Deshalb spielte Strebinger in Molde nicht

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Der Paukenschlag beim Duell zwischen Molde FK und dem SK Rapid (Endstand: 0:1) fand schon vor der Partie statt.

Trainer Didi Kühbauer sorgte nämlich für eine große Überraschung in der Startelf. Ausgerechnet in der Europa League nahm der Chefbetreuer eine Änderung an der Torhüter-Position vor, was so nicht zu erwarten war.

Die Nummer 1 Richard Strebinger musste deshalb auf der Bank Platz nehmen, für ihn wurde Paul Gartler in die Mannschaft rotiert. Der 23-jährige Steirer hatte bis dato erst zwei Pflichtspieleinsätze für die Hütteldorfer in den Beinen, während Strebinger die Erfahrung von 172 Einsätzen für die Grün-Weißen mitbringt.

Kühbauer rechtfertigte den Wechsel bei "Puls 4" folgendermaßen: "Strebinger hat in den letzten Wochen eher nicht den glücklichsten Eindruck hinterlassen. Er ist aber noch immer ein guter Torhüter. Deshalb haben wir uns diesmal für Paul Gartler entschieden."

Gartler bewies mit Top-Paraden seine Klasse und rettete seine Mannschaft lange Zeit vor einem Rückstand. Beim spielentscheidenden 0:1 konnte auch er nichts mehr tun. "Ich habe mich natürlich gefreut, dass ich diesmal dabei sein durfte. Aber darum kann ich mir im Nachhinein nichts kaufen. Niederlage bleibt Niederlage", war der bisher zweite Rapid-Keeper in der Hierarchie geknickt.

Überraschter Garlter: "Fürs erste Spiel in Europa schwer in Ordnung"

Erst nach dem Mittagessen am Spieltag erfuhr Gartler von seiner Beförderung, die Vorfreude auf sein Europa-Debüt war somit nur von kurzer Dauer.

"Das war für mich schon überraschend. Ich werde das jetzt einmal sacken lassen und dann schauen, wie sich der Trainer weiter entscheidet", gibt es noch keine Anzeichen, wie es nun weitergeht.

Vor allem der Patzer gegen Arsenal, als Strebinger an einer Flanke vorbeisegelte, fiel schwer ins Gewicht. Schon davor strahlte dieser in der Bundesliga nicht jene Sicherheit aus, die ihn in seiner Karriere schon ausgezeichnet hatte.

Ob es sich um eine Veränderung auf Dauer oder nur für das eine Spiel handelt, wollte der Chefcoach noch nicht sagen. Das Debüt in der Europa League hat Gartler aber durchaus Lust auf mehr gemacht.

Wie er seine eigene Leistung sah? "Fürs erste Spiel in Europa, glaube ich, war es schwer in Ordnung. Es freut mich, dass ich ran durfte und der Mannschaft helfen konnte. Aber wir müssen jetzt weiterschauen und dürfen die Köpfe nicht hängen lassen. Jetzt heißt es weiter nach vorne schauen."

Hofmann in den nächsten Spielen wieder dabei?

Nach vorne schauen, das bedeutet bei Rapid, sich auf die Duelle mit Altach am Sonntag in der Bundesliga und kommende Woche auf das nächste Europa-League-Duell mit Dundalk vorzubereiten.

Ob mit oder ohne Gartler wird das Trainerteam entscheiden. Wieder dabei sein sollte auf jeden Fall Maximilian Hofmann. Der Abwehrchef fehlte diesmal auf dem Spielerbogen, bei ihm hatte die Entscheidung jedoch andere Gründe. An seiner Stelle bildeten Leo Greiml und Mateo Barac die Innenverteidigung in Norwegen.

"Maxi hat ein bisschen Probleme, das ist eine Vorsichtsmaßnahme. Wir haben doch noch ein paar Spiele in den nächsten Wochen und wenn er diesmal gespielt hätte, wäre es vielleicht die nächste Woche nicht gegangen. Deshalb war er auch auf der Bank", begründete Kühbauer.

Textquelle: © LAOLA1.at

Europa League: Nächste Rapid-Pleite in Molde

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