Es geht auch ohne Soriano

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Salzburg: Es geht auch ohne Soriano

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Die Ausgangslage für den FC Red Bull Salzburg ist klar: Es braucht am Donnerstag (19 Uhr LIVE im LAOLA1-Ticker) einen Sieg in Krasnodar, um die Chance auf den Aufstieg zu wahren.

Idealerweise mit zwei geschossenen Toren, denn dann würde man den aktuell Zweitplatzierten FK Krasnodar dank des direkten Vergleichs (Hinspiel: 0:1, Auswärtstore sind ein Kriterium, Anm.) in der Tabelle überholen und hätte am 8. Dezember in einer wohl ausverkauften Red-Bull-Arena ein "Finale dahoam" gegen Gruppensieger Schalke 04.

Doch zuerst muss ein Sieg in Russland her, im nigelnagelneuen Krasnodar-Stadion - und das ohne Schlüsselspieler wie Jonatan Soriano (verletzt) oder Konrad Laimer (gesperrt).

Der Doppeltorschütze vom 2:0-Sieg in Nizza, Hee Chan-Hwang, dürfte zwar wieder im Kader stehen, ist aber nach einer Muskelverletzung wohl noch nicht bereit für einen Platz in der Startelf.

Aber auch in Frankreich kam der Südkoreaner erst von der Bank und sorgte schließlich für "Hwang Night to remember".

Damals leisteten im Angriff Munas Dabbur und Fredrik Gulbrandsen die Vorarbeit zum Sieg.

Der eine mit seinem traumhaften Assist zur Führung, der andere mit seinem unbändigen Laufwillen und der Arbeit, die er 62 Minuten lange verrichtete. Trainer Oscar wechselte Hwang für den Norweger ein und damit den Sieg.

Der 20-Jährige war damit der Matchwinner, aber noch an diesem Abend vergaß der Trainer nicht, bei wem sich dieser auch zu bedanken hatte.

"Er hat auch davon profitiert, dass Gulbrandsen und Dabbur hart gearbeitet haben und die Innenverteidigung so richtig für den schnellen Hwang vorbereitet haben", meinte Oscar vor drei Wochen an der Cote d'Azur.


Dabburs 1:0 gegen Rapid:


Auch gegen Rapid erfolgreich

Am Sonntag spielten wieder Dabbur und Gulbrandsen gemeinsam von Beginn - und es funktionierte wieder blendend. Neben dem 2:0 von Nizza war das 2:1 gegen Rapid das beste Saisonspiel der Salzburger. Wieder war es natürlich ein Sieg des Kollektivs, doch es scheint so, als hätten sich hier zwei gefunden.

Dabbur erzielte sein zweites Saisontor und machte seiner Aussage nach "das beste Spiel, seit ich hier bin". Wiederum vergaß Oscar in der Pressekonferenz den Vorarbeiter nicht: "Dabbur hat ein gutes Spiel gemacht, aber das war auch das Resultat von Gulbrandsen."

Provokant könnte man in diesem Kontext ebenso festhalten: Es geht auch ohne Soriano.

Der Kapitän spielte in Nizza die letzten sieben Minuten und gegen die Wiener wegen seines Muskelfaserrisses gar nicht.

Es geht aktuell ohne Soriano

Freilich wird der 31-Jährige auch wieder zurückkommen und seine Klasse unter Beweis stellen, aber für den Moment ist es für Salzburg wohl auch gut zu wissen, dass es auch ohne den Stürmer-Star geht, der die "Bullen" in der Vergangenheit oft genug zum Sieg schoss.

Vergangene Saison gab es noch die Kritik, wonach das Salzburger Spiel alleine von der Tagesform von Naby Keita und Soriano abhängen würde. Zuletzt trat man gegen Nizza und Rapid geschlossen als Mannschaft erfolgreich auf. Mit Gulbrandsen und Dabbur an der Spitze. Und vor allem der Israeli scheint mit dem Norweger am Feld besser zu harmonieren als mit dem Spanier, obwohl er das selbst nicht so sieht (siehe Story unten).

Die Kritik an seiner Person wurde in letzter Zeit freilich lauter, nachdem die Sommer-Verpflichtung (kam für kolportierte sechs Millionen Euro von Grasshoppers Zürich, Anm.) zwischenzeitlich keine Rolle spielte. Die sportliche Führung setzte betont auf den Faktor Zeit.

Bei Jonatan Soriano hat es auch gedauert, aber wenn man gut und hart arbeitet, setzt sich die Qualität auf Sicht durch.

Freund über Munas Dabbur

"Ich habe mir nie Sorgen gemacht. Er ist ein super Spieler, das zeigt er auch im Training. Er ist noch nicht in einen Lauf gekommen, aber er wird uns noch viel Freude bereiten und entscheidend helfen", meinte Salzburg-Sportchef Christoph Freund vor dem Rapid-Spiel gegenüber LAOLA1 - und verwies auf ein passendes, weil internes Beispiel.

"Bei Jonatan Soriano hat es auch gedauert, aber wenn man gut und hart arbeitet, setzt sich die Qualität auf Sicht durch. Wenn man als einer der Top-Stars aus der Schweizer Liga kommt, man nicht gleich trifft und nicht immer spielt – was für ihn auch ungewohnt war – dann hat man damit zu kämpfen, aber das gehört dazu. Das Training bei uns ist auch eine Umstellung, aber er hat körperlich zugelegt und wird sich dafür belohnen."

Dabbur, der zuletzt nicht ins israelische Nationalteam einberufen wurde, wirkte nach der Länderspielpause gegen Rapid deutlich agiler als zuvor. Gulbrandsen geht indes weite Wege und ist aggressiv. Diese Eigenschaft wurde im Sommer bei seiner Verpflichtung explizit hervorgehoben. Solch einen Stürmer-Typ hätte man noch nicht im Kader.

Und es scheint, als würde dieser vor allem mit Dabbur harmonieren.

Eine weitere Nagelprobe wartet nun bei der schwer zu bespielenden, weil technisch beschlagen und kompakten, Mannschaft von Krasnodar.

FK Krasnodar - Red Bull Salzburg
Stadion Krasnodar, 19.00 Uhr/live Sky, SR Liran Liany/ISR

Krasnodar: Kritsjuk - Jedrzejczyk, Naldo, Granqvist, Petrow - Kabore, Akhmedov, Pereyra - Podberezkin, Ari, Joaozinho

Ersatz: Sinizin - Kaleschin, Gasinski, Eboue, Torbinski, Ismailow, Smolow, Laborde

Es fehlt: Mamajew (Knieverletzung)

Salzburg: Walke - Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer - Lazaro, Samassekou, Radosevic, Berisha - Gulbrandsen, Dabbur

Ersatz: Stankovic - Upamecano, Schwegler, Wisdom, Rzatkowski, Minamino, Yabo, Hwang

Es fehlen: Laimer (gesperrt), Soriano, Wanderson (beide Oberschenkelverletzung), Prevljak (Knie)



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