Wacker Innsbruck: Aufstieg "brutal wichtig"

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Nach dem Titel in der Ersten Liga, ist vor dem Kampf um den Klassenerhalt. Diese Devise gilt dieser Tage in Innsbruck. "Wir können uns heute freuen, aber dann geht die Arbeit wieder hart weiter", sagt Sportdirektor Alfred Hörtnagl nach der 0:2-Niederlage gegen den FAC bei "Sky".

"Wir freuen uns einfach, dass uns dieser Schritt gelungen ist. Wenn wir dieses Spiel wegnehmen, dann war das eine grandiose Saison."

Trainer Karl Daxbacher mahnt zur Bescheidenheit, denn der harte Kampf in der Bundesliga muss mit einem geringen Budget in Angriff genommen werden.

"Der arbeitet Tag und Nacht"

Erfolgstrainer Karl Daxbacher, der bereits seinen dritten Meistertitel in der Ersten Liga feiert, tritt auf die Euphoriebremse. "Ich will nicht, dass die Bäume in den Himmel wachsen. Jetzt sollten wir mal ankommen in der Bundesliga und schauen, dass wir eine schlagkräftige Truppe zusammenbringen."

Das Ziel für die erste Saison in der neuen Zwölfer-Liga ist schnell formuliert: "Das erste Ziel muss sein, die Klasse zu halten."

Daxbacher ist 65 Jahre alt und noch kein bisschen müde. Ob Innsbruck seine letzte Trainerstation ist, kann der gebürtige Niederösterreicher "nicht sagen". Ankündigungen zu einem etwaigen Karriereende darf man von ihm keine erwarten. "Das kennt man ja. Haben viele gemacht und dann ist es doch nicht so gekommen."

Für Erfolg braucht es laut dem Trainer "ein glückliches Händchen von Ali Hörtnagl". Der Sportdirektor habe "gute Beziehungen in jede Richtung". Auch die Arbeitsmoral des Tirolers lobt Daxbacher. "Der arbeitet rund um die Uhr mit geringen finanziellen Mitteln, um gute Spieler zu bekommen."

Der angesprochene Sportdirektor zieht erfreut Bilanz. "Nach einer gewissen Findungsphase ist die Mannschaft immer mehr zusammengewachsen. Das Team hat richtig gute, stabile Leistungen gebracht, die Siege eingefahren, viele Punkte gesammelt. In der Rückrunde waren wir einfach sehr stark, sind Seriensieger, souverän aufgestiegen, Meister geworden. Deswegen ist es einfach eine besondere Saison."

Doch nicht nur sportlich ist der Aufstieg wichtig für den gesamten Verein. Hörtnagl streicht die Wichtigkeit für den Fortbestand des Vereins hervor. "Es ist aber auch eine besondere Saison für uns, weil es für uns brutal wichtig war. Es war wichtig in diesem Jahr aufzusteigen, weil sonst keiner gewusst hätte, wie es wirklich weitergeht. Deswegen sind wir alle froh und in gewissem Maße stolz, dass dieser Schritt gelungen ist".

VIDEO - Die Highlights der Innsbrucker Niederlage:

(Artikel wird unterhalb fortgesetzt)



Hörtnagl dankbar aber fokussiert

Der Sportdirektor weiß, dass der Erfolg viele Väter hat, bedankt sich daher nicht nur bei der Mannschaft, "die als Einheit marschiert" sei. "Unseren Präsidenten Gerhard Stocker, der in einer schwierigen Saison dieses Amt übernommen hat, kann man gar nicht genug hervorheben", führt Daxbacher an und ergänzt: "Der ganze Vorstand, Trainerteam, Betreuerstab, allen voran unser Trainer Karl Daxbacher haben hervorragende Leistungen abgerufen. Wir waren da zusammen eine Einheit, das hat man gesehen, das hat man gespürt."

Das Publikum, das zuletzt wieder vermehrt auf den Tivoli gefunden hat, findet Erwähnung. "Auch die Fans sind das ganze Jahr voll hinter der Mannschaft gestanden. Ich denke, dass es ganz schöne Momente sind und die nehmen wir sehr, sehr gerne mit und freuen uns einfach sehr."

Doch Hörtnagl blickt schon in die Zukunft. "Ich denke, dass es bei uns in Innsbruck und in Tirol sehr wichtig ist, dass wir die Rahmenbedigungen schaffen, dass nachhaltiger, erfolgreicher Profi-Fußball geboten werden kann", sagt der 51-Jährige.

Den Aufstieg sieht Hörtnagl als "Chance, um zentrale Themen anzupacken". Diese seien unter anderem das Thema "Heimat im Stadion" und das Ausbilden junger Spieler.

Entscheidung um Jamnig naht

In jeder Meistermannschaft gibt es Spieler, die das Interesse anderer Klubs wecken. Ein solcher ist Florian Jamnig, dem ein bevorstehendes Engagement beim LASK nachgesagt wird. "Es ist kein Geheimnis, das Interesse besteht, es gibt aber auch Interesse für andere Spieler. Das zeigt auch, dass wir eine gute Saison gespielt haben", sagt der Sportdirektor. "Was Jamnig betrifft, werden wir sehen. Es ist nichts unterschrieben, daher kann man keinen Vollzug vermelden. Es wird nächste Gespräche geben und die nächsten ein, zwei Wochen werden eine Entscheidung bringen."


LAOLA1 on Air - der Sport-Podcast: Das Experiment 2. Liga

In der 7. Ausgabe widmen wir uns den kontroversen Dikussionen rund um die neue Sechzehner-Liga in der zweiten Leistungsstufe. Es diskutieren u.a. Ferdinand Feldhofer (Lafnitz), Alfred Hörtnagl (Wacker Innsbruck) und Matthias Dielacher vom GAK.


Textquelle: © LAOLA1.at

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