Raguz: ECL-Einzug "gibt enormen Boost"

Raguz: ECL-Einzug Foto: © GEPA
 

Es war eine Partie, die nicht mehr auf der Kippe stehen hätte können.

Nach gut 70 Minuten im Rückspiel zwischen dem LASK und dem FC St. Johnstone im Rückspiel des Playoffs zur neugeschaffenen Europa Conference League war beim Stand von 0:0 alles offen, die Partie hätte in jede Richtung kippen können.

Dank Joker-Treffern von Husein Balic und Marko Raguz behielten die Linzer allerdings schlussendlich die Oberhand und zogen mit einem Gesamtscore von 3:1 zum dritten Mal in Folge in eine Europacup-Gruppenphase ein (Spielbericht >>>).

"Der Einzug in die Europa Conference League gibt einen enormen Boost für den Verein", bringt Raguz die Jubelstimmung der Stahltstädter nach dem Kampfsieg in Perth bei "Puls24" auf den Punkt.

Raguz: "Das ist meine Aufgabe"

Für den 23-Jährigen war es der erste Treffer nach seiner langwierigen Kreuzbandverletzung, die er sich im vergangenen Novermber zuzog. Als Schiedsrichter Daniel Siebert nach einer Notbremse von Shaun Rooney gegen Husein Balic auf den Punkt zeigte, war Raguz sofort klar, dass er schießen wird. "In so einem Spiel Verantwortung zu übernehmen, das ist meine Aufgabe. Es hat mich natürlich sehr gefreut, dass ich der Mannschaft heute helfen konnte", so der Oberösterreicher.

Mit dem Sieg über St. Johnstone sorgten die zuletzt kriselnden Linzer nicht nur dafür, dass Österreich zum dritten Mal seit 2009/10 und 2020/21 vierfach im Europacup vertreten ist, sondern sie nahmen auch ordentlich Druck von ihrem Coach Dominik Thalhammer.

Der ehemalige ÖFB-Frauen-Teamchef galt schon vor der Saison als angezählt. Zuletzt konnten die Stahlstädter unter dem Wiener drei Mal in Folge nicht gewinnen und ließen spielerisch vieles vermissen. Öffentlich wurde die Kritik am 50-Jährigen immer lauter.

Thalhammer hofft auf "Motivation für die kommenden Aufgaben"

"Es war wie erwartet ein unglaublich intensives Spiel. Wir haben extrem dagegengehalten und einen super Job gemacht. Aus meiner Sicht sind wir verdient in die Gruppenphase gekommen. Wir sind in der Partie dringeblieben und haben gewusst, dass der Gegner irgendwann nachlassen wird. In den wichtigen Situationen haben wir unsere Chancen verwertet. Das gibt uns viel Motivation für die kommenden Aufgaben", hofft auch Thalhammer auf einen Boost.

Einen solchen könnte auch Husein Balic gebrauchen. Der schnelle Flügelstürmer lief zuletzt seiner Form hinterher und war unter Thalhammer nicht immer die erste Wahl. Als sich kurz vor Anpfiff des Spiels gegen St. Johnstone Alexander Schmidt verletzte, bekam anstelle von Balic der junge Japaner Keito Nakamura seine Chance.

Matchwinner Balic: "Wussten, dass wir mehr Qualität haben"

Diese konnte der 21-Jährige allerdings nicht nutzen, weshalb Balic nach 60 Spielminuten doch ins Spiel kam und prompt zum Matchwinner avancierte. "Es war in der ersten Halbzeit dasselbe Spiel wie im Hinspiel. Wir haben gewusst, dass viele hohe Bälle kommen und wussten aber auch, dass wir mehr Qualität haben, wenn wir den Ball flach halten", schildert der 25-Jährige seine Sicht der Dinge von der Ersatzbank.

Tatsächlich fiel der Führungstreffer des LASK dann auch aus einer flachen Kombination. Peter Michorl bediente Florian Flecker, der aus der Drehung auf Balic ablegte und der Rechtsfuß knallte die Kugel zum 1:0 für die Linzer in die Maschen. "Es war ein Knackpunkt, dass die Null so lange gestanden ist. Nach dem Tor haben sie nicht mehr nachlegen können. Im Endeffekt war es eine harte Partie, in der wir uns durchgesetzt haben", so Balic.

Der LASK wird bei der Auslosung der ersten Europa-Conference-League-Gruppenphase am Freitag (13:30 im LIVE-Ticker) sogar aus Topf eins gelost. Die möglichen Gegner>>>

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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