätze Spielminuten Tore
Stefan Schwab 8 720 1
Mario Pavelic 8 720 -
Florian Kainz 7 567 -
Maximilian Hofmann 7 557 1
Stefan Stangl 7 550 -
Mario Sonnleitner 6 540 -
Thanos Petsos 6 540 1
Steffen Hofmann 7 479 3
Jan Novota 5 421 -
Philipp Prosenik 7 410 -
Srdjan Grahovac 7 407 -
Philipp Schobesberger 6 357 2
Christopher Dibon 5 343 -
Matej Jelic 7 310 1
Richard Strebinger 4 299 -
Louis Schaub 4 196 1
Deni Alar 4 167 -
Thomas Murg 2 127 -
Stephan Auer 2 90 -
Maximilian Wöber 1 90 -
Philipp Huspek 2 28 -

* nicht eingesetzt: Tomi Correa, Stefan Nutz, Tobias Knoflach, Tamas Szanto, Thomas Schrammel, Michael Schimpelsberger, Andreas Kuen.


In emotionaler Erinnerung blieb jedoch vor allem das zweite Spiel gegen Viktoria Pilsen – denn mit dem Auswärtssieg war Rapid das erstmalige Überwintern im Europacup seit 20 Jahren nicht mehr zu nehmen.

„Nach so langer Zeit den Aufstieg zu schaffen, war ein ganz besonderer Moment für mich“, nennt Barisic sein zweites Highlight abseits von Ajax.

Das „Schaufenster“ Europa League genützt

In dieser Phase wussten die Grün-Weißen spielerisch zu überzeugen, jeder einzelne Spieler spielte am Limit – etwas, was im Frühjahr bisher abgeht.

Aufgrund der internationalen Präsenz spielten sich einige Akteure hingegen im „Schaufenster“ Europa League in die Notizblöcke ausländischer Top-Klubs. Auch das war eine Begleiterscheinung der erfolgreichen Europacup-Saison.

So groß die Vorfreude und die Hoffnung waren, auch noch im Sechzehntelfinale eine Sensation zu schaffen, umso ernüchternder war jedoch das Aus gegen Valencia.

 

„Wenn mir jemand sagt, dass wir in den kommenden Jahren immer das Sechzehntelfinale erreichen, würde ich das sofort unterschreiben. Wir haben in dieser Europacup-Saison viel geleistet, uns aber mit den letzten zwei Spielen auch einiges verbockt“, so Barisic‘ Bilanz.

Was von der Europacup-Saison bleibt

Die Erfahrungen der vergangenen Monate kann Rapid keiner mehr nehmen. Die Spieler und der Verein wuchsen mit den Aufgaben und leisteten die Vorarbeit zu dem, was in den kommenden Jahren folgen soll. Zudem konnte man viel lernen, was noch aufs nächste Level fehlt.

Auch wenn die Enttäuschung nach den 0:6- und 0:4-Debakeln gegen Valencia noch frisch ist, überwiegt im grün-weißen Lager doch die Zufriedenheit über das Geleistete.

„Wir können trotzdem stolz sein, die letzten 20 Jahre hat Rapid das nicht geschafft. Wir sind auch relativ souverän Gruppensieger geworden – das kommt nicht von ungefähr“, ist Mario Sonnleitner glücklich.

Diese Meinung wird sich auch bei Stefan Schwab einstellen, wenn auch mit Zeitverzögerung. „Jetzt im Moment bleibt uns gar nichts – es bleibt keine Zeit, uns darüber zu freuen oder zu weinen. Am Ende der Saison werden wir aber sicher zurückschauen und können stolz auf uns sein. Wir werden erst später realisieren, dass es trotz allem eine tolle Europa-League-Saison war.“

Oder wie es Thanos Petsos ausdrückt: „Die Europacup-Saison war einfach nur geil.“ Bis zum bitteren Ende.


Alexander Karper

 


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