2. Liga: Positive Tendenz und eine Gefahr

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Gibt es für die ab der Saison 2018/19 mit 16 Vereinen geplante 2. Liga genügend Bewerber?

Geht es nach Christian Ebenbauer, ist die Tendenz positiv - es gilt jedoch die Frist für Zulassunganträge bis zum 15. März abzuwarten.

"Wenn sich jeder, der will, auch bewerben könnte, ist die Tendenz, dass wir weit über 16 Klubs haben würden", erklärt der Bundesliga-Vorstand in der "Sky"-Sendung "Talk und Tore" und rechnet vor:

"Wir haben von elf Vereinen die Jahresabschlüsse erhalten, da sind die potenziellen Amateur-Teams noch nicht enthalten. Acht Mannschaften benötigen wir zur Aufstockung für die Sechzehner-Liga in der zweiten Spielklasse."

Im schlimmsten Fall nur 15 Klubs?

Die größte, allerdings im Entscheidungsprozess erwartete Problematik ist laut Ebenbauer das Thema Westen, da sich die Vereine aus dieser Region aufgrund der Topografie am schwersten tun würden.

Die durschnittliche Distanz zwischen den Vereinen in der Regionalliga Ost würde derzeit nicht einmal 100 Kilometer betragen, in den Regionalligen Mitte und Westen sei diese höher. Der durchschnittliche Mehraufwand pro Klub pro Spiel würde 100 Kilometer betragen.

"Dazu kommt die von den Landesverbänden beschlossene Einschränkung, dass aus jeder Regionalliga maximal drei Vereine aufsteigen dürfen. Das ist im Prinzip eine regulatorische Maßnahme, die aus meiner Sicht die größte Gefahr birgt, dass man im schlimmsten Fall vielleicht nur 15 Klubs hat. Aber unter 15 Klubs werden es aus meiner Sicht nie sein. Ich gehe aber immer noch davon aus, dass wir auf jeden Fall 16 haben werden - trotz dieser Entscheidung der Landesverbände", erklärt Ebenbauer.

Pangl skeptisch

Georg Pangl, sein Vorgänger als Bundesliga-Vorstand, betrachtet die Reform vor allem aufgrund der zweiten Leistungsstufe skeptisch: "Die Klubs haben es beschlossen, und man weiß, was man beschlossen hat. Für mich ist es leicht verantwortungslos. Aber das ist eine Meinung aus 1000 Kilometern Entfernung, es steht mir nicht zu, da großartig zu urteilen. Christian macht mit seinem Team eine tolle Arbeit."

Dass die neue zweite Liga ob der zu erwartenden Leistungsunterschiede funktionieren wird, bezweifelt der Burgenländer dennoch: "Die Frage lautet für mich: Amateure trainieren vier Mal in der Woche, Liefering vielleicht sogar zwei Mal am Tag, dazwischen sind Halbamateure - wie soll da irgendwie ein halbwegs akzeptabler sportlicher Wettkampf entstehen?"

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