Prohaska leidet mit Fink - Rat für Holzhauser

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Herbert Prohasha drückt seiner Wiener Austria für das finale EL-Gruppenspiel gegen AEK Athen am Donnerstag (LIVE ab 19:00 im LAOLA1-Ticker) die Daumen.

„Hoffentlich schaffen sie das. Nachdem sie auswärts eher unglücklich Unentschieden gespielt haben und eigentlich gewinnen hätten können, ist es sicher möglich“, so die Austria-Ikone im Interview mit "bwin".

Die Violetten benötigen einen Sieg, um erstmals in die K.o-Phase aufzusteigen. Allerdings wartet die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink im Europacup seit sieben Heimauftritten auf einen vollen Erfolg.

"Es liegt an den Verletzten"

Fünfmal ging die Austria dabei als Verlierer vom Rasen. Das jüngste Erfolgserlebnis zu Hause ist ein 2:1 gegen Rosenborg Trondheim im Play-off-Hinspiel zur Europa League am 18. August 2016.

Auch national klappte es für die Wiener im Happel-Stadion zuletzt überhaupt nicht. Einem 2:0 gegen Altach am 1. Oktober folgten vier Niederlagen gegen Rapid (Liga, Cup), Mattersburg und die Admira (beide Liga), sowie zuletzt ein Last-Minute-Remis gegen Salzburg.

Prohaska: „Normalerweise darf das keine Ausrede sein, aber in erster Linie liegt es derzeit an den vielen Verletzten, wo man eine absolute Horrorserie erlebt. Da sind zehn Stammspieler verletzt, die mehrheitlich von Spielern aus dem Amateurkader ersetzt werden müssen. Natürlich sind davon schon einige bereit auf höchstem Niveau zu spielen, aber das ersetzt natürlich nicht die Kampfmannschaft.“

"Selbst Bayern oder Barcelona könnten das nicht stemmen"

Österreichs Jahrhundert-Kicker leidet daher mit Trainer Fink mit. „Der Trainer kann für den derzeitigen Misserfolg nichts, er hat ja ehrlicherweise nicht einmal mehr Optionen, weil die Mannschaft sich ja eigentlich von selbst aufstellt. Leider kann man jetzt nur mehr abwarten und hoffen, dass die Verletzten zurückkommen. Die Anhänger interessiert das natürlich weniger, die wollen einfach Siege sehen, aber da kann der Trainer einfach nichts ausrichten. Soviel Verletzte wie die Austria derzeit hat, steckt kein Klub der Welt weg. Selbst Bayern oder Barcelona könnten das nicht stemmen.“

Angesichts der tristen Zuschauerzahlen im Prater fiebert der ehemalige ÖFB-Teamchef schon sehr der im Sommer geplanten Fertigstellung der General Arena entgegen, bricht aber gleichzeitig auch eine Lanze für das Happel-Oval:

„Es ist keine Frage, dass das neue Stadion ein absolutes Schmuckstück wird und sich alle, meine Person inklusive, sehr darauf freuen. Man muss aber auf der anderen Seite froh sein, dass es dieses in die Jahre gekommene Happel-Stadion gibt. Wo hätte die Austria nämlich sonst gespielt? In der Meisterschaft hat man derzeit immerhin einen Schnitt von 6.000 Zuschauern. Zu meiner Zeit, wo wir höchst erfolgreich waren, haben wir oft vor 3.000 Zuschauern gespielt. Man muss natürlich sagen, dass das Happel-Stadion nicht mehr zeitgemäß ist, vor allem, wenn man diese unsägliche Laufbahn bedenkt. Gut, dass die Austria jetzt ein neues Stadion baut, weil das meiner Meinung nach auch ein großer Magnet für die Fans ist. Ich glaube, dass man eine Verdreifachung des Zuschauerschnitts durchaus möglich ist.“

Keine Hoffnung auf Nationalstadion

Die Hoffnung auf ein neues, modernes Stadion für die Nationalmannschaft hat Prohaska hingegen aufgegeben.

„Das bräuchten wir sehr schnell, aber ich glaube, dass es nicht passieren wird. Mich wundert es immer, dass das bei uns nicht klappt, wenn ich mir das neue Stadion in Budapest ansehe. Oder auch die O2-Eishockeyhalle in Prag, die mit jedem NHL-Stadion mithalten kann. Und wir reden lieber davon, dass das Happel-Stadion denkmalgeschützt ist, was uns nicht weiterhilft. Bei der EM 2008 haben wir versäumt ein anständiges Stadion zu bauen, das in weiterer Folge als Heimstadion für die Austria und für Rapid fungieren hätte können.“

Tipp für Holzhauser

Abschließend hat Österreichs Fußball-Legende noch einen Rat für den abwanderungswilligen FAK-Spielmacher Raphael Holzhauser:

„Ich glaube, dass er fußballerisch auf Topniveau ist, aber wenn er in einer höheren Liga spielen will, muss er läuferisch viel mehr leisten. Zusätzlich war der Sager („Was die anderen Leute denken - die können uns am Arsch lecken“) von ihm nicht angebracht. Da muss er froh sein, dass es bei der Austria keinen Joschi Walter (ehemaliger Präsident des FAK, Anm.d.Red.) mehr gibt. Der hätte ihm das nicht durchgehen lassen.“

Textquelle: © LAOLA1.at

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