WSG-Coach Silberberger tobt nach Hartberg-Pleite

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Um so richtig viel geht es für die WSG Wattens in den letzten paar Runden der auslaufenden Ersten Liga nicht mehr.

Als Geheimtipp auf den Aufstieg in die Saison gehend stecken die Tiroler aktuell auf Rang sieben der Tabelle fest. Das Aufstiegsrennen ist außer Reichweite, auch mit dem Abstiegskampf, der ohnehin keiner mehr ist (Hier nachlesen!), hat man nichts zu tun.

Da ist auch eine 0:4-Pleite bei Aufstiegskandidat TSV Hartberg (Spielbericht) nicht so tragisch, könnte man meinen. WSG-Coach Thomas Silberberger sieht das aber etwas anders.

"Denen ist es wichtiger, dass sie auf der PlayStation Erfolg haben, als am Rasen", holt der 44-Jährige bei "Sky" zur gnadenlosen Kritik an seiner Mannschaft aus.

"Videoanalyse können wir beim nächsten Mal weglassen"

Besonders sauer stößt dem Langzeit-Übungsleiter der Wattener auf, dass drei der vier Hartberger Tore nach Standards fielen - eigentlich eine ligaweit bekannte Spezialität der Steirer. Gegen Wattens waren es in der laufenden Saison bereits die TSV-Treffer 23 bis 25 nach ruhenden Bällen.

Dabei hätte sich die WSG sogar auf die Standard-Stärke des Überraschungs-Aufsteigers eingestellt. "Ich frage mich, für was wir drei Stunden Videoanalyse machen. Die können wir beim nächsten Mal weglassen, weil schlechter kann man Standards nicht verteidigen", ärgert sich Silberberger über die verschwendete Zeit.

Meusburger ein "Menschenfresser"?

Dass es gerade Stefan Meusburger war, der einen Triplepack nach dreimaliger Hereingabe von Dario Tadic erzielte und als Innenverteidiger bereits bei acht Saisontoren (sieben davon per Kopf) hält, macht die Situation für Silberberger nicht wirklich einfacher zu verdauen. "Wahrscheinlich bin ich selber schuld, wenn ich diese Leblosen auf diesen Menschenfresser loslasse", nimmt sich der Tiroler selbst in die Kritik.

Auf die Frage der Reporterin, ob es für Silberbergers Nerven besser sei, seine harten Worte direkt bei seinen Schützlingen zu deponieren oder das Spiel in Ruhe zu analysieren, meint der ehemalige Bundesliga-Mittelfeldspieler: "Am besten ist es, wenn ich mich jetzt sechs Stunden in den Bus setze und die Goschn halt´."

Es dürfte schon angenehmere Heimreisen von Auswärtsspielen bei Wattens gegeben haben.

VIDEO - Meusburger-Hattrick gegen Wattens:

Textquelle: © LAOLA1.at

TSV Hartberg lässt sich von Wattens nicht bremsen

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