Schinkels? Gludovatz sagt SV Ried ab

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Gespannt wird beobachtet, welchen neuen Trainer die SV Ried am Dienstag - wie angekündigt - aus dem Hut zaubern will.

Zuletzt sickerte durch, dass Frenkie Schinkels, Sportchef des Kremser SC, eine von zwei Möglichkeiten darstellen soll.

Allerdings galt Schinkels als Außenseiter, sollte das Erfolgsduo Paul Gludovatz und Gerhard Schweitzer zurückkehren. Der ehemalige Erfolgscoach schließt eine Rückkehr gegenüber den "OÖN" nun aus:

"Ich werde nicht Trainer der SV Ried. Es fällt mir nicht leicht."

"Aber diesmal hat der Verstand über das Herz gesiegt", so der Burgenländer.

Dass er kontaktiert wurde, ist Tatsache. Den Entscheidungsprozess beschreibt er folgendermaßen:

"Ich habe noch in der Nacht zahlreiche Telefonate auch mit Gerhard Schweitzer geführt. Wir haben alle Pro und Contra abgewogen. Es gab zu viele Punkte, die diesmal nicht gepasst hätten."

Ried hat zu spät reagiert

Einige Stunden später erklärt Gludovatz gegenüber der Zeitung auch genau, warum er sich letztlich zu einer Absage entschieden hat.

"Ried hat zu lange gewartet. Ich hätte mir ehrlich gesagt in der Länderspielpause einen Anruf erwartet. Der ist leider nicht gekommen. Damals wäre es noch eher möglich gewesen, etwas zu bewegen", sagt er - der passende Zeitpunkt wäre also vor einem Monat, Mitte März gewesen.

"Jetzt sind nur noch acht Runden zu spielen. wir haben nicht einmal mehr eine Partie gegen unseren wichtigsten Kontrahenten Wr. Neustadt. Das ist einfach zu spät."

Entmachtung von Schiemer durch Gludovatz

Gludovatz ist mittlerweile 71 Jahre alt und seit Mai 2016 nicht mehr im Geschäft.

Dem Vernehmen nach durfte der Burgenländer selbst entscheiden, ob er sich das zutraut oder nicht - ein "Ja" hätte für große Veränderungen im Verein gesorgt.

Denn die Installierung von Gludovatz hätte die komplette sportliche Entmachtung des nunmehrigen Sportdirektors Fränky Schiemer bedeutet.

Zudem ging Gludovatz im Mai 2016 nicht unbedingt in Frieden. Damals erklärte er seinen Rücktritt, weil hinter seinem Rücken mit anderen Trainern gesprochen wurde, das Vertrauen scheinbar nicht mehr vorhanden war.

Deshalb hätte sich diesmal alles geändert, da Gludovatz/Schweitzer das Kommando über alle wichtigen Entscheidungen übernommen hätten. Zudem soll der Aufstieg geschafft werden, eine Eingewöhnungsphase wäre nicht möglich gewesen.

Oder doch Schinkels?

Dass Frenkie Schinkels ein Kandidat bei Ried sein soll, hat viele Reaktionen und auch Kritik ausgelöst.

Laut "OÖN" wäre der große Unterschied bei ihm, dass der Einfluss der sportlichen Spitze größer bleiben würde und nicht wie bei Gludovatz alle Entscheidungen über ihn laufen würden.

Durch die Absage von Gludovatz rückt Schinkels nun wieder ins Rampenlicht, wenn die Innviertler nicht doch noch einen neuen Namen aus dem Hut zaubern.


Textquelle: © LAOLA1.at

Wird Frenkie Schinkels neuer Trainer der SV Ried?

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