Remis zwischen Island und Ungarn

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Island muss sich im zweiten Gruppenspiel gegen Ungarn mit einem 1:1 zufrieden geben.

In der ersten Halbzeit dominieren die Ungarn das Spiel, die Isländer sind aber gefährlicher und gehen durch eine harte Elfmeter-Entscheidung in Führung. Gylfi Sigurdsson verlädt Ungarn-Keeper Gabor Kiraly.

In der zweiten Hälfte beschränkt sich die Mannschaft von Coach Lars Lagerbäck hauptsächlich auf Defensiv-Arbeit. Als der Sieg bereits zum Greifen nahe ist, trifft Saevarsson nach Stanglpass ins eigene Tor.

Durch diesen Punkt übernimmt Ungarn zumindest vorübergehend die Tabellenführung in Österreichs Gruppe F.

Schwache Startphase

Während Island mit der identischen Aufstellung vom Portugal-Spiel auftauchte, stellte Ungarn-Coach Bernd Storck im Vergleich zum 2:0 über Österreich auf drei Positionen um - bzw. musste das tun. In der defensiven Viererkette kam Roland Juhasz statt des verletzten Attila Fiola, in der Offensive starteten Zoltan Stieber und Tamas Priskin anstelle von Krisztian Nemeth und Adam Szalai.

Im Duell zweier defensiv orientierter Teams waren es die Ungarn, die versuchten, das Spiel zu machen. Über viel Ballbesitz, einige gefällige Ballstafetten und geblockte Schussversuche kamen die Magyaren aber nicht hinaus.

Elfer bringt Führung

Während sie vor der Pause keinen einzigen Torschuss verzeichneten, waren es die Isländer, die drei Möglichkeiten vorfanden. In der 10. Minute ging ein Kopfball von Jon Dadi Bödvarsson knapp über das Tor, nach einer halben Stunde zeichnete sich Ungarn-Goalie Gabor Kiraly nach einem Abwehrpatzer Tamas Kadars mit einer Fußabwehr gegen Johann Berg Gudmundsson aus.

Dieses Chancenplus der Isländer lieferte kurz vor der Pause immerhin eine kleine Rechtfertigung für die Führung, die freilich auch unter tatkräftiger Hilfe Kiralys zustandekam. Der älteste EM-Teilnehmer aller Zeiten brachte einen harmlosen Eckball nicht unter Kontrolle, der zu Rettung eilende Kadar stoppte Aron Gunnarsson im Strafraum regelwidrig - und Gylfi Sigurdsson schoss vom Elferpunkt locker ein.

Später Ausgleich

Am Bild stark verteidigender Isländer mit Hang zum blitzschnellen Konter und drückender Ungarn änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Vorerst waren es aber neuerlich die Nordmänner, die durch Bödvarsson (57., Fallrückzieher drüber) und Kolbeinn Sigthorsson (60., Kopfball knapp daneben) die besseren Chancen hatten.

Ungarns Angriffsversuche fruchteten auch nach der Einwechslung neuer Offensivkräfte in der 67. Minute (Daniel Böde und Nemanja Nikolic kamen für Stieber und Priskin) nicht. Zwei Freistöße von Balazs Dzsudzsak (66., 75.) und ein ungefährlicher Böde-Weitschuss (71./Halldorsson parierte) blieben vorerst das einzig Zählbare.

Erst kurz vor dem Ende brachte ein Stanglpass von Nikolic die Erlösung: Der zur Rettung heranschlitternde Saevarsson bugsierte den Ball ins eigene Tor.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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