Bundesliga-Reform: Fördertopf halbiert

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Im Zuge der Bundesliga-Reform wird ab 2018 auch die Verteilung der TV-Gelder neu strukturiert.

Die neue zweite Liga wird nach Inkrafttreten der Reform laut Berichten von "90minuten.at" dann statt bisher 4,6 Millionen Euro nur mehr 2,3 Millionen Euro - also die Hälfte - erhalten.

Im Gegenzug sollen die Klubs aber keine Vermarktungsrechte mehr abtreten müssen. In puncto Fernsehenrechte soll es den 16 Vereinen offenstehen, eigene Verträge abzuschließen.

Der neue Rahmenvertrag wird nach Ablauf des aktuellen TV-Kontrakts vor der Saison 2018/19 abgeschlossen.

Fixbetrag statt prozentuelle Aufteilung

Laut Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer wird die neue zweite Liga von ÖFB und Bundesliga mit einem Fixbetrag statt wie bisher einem Prozentsatz der TV-Einnahmen gefördert.

„Insgesamt wird die neue zweite Liga von ÖFB und Bundesliga mit einem Fixbetrag von 3,3 Mio. Euro pro Jahr gefördert. Davon muss man noch die administrativen Kosten wie Schiedsrichter, etc. abziehen. Schlussendlich bleiben mindestens 2,3 Mio. Euro über, die auf die Klubs der neuen zweiten Liga verteilt werden", wird Ebenbauer zitiert.

Bisher werden rund 22 Prozent, umgerechnet etwa 4,6 Millionen Euro der gesamten TV-Erlöse an die zehn Erste-Liga-Vereine ausbezahlt. Der Rest geht aktuell zu 66% an die Bundesliga-Klubs (ca 14 Mio. gesamt bzw. 1,4 Mio. Euro pro Verein) und zu 12% an die Bundesliga-Geschäftsstelle zur Deckung der Administration.

Mehr Geld für Bundesliga, weniger für zweite Liga

Die Bundesliga-Klubs sollen künftig hingegen mehr Geld aus dem TV-Topf erhalten, nämlich rund 17 Millionen Euro. Diese Summe muss nach der Reform allerdings auf zwölf statt bisher zehn Vereine aufgeteilt werden. Vorteil für die höchste Spielklasse: Sollte die Einnahmen aus dem TV-Topf steigen, steigen auch die Einnahmen für die Bundesliga-Vereine, der Fixbetrag für die zweite Liga bleibt jedoch gleich.

Eine weitere Neuerung für die zweite Liga ist, dass die Mittelvergabe drei gedeckelte Töpfe umfasst. Ein Drittel ist ein Fixbetrag pro Klub, das zweite Drittel ist für den Einsatz für junge Österreicher (U22) vorgesehen, das dritte Drittel beschränkt sich auf jene Klubs, die die Lizenzkriterien für die oberste Spielklasse erfüllen. Amateurklubs sind von allen Fördertöpfen ausgeschlossen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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