Relegation: Wr. Neustadt legt Protest ein

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Der SC Wiener Neustadt legt Protest gegen das Ergebnis der Bundesliga-Relegation ein. Das bestätigt die Bundesliga in einer Aussendung am Dienstag.

"Wiener Neustadt hat Einspruch gegen die Beglaubigung der Relegation eingelegt. Der Senat 1 eröffnet das entsprechende Verfahren", wird Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer im "Kurier" zitiert.

Grund dafür ist der Einsatz von St. Pölten-Spieler David Atanga, der in dieser Saison zuvor bereits für Liefering und Salzburg im Einsatz war. Laut FIFA-Regulativ dürfen Spieler zwar bei drei Vereinen registriert sein, aber nur für zwei auflaufen.

Zwar einigte sich die Bundesliga auf die Kooperationsspieler-Relegung, die es möglich macht, für mehr als zwei Klubs pro Saison zu spielen, im Fall einer Klage könnte aber die FIFA-Regel zum Tragen kommen.

"Es gibt in Österreich seit den 90ern diese Regelung für Kooperationsspieler, also länger als die FIFA-Beschränkung. Sie hat aus Sicht der Liga und der Vereine immer Sinn gemacht, um jungen Spielern mehr Einsatzmöglichkeiten zu bieten", so Ebenbauer. "Ein Wechsel als Kooperationsspieler wurde nie als Transfer gewertet. Das wurde von den Klubs so gewünscht. Als Bundesliga haben wir aber auch darauf hingewiesen, dass so ein Fall aus FIFA-Sicht anders beurteilt werden könnte."

Wochenlanger Instanzenweg zu befürchten

Wird dem Protest stattgegeben, würde das Rückspiel wohl mit 0:3 strafverifiziert. Damit hätte Wr. Neustadt das Relegationsduell mit einem Gesamtscore von 3:2 gewonnen und würde in die Bundesliga aufsteigen, St. Pölten müsste in die neue 2. Liga.

Es ist davon auszugehen, dass die Entscheidungsfindung Wochen benötigt. Zunächst entscheidet der Senat 1 der Bundesliga, in zweiter Instanz das Protestkomitee. Die letzte Instanz ist wie bei der Lizenz das Ständig Neutrale Schiedsgericht.

Die neue Saison der 2. Liga startet am 27. Juli, jene der Bundesliga am 28./29. Juli.

St. Pölten "völlig überrascht"

"Der SKN wird nun vom Senat 1 zur Stellungnahme aufgefordert, um in weiterer Folge den Antrag von Wiener Neustadt zu behandeln", heißt es vonseiten der Bundesliga.

St. Pölten zeigt sich vom Protest "völlig überrascht". "Dies, zumal der Klub (Wr. Neustadt, Anm.) in diesem Frühjahr ja selbst von den Regeln der Bundesliga profitiert hat, die es zulassen, dass ein Spieler in Österreich in einer Saison auch bei drei Vereinen zum Einsatz kommt. Jetzt genau das ins Spiel zu bringen, verwundert doch ziemlich. Noch dazu wurde den Wiener Neustädtern die Lizenz nur erteilt, weil wir uns sehr kooperativ gezeigt und ihnen für die Wintermonate die NV Arena als Ausweichstadion zur Verfügung gestellt haben. Wir sind der Überzeugung, rechtens gehandelt zu haben und deshalb unser sportlich erreichter Klassenerhalt bestätigt wird", sagt General Manager Andreas Blumauer.

Textquelle: © LAOLA1.at

Ein Spiel Sperre für Wiener Neustadts Kienast

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