Ried: "Wir haben richtig Scheiße gebaut"

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Der höchste Sieg in der eigenen Erste-Liga-Geschichte, ein 7:1 über den Kapfenberger SV, war für die SV Ried nicht genug, um den letzten Aufstiegs-Strohhalm noch zu erklammern. Die Innviertler schließen die Saison mit einem Punkt Rückstand auf den SC Wiener Neustadt als undankbarer Vierter ab.

Das Feuerwerk am letzten Spieltag in allen Ehren, war dementsprechend trotzdem niemandem zum Feiern zumute. "Wir haben richtig, richtig Scheiße gebaut. Jetzt heißt es: wieder aufstehen und schauen, was nächste Saison kommt", fasst Manuel Kerhe die Saison bei "Sky" knapp zusammen.

Zur Hälfte der Saison stand man noch plangemäß an der Spitze der Tabelle. Mit einem katastrophalen Start ins Frühjahr verabschiedete man sich aber rasant aus den Aufstiegsplätzen, auch ein Trainerwechsel von Lassaad Chabbi zu Thomas Weissenböck konnte keine Wende mehr erzwingen.

Ein Deja-vu für den Kapitän

Schlechte Erinnerungen an die letzte Saison kamen bei Kapitän Thomas Gebauer hoch. Vor einem Jahr musste man den Abstieg aus der Bundesliga hinnehmen.

"Es ist wieder ein richtig bitterer Moment. Heute stehen wir wieder mit hängenden Köpfen da. Nach einem Jahr, das mit Sicherheit nicht leicht war für uns. Wo wir, von oben herab bis zum untersten, Fehler gemacht haben. Wir haben es als Mannschaft einfach nicht verstanden, Konstanz reinzubringen", sagt der Torhüter.

"Wir haben es heute nicht mehr selbst in der Hand gehabt, da ging es vielleicht einen Tick leichter. Gegen einen Gegner, bei dem es um nichts mehr ging. Bei uns hat man aber trotzdem gemerkt, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Das haben wir von Anfang an gezeigt, aber es war einfach zu spät."

Für eine komplette Analyse der begangenen Fehler sei es noch zu früh. "Es sind viele Kleinigkeiten, die sich gehäuft haben."

Keine Erklärung beim Fünffach-Torschützen

Auch der Mann des Tages, Thomas Mayer, konnte trotz seiner fünf Tore keine freundliche Miene ziehen. "Das Ziel war, dass wir aufsteigen und nicht, dass ich fünf Tore schieße."

Woher seine plötzliche Leistungsexplosion - vor der letzten Runde hatte er zwei Saisontore zu Buche stehen - kam, konnte sich der 22-Jährige selbst nicht ganz erklären: "Ich habe auf einer Position gespielt, auf der ich noch nie gespielt habe, war sonst eher am Flügel und heute im Zentrum. Aber im Endeffekt helfen mir die fünf Tore auch nicht viel."

Auch für Marcel Ziegl war klar: "Ich glaube, es hat noch nie ein 7:1 so weh getan."


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