Mit jüngeren Spielern in die Bundesliga?

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Karl Daxbacher weiß bekanntlich, wie es geht, aufzusteigen.

Den LASK führte der 64-Jährige etwa 2007 in die Bundesliga und 2014 in die Erste Liga. 2016 stieg der Trainer zuletzt mit dem SKN St. Pölten in die Bundesliga auf - inklusive Punkterekord.

Nun soll er das in dieser Saison mit Wacker schaffen - unter veränderten Vorzeichen als bei seiner Verpflichtung im vergangenen Winter.

"Es sind 14 Spieler weg, wir haben junge Spieler heraufgeholt und den einen oder anderen dazubekommen", schildert Daxbacher im Gespräch mit LAOLA1 und gibt eine Meisterschafts-Prognose ab.

Spielt Ried die Rolle des LASK?

"Ried ist klarer Favorit und kann vielleicht die Rolle des LASK in der vergangenen Saison einnehmen. Dahinter ist vieles möglich. Wir hoffen, um Platz zwei mitzuspielen und in die Bundesliga aufzusteigen. Innsbruck braucht das und auch der österreichische Fußball kann Wacker sehr gut in der Bundesliga brauchen."

Die ersten beiden Mannschaften steigen nach dieser Saison fix in die Zwölferliga (ab 2018) auf, der Dritte spielt gegen das Bundesliga-Schlusslicht Relegation. Am Freitag (18:30 Uhr) gastieren die Innsbrucker zum Auftakt der neuen Saison bei Blau-Weiß Linz.

Nach dem mühevolleren Aufstieg im Cup (4:1 nach Verlängerung bei Vorwärts Steyr) ist es Spiel zwei ohne Patrik Eler. Der beste Spieler und Torschützenkönig (24 Tore) der abgelaufenen Erste-Liga-Saison verließ - wie zu erwarten war - den Verein.

Zugänge Abgänge
Zlatko Dedic (Paderborn) Patrik Eler (Nancy)
Daniele Gabriele (Stuttgart II) Pascal Grünwald (Wattens)
Albert Vallci (SV Horn) Marco Hesina (Kufstein)
Martin Harrer (SCR Altach) Julian Weiskopf (Kufstein)
Matthias Maak (SönderjyskE) Christoph Kobleder (A. Lustenau)
Christopher Knett (A. Lustenau) Jürgen Säumel (Ziel unbekannt)
Stefan Rakowitz (Wr. Neustadt) Alexander Hauser (SK St. Johann)
Lukas Hupfauf (Wacker II) Alexander Gründler (Wr. Neustadt)
Jeffrey Egbe (Wacker II) Andreas Hölzl (Kitzbühel)
Florian Rieder (Wacker II) Claudio Holenstein (SC Brühl)
Stefan Pribanovic (Wacker II Sebastian Siller (Kundl)
Okan Yilmaz (Wacker II) Michael Augustin (Telfs)
Raphael Galle (Wacker II) Ante Roguljic (Leihe/Ende)
Philipp Riegler (Wacker II) Felipe Dorta (Juniors OÖ/Ende)
Michael Augustin (Schwaz)

"Er hat vor allem im Frühjahr (14 Tore) eine fantastische Saison gespielt und Vereine auf sich aufmerksam gemacht. Letzten Endes haben wir dem Werben des französischen Vereins (Nancy, Anm.) nachgegeben", erklärt Daxbacher, dessen Verein kolportierte 610.000 Euro Ablöse kassiert haben soll.

Der Ersatz für den 26-jährigen Slowenen heißt Zlatko Dedic (32), der ablösefrei aus der 3. Liga von Paderborn kam und 48 Mal für Slowenien auflief. In der vergangenen Saison erzielte der 32-Jährige immerhin sieben Treffer in 31 Liga-Partien.

"Wir hoffen, dass er Eler ersetzen kann", weiß Daxbacher, wie riesig die Fußstapfen sind und macht dem Routinier keinen Druck.

Die Routiniers sind weg

Es müssen auch andere in die Bresche springen, zumal andere zuvor ausgelassen haben. Daxbacher: "Wir hatten erfahrene Spieler, aber die haben die Erwartungen nicht erfüllt, sprich den Aufstieg nicht geschafft."

Deswegen trennten sich die Innsbrucker von den Routiniers wie Andreas Hölzl (32), Jürgen Säumel (32) oder auch Kapitän Alexander Hauser (33).

"Wir haben auch schon gegen Ende der Saison auf die Jugend gesetzt und diesen Weg sind wir nun weitergegangen", schildert Daxbacher, der neun seiner bisherigen 17 Spiele gewinnen konnte und zwei Remis auf dem Konto hat.

Mit jungen Spielern a la Michael Lercher (21), Dominik Baumgartner (21), Florian Rieder (21) oder Okan Yilmaz (19) - die beiden Letzteren trafen als Joker in Steyr - soll der Aufstieg gelingen. Weil sie den vielleicht auch mehr wollen.

"Sie bringen Begeisterung mit, sind hungrig nach Erfolg", erhofft sich Daxbacher, der auch erfahrene Erste-Liga-Spieler im Team hat (Christopher Knett, Michael Schimpelsberger, Harald Pichler, Christoph Freitag), einen neuen Tiroler Teamgeist.

Auch Daxbacher will pressen

Das Motto lautet: Hauptsache erfolgreich spielen.

"Wir haben mit St. Pölten 13 Mal mit einem Tor Vorsprung gewonnen, das war dann Punkterekord", hat für Daxbacher das schöne Spiel in dieser Saison vielleicht nicht ganz so viel Platz. Das in den vergangenen Jahren allseits etablierte Pressing will Daxbacher, der nicht gerade als progressiver Trainer gilt, auch bei seiner Mannschaft entwickeln.

"Das ist von meiner Seite ein Anliegen, hier in der Offensive noch besser und noch aggressiver zu spielen", gibt Daxbacher die Marschroute vor.

So soll nach vier Saisonen die Rückkehr in die Bundesliga gelingen - der Experte muss es wissen, wie es geht.

Karl Daxbacher über die Fans:

Textquelle: © LAOLA1.at

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