Kara: "Jeder Spieler träumt von Premier League"

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Ercan Kara klettert die Karriereleiter im Rekordtempo nach oben. Der bullige Stürmer des SK Rapid war im Frühling 2019 noch in der Regionalliga auf Torejagd. Über den Umweg Horn kam der 1,94-Meter große Kara mit der Empfehlung von 13 Toren in 16 2. Liga-Spielen zum grün-weißen Traditionsklub.

Am kommenden Donnerstag trifft er mit den Hütteldorfern nun in der Europa League auf den FC Arsenal (ab 18:55 im Live-Ticker und auf Puls4).

Vor seinem bisherigen Karriere-Highlight ist der Stürmer keineswegs nervös: "Ich bin gelassen, lasse es einfach auf mich zukommen, das sind zwar super Spieler, aber auch nur Menschen, und Marktwert schießt keine Tore."

"Drogba hat schon oft gegen Arsenal getroffen"

Der Arsenal-Kader ist mit über 630 Millionen Euro Marktwert zwar um ein Vielfaches teurer als der Kader von Rapid, beeindrucken lässt sich Ercan Kara davon aber nicht. "Mein Vorbild ist Didier Drogba, und der hat schon oft gegen Arsenal getroffen. Das ist vielleicht ein gutes Omen", gab der Wiener mit türkischen Wurzeln preis.

Vor einem Jahr hätte Kara nicht daran geglaubt, jetzt vor so einem großen Spiel zu stehen. "Man sieht immer wieder, dass der Fußball seine eigenen Gesetze hat, seine eigenen Geschichten schreibt. Ich freue mich und genieße den Moment", so der Angreifer.

(Text wird nach dem Video fortgesetzt)

Gefährlicher Underdog

Mit sechs Siegen aus den ersten acht Pflichtspielen ist Rapid genauso gut in die Saison gestartet wie die Londoner. "Es ist aber natürlich eine andere Liga, ein ganz anderes Niveau, aber in einem Spiel kann viel passieren. Wir haben schon oft gesehen, dass der Underdog erfolgreich war", gibt Kara zu Protokoll.

Die Generalprobe von Arsenal ging mit einem 0:1 gegen Manchester City schief, die Truppe von Didi Kühbauer schaute das Match noch auf der Rückreise vom Cup-Spiel in Wiener Neustadt. Kara dazu: "Es war ein enorm hohes Tempo, ein super Spiel zum Anschauen. Man hat gesehen, dass sie enorme Schnelligkeit auf den Flügeln haben, auch vorne, zudem ein super Umschaltspiel und hinten auch gut stehen. Da kommt einiges auf uns zu."

Nach der gelungenen Generalprobe in Wiener Neustadt (zum Spielbericht >>) gehen die Hütteldorfer aber mit breiter Brust ins Spiel. "Wir brauchen uns nicht verstecken und haben nichts zu verlieren. Wir werden probieren, das umzusetzen, was uns der Trainer vorgibt. Das hat schon viele Male funktioniert", zeigt sich Kara selbstbewusst.

Noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht

Auch für Kara selbst läuft die bisherige Saison wie geschmiert. Das Zusammenspiel mit Sturmpartner Taxiarchis Fountas läuft ausgezeichnet. "Ich bin eher der robuste Spieler, der die Bälle vorne hält, sich alles erkämpft und ihm auch die Spieler vom Hals hält, wo er dann die Räume findet. Das funktioniert sehr gut", so der Wiener über seinen griechischen Kollegen.

Aber auch Kara selbst ist außerordentlich torgefährlich und traf diese Saison bereits in Liga, Cup und Europa-League-Playoff. Angesprochen auf seine persönliche Zukunft antwortet der bis 2022 in Hütteldorf unter Vertrag stehende Kara: "Ich strebe immer nach Höherem. Es ist noch viel drinnen, ich bin noch nicht am Limit, es gibt noch viele Bereiche, in denen ich mich steigern kann."

Reizen würde den 24-Jährigen auch die Premier League: "Das würde gut passen. Das robuste Spiel ist meines, die englische Liga eine hervorragende und eine meiner Lieblingsligen. Jeder Spieler träumt davon, einmal in der Premier League zu spielen." Erste Möglichkeit zu zeigen, dass er sich auch gegen die robusten Verteidiger aus England durchsetzen kann, hat Kara dann am Donnerstag gegen das Team des Spaniers Mikel Arteta.

Textquelle: © LAOLA1.at

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