LASK-Kapitän Trauner: "Überschätzen uns nicht"

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Mit dem Sieg über RB Salzburg ist dem LASK ein perfekter Start in das Frühjahr geglückt. Und schon wartet das nächste Highlight - in Form des Europa-League-Duells mit dem AZ Alkmaar (Donnerstag, 21 Uhr bei DAZN).

LASK-Kapitän Gernot Trauner geht mit Selbstvertrauen an die Aufgabe heran. Denn: "Die ganze Gruppenphase hat bei uns das Bewusstsein geschaffen, was wir imstande sind zu leisten."

Mit dem 3:2-Auswärtserfolg in Salzburg holten sich die Linzer einen weiteren Moralschub. Eine Kampfansage an den Titelverteidiger bleibt aber aus. "Wir überschätzen uns sicher nicht. Die entscheinende Phase kommt nach der Punkteteilung."

CL-Quali gegen Basel als Startschuss

Die Herbstbilanz der Linzer in der Europa League liest sich beeindruckend. Vier Siege, u.a. gegen Sporting Lissabon und PSV Eindhoven, sowie ein Remis stehen in der Europa-League-Gruppenphase zu Buche, zuvor eliminierte die Truppe von Trainer Valerien Ismael in der Champions-League-Quali den FC Basel - ein unschätzbarer Vorteil für die kommende Aufgabe.

"Das war schon gut fürs Selbstvertrauen", bestätigte Trauner, "wenn man weiß, dass man mithalten und teilweise auch spielbestimmend sein kann."

"Haben noch zwei Monate Alkmaar im Kopf gehabt"

Dass mit Alkmaar der nächste Gegner bereits seit Mitte Dezember feststeht, sei ihm "eigentlich ziemlich egal. Wir haben jetzt nicht zwei Monate Alkmaar im Kopf gehabt. Für die Betreuer und das Videostudium ist das aber sicher ein Vorteil."

Seine Einschätzung des aktuellen Tabellenzweiten, sechs Punkte hinter Ajax: "Eine sehr junge Mannschaft, die ich ähnlich wie Eindhoven einschätze. Dass sie nur hinter Ajax liegen, spricht für sich. Sie werden hoch attackieren. Das wird eine große Herausforderung, da müssen wir uns auf die Füße stellen", erklärte Trauner.

"Es ist aber sicher ein Vorteil, dass wir das erste Spiel auswärts haben. Zuhause auf der Gugl ist alles möglich."

Identifikationsfigur? "Freut mich, aber..."

Die Erfolge des LASK in den jüngsten drei Saisonen seit dem Wiederaufstieg sind unweigerlich mit Trauner verbunden, der in der Linzer Akademie ausgebildet wurde und 2017 nach einem fünfjährigen Gastspiel in Ried wieder zurückkehrte.

"Es freut mich natürlich, wenn Leute sagen, dass ich eine Art Identifikationsfigur für den Verein bin. Aber da gehören andere auch dazu", betonte Trauner.

"Nicht der große Entertainer"

Unumstritten ist seine sportliche Stellung, als zentraler Verteidiger schlüpft er quasi in die Feldherrenrolle - und das seit 2017 in großer Konstanz. So fehlte der Gallspacher, sofern nicht gesperrt, nur in acht von 113 Pflichtpartien.

Der zentrale Verteidiger ist in der Dreierkette Taktgeber für die gesamte Mannschaft. Um diese zu dirigieren, benötigt Trauner keine extrovertierte Persönlichkeit. "Ich bin nicht der Entertainer, sondern im Großen und Ganzen eher ein ruhiger Typ", beschrieb er sich selbst.

"Versuche immer mehr zu coachen"

"In meiner Position hast du das Spielfeld vor dir. Ich versuche auch immer mehr zu coachen, da habe ich mich auch persönlich entwickelt", sagte Trauner, der im Oktober 2018 sein erstes und bisher einziges A-Länderspiel für Österreich absolvierte.

Coaching könnte auch nach dem Ende der aktiven Karriere ein Thema für ihn werden: "Ich kann mir das schon vorstellen. Vom Spielverständnis her, würde das passen."

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Textquelle: © LAOLA1/APA

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