FC Wacker fehlten im Dezember rund 300.000 Euro

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Die finanzielle Lage beim FC Wacker Innsbruck scheint prekär.

Wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet, fehlten dem Erste-Liga-Klub im Dezember 2016 rund 300.000 Euro. Notwendige Zahlungen konnten ohne neue Zuschüsse nicht mehr bedient werden.

Aus diesem Grund verwendete man eine Nachwuchsförderung des Landes in Höhe von 250.000 Euro als Zahlungssicherheit für die Hausbank Hypo, die daraufhin eine Finanzierung sicherstellte.

Das Land Tirol fordert nach einer Prüfung der Rechtsabteilung vom Verein eine Bestätigung, dass die ausschließlich für den Nachwuchs vorgesehen Gelder auch tatsächlich dort ankommen.

Vorgriff auf Sponsorgelder abgelehnt

Nur durch ein Vorziehen von Sponsorbeiträgen könne der Innsbrucker Verein ein jährliches Loch von 250.000 bis 500.000 Euro stopfen. Bis Jahresende 2016 hätten der geringe Zuschauerzuspruch, Fehleinkäufe und nicht zuletzt Trainerwechsel die Lage zusehends verschärft.

Mit einem 18-Monats-Budget wollte Wacker die Sponsoren und die Bank erneut von einem weiteren Vorgriff auf zugesagte Sponsorgelder für die übernächste Saison 2018/19 bzw. von einer zusätzlichen finanziellen Unterstützung (insgesamt kolportierte 340.000 Euro) überzeugen.

Beschwerde-Brief an den Landeshauptmann

Dies wurde abgelehnt woraufhin Vizepräsident Andreas Perger und seine Vorstands-Kollegen einen Beschwerdebrief an den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (VP) und Sportreferent LHStv. Josef Geisler (VP) schickten.

Darin klagte man darüber, dass man sich "die Vereinspolitik nicht länger von außenstehenden Personen diktieren" lassen wolle. Zudem kündigt der Vorstand darin eine außerordentliche Generalversammlung Ende Jänner an, zu der man sich zu gezwungen sehe.

"Wir sehen es als unsere Pflicht an, die Generalversammlung umfassend über die finanzielle Situation sowie die Ereignisse [...] zu informieren", ist zu lesen.

Jährlich wird der FC Wacker, so die "TT", mit rund 730.000 Euro von der öffentlichen Hand subventioniert. Landesnahe Unternehmen steuern weitere 1,7 Millionen zum Budget bei.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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