Rapids schmaler Grat vor Abschied gegen Bilbao

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Der SK Rapid beschreitet einen schmalen Grat. Zu der ohnehin ausgereizten Verletzungsmisere wartet die letzte Woche im Jahr 2016 mit 3 Spielen binnen weniger Tage.

"Das war so seit ich da bin, dass jeden dritten, vierten Tag ein Spiel ist", kennt Trainer Damir Canadi die angespannte Situation.

"Schmaler Grat hin oder her - ich werde dem einen oder anderen eine Pause geben. Aber im Großen und Ganzen wird das Team eine ähnliche Struktur wie in den letzten Wochen haben." Da es doch um einiges geht.

"Irgendwie wieder ein Vorbereitungsspiel auf hohem Niveau"

Nicht mehr um den Aufstieg - diesen verspielten die Grün-Weißen mit der Auswärts-Niederlage in Genk. Unter dem Neo-Trainer zählt aber jeder Moment auf dem Platz, um die zuletzt gezeigten Leistungen zu bestätigen.

"Wir freuen uns extrem, auch wenn es tabellarisch keine Bedeutung mehr hat. Aber wir spielen international, gegen einen sehr attraktiven Gegner. Wir haben uns letzte Woche ergebnismäßig stabilisieren können und wollen dabei bleiben. Wir wollen uns zu Hause Selbstvertrauen holen und auch aus so einem Spiel Positives mitnehmen. Es ist wieder irgendwie ein Vorbereitungsspiel auf hohem Niveau, wenn man das so sagen darf. Wir wollen diese Bühne nützen", gesteht Canadi.

Nicht mit dabei sein werden neben den Langzeitverletzten, der eben erst ins Training zurückgekehrte Steffen Hofmann, Thomas Murg und der für den Europacup vorgesehene Jan Novota aufgrund von Schulterproblemen.

Fraglich ist auch Arnor Traustason, der gegen St. Pölten einen Schlag in der Rippengegend abbekam und zuletzt über stärkere Schmerzen klagte. Bei ihm fällt die Entscheidung unmitelbar vor dem Anpfiff.

Nur von den Besten lernt man

Mario Sonnleitner wird gegen die Basken erneut die Kapitänsschleife tragen. Es wird dies sein 46. Europacup-Spiel sein, gegen Genk zog er in puncto Europacup-Einsätzen für Rapid mit Hans Krankl (beide 45) gleich

Nur drei Rapidler konnten überhaupt mehr Einsätze verbuchen: Steffen Hofmann (74), Peter Schöttel (49) und Reinhard Kienast (46). Auch der Steirer legt den Fokus so wie der Trainer auf die Weiterentwicklung.

"Wir haben ein wichtiges Spiel vor der Brust. Wir können uns mit einem starken, international renommierten Gegner messen. Unser System wird wieder auf die Probe gestellt, dahingehend können wir uns sehr gut entwickeln. Nur aus den besten Spielen und von den besten Gegnern lernt man. Deshalb nimmt die Mannschaft das sehr ernst", gesteht der 30-Jährige.

Auch das Allianz Stadion soll so wie sein Vorgänger, das Hanappi-Stadion, langsam aber doch zur Festung werden. "Vor allem zu Hause müssen wir zur Stärke reifen. Das müssen wir uns hart erarbeiten. Daheim ist immer Basis für uns. Wir wollen auf hohem Niveau zeigen, dass wir in Zukunft nicht leicht schlagbar sein wollen. Für diese Mentalität müssen wir viel arbeiten", erklärt Canadi.

Keine Bedenken aufgrund der Bilbao-Vergangenheit in Wien

Zudem will man den Fans etwas zurückgeben, die trotz der aussichtslosen Position in der Europa-League-Gruppe trotzdem in Scharen nach Wien-Hütteldorf pilgern werden.

22.800 Karten sind weg, 250 Restkarten sind noch vorhanden, auch 600 Fans aus Bilbao reisen aus dem Baskenland an. Mitgereiste Journalisten haben das Gastspiel Bilbaos bei der Austria noch nicht vergessen und vermuten Turbulenzen.

Doch Klubservice-Leiter Andy Marek beruhigt: "Bei den Problemen, die es gab, war nicht Rapid der Gegner sondern eine andere Mannschaft. Rapid war in Bilbao und jeder hat gemerkt, dass es ein sehr guter Support war. Es gab überhaupt keine Probleme, alles hat funktioniert. Wir freuen uns auch auf die Gäste von Bilbao."

Einem versöhnlichen Abschied Rapids aus der Europa League steht somit nichts im Wege. Nach vier Punkten aus den letzten zwei Liga-Spielen soll gegen Bilbao die aufsteigende Form fortgesetzt werden. Doch die Spanier, für die es noch um den Gruppensieg geht, werden wohl kein Pardon kennen.


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Textquelle: © LAOLA1.at

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