Feldhofer sehr zufrieden - Spieler beklagen Rasen

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Der Wolfsberger AC hat am Donnerstagabend Österreichs Fahnen in der Europa League hoch gehalten. Als einziger Vertreter der österreichischen Bundesliga-Klubs konnten die Kärntner einen hochverdienten Punkt nach dem 1:1 gegen ZSKA Moskau (Spielbericht>>>) ergattern.

Dabei wäre sogar der Sieg möglich gewesen - trotzdem zeigten sich die Lavanttaler "sehr zufrieden", wie WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer bestätigt: "Das war ein richtig gutes Spiel von uns gegen einen starken Gegner." Sein Team machte dem Steirer auch ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk - Feldhofer wird heute Freitag 41 Jahre alt.

Für reichlich Diskussionsstoff sorgte der schlechte Rasen im Klagenfurter Stadion.

"Klagenfurt hat vergessen, nach den Bäumen einen Rasen zu legen"

WAC-Verteidiger Michael Novak zeigte sich bereits bei der ersten Platzbesichtigung überrascht über die schlechten Verhältnisse: "Wir waren, als wir das erste Mal auf den Platz gegangen sind, auch ein bisserl überrascht. Ich glaube, Klagenfurt hat vergessen, nach den Bäumen einen Rasen hinzulegen - ungefähr so hat es sich angefühlt am Platz."

Es sei schon sehr, sehr grenzwertig gewesen, sprach Novak nach dem Match Klartext und erinnerte an das Kunstprojekt "For Forest" im Vorjahr. Damals war ein Mischwald aus 299 rund 14 Meter hohen Bäumen auf dem Spielfeld gestanden, weshalb die Kärntner für ihre Europa-League-Debüt-Saison nach Graz hatten ausweichen müssen.

ZSKA-Trainer Viktor Gontscharenko machte unter anderem die schlechte Unterlage als Grund für die schwache Leistung seiner Mannschaft aus: "Meine Spieler sind es nicht gewohnt, auf so einem schlechten Rasen zu spielen, deswegen war unser Passspiel so ungenau."

Der 43-jährige Weißrusse ärgerte sich: "Wir hätten nicht gedacht, dass die UEFA es erlaubt, dass auf einem so schlechten Untergrund in diesem Stadion gespielt werden darf."

Feldhofer hingegen nahm die Bedingungen gelassen hin. "Natürlich hat man gesehen, dass der Ball deutlich versprungen ist in einigen Aktionen. Das war aber für beide Mannschaften gleich. Solche Situationen muss man eben annehmen und meistern", erläutert der WAC-Coach, nachdem er sein Europacup-Debüt als Trainer feierte.

"Hatten einen nervösen Start"

Bereits früh gingen die Russen durch den Argentinier Adolfo Gaich in Führung. Novak gestand, dass man ein "bisserl nervös" in die Partie gestartet sei, aber das Team sich von dem frühen Gegentor nicht aus der Ruhe bringen ließ. Daraufhin kontrollierten die Wolfsberger die Partie und kamen verdient zum Ausgleich.

Diesen besorgte Kapitän Michael Liendl vom Elferpunkt kurz vor der Pause. Nach dem Wechsel ließen dann beide Teams einige gute Chancen aus. Der 29-jährige Rechtsverteidiger wusste auch, dass am Ende der Sieg definitiv möglich gewesen wäre. "Ich denke, am Ende war es ein gerechter Punkt, mit dem man zufrieden sein kann, aber es wäre mehr drin gewesen."

Torschütze Liendl betonte: "Wie in der Meisterschaft hat uns der letzte Punch in der Box gefehlt, daran müssen wir arbeiten." Zu oft falle der letzte Pass zu ungenau aus.

Am Ende des Tages ist sich der WAC aber in einem Punkt einig - In dieser Gruppe ist alles möglich. Wenn die Abschlusschwäche überwunden werde und man weiter mit so viel Leidenschaft wie gegen ZSKA spiele, dann ist Novak überzeugt, dass der WAC im Kampf um den Aufstieg unter die letzten 32 "ein Wörtchen mitreden kann. Ich denke, wir haben gezeigt, dass mit uns in dieser Gruppe zu rechnen ist."

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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