LASK: Oliver Glasners großer Triumph

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Der LASK steht endgültig vor der Rückkehr in die Bundesliga.

Nach dem 2:0 gegen Austria Lustenau, dem direkten Aufstiegskonkurrenten, beträgt der Vorsprung in der Ersten Liga acht Runden vor Schluss 19 Punkte.

„Es braucht schon ein riesiges Wunder, dass hier noch etwas passieren kann“, weiß Rene Gartler.

Vor einem Jahr scheiterte der LASK noch an St. Pölten, nun werden die Linzer umso überzeugender aufsteigen.

Trainer Oliver Glasner: „Wir haben aus einem Nicht-Aufstieg das Beste gemacht.“

Kontinuität zahlt sich aus

Vor elf Monaten verlor der LASK in St. Pölten 2:3 und musste die Aufstiegshoffnungen begraben.

Die Enttäuschung nach der Niederlage gegen den direkten Rivalen um den Einzug ins Oberhaus war enorm, zumal am Ende starke 72 Punkte nicht reichen.

„Wir haben aber aus den Fehlern vergangenes Jahr gelernt, wir haben am Teamgeist noch mehr gearbeitet. Qualität hatten wir auch vergangenes Jahr, es war ein guter Lernprozess. Umso mehr freuen wir uns jetzt. Wir mussten hart arbeiten, das hat uns gut getan.“

Kapitän Pavao Pervan sprach die Quintessenz nach dem Aufstiegs-Stück an und lobt auch die Vereinsführung, die 2016 auf Kontinuität setzte. Die zahlt sich in dieser Saison vollends aus.

Lob für die Vereinsführung

„Hut ab vor der Vereinsführung, die sich nicht aus der Ruhe hat bringen lassen.“

So sieht es auch Glasner, aber nicht nur: „Kontinuität, Akribie, Hartnäckigkeit, Zusammenhalt – es gibt viele Attribute, die die Mannschaft auszeichnen. Manuel Kerhe hat etwa 2017 erstmals von Beginn an gespielt und erzielt zwei Tore. Die Spieler stellen sich in den Dienst der Mannschaft.“

Pervan unterstreicht das: „Es ist nicht leicht, eine Mannschaft mit so viel individueller Qualität bei Laune zu halten. Das kann nur ein guter Trainer und das ist unser Trainer. Er hat es sich verdient."

Glasner hat es Kritikern gezeigt

Nach dem 2:0 gegen Lustenau und dem ausgelassenen Jubel gab es auch „Oliver Glasner“-Sprechchöre im Paschinger Waldstadion. Die gab es vorher noch nie.

Also keine Selbstverständlichkeit. Das Rieder Urgestein musste sich in Linz beweisen und nach dem verpassten Aufstieg vor einem Jahr, hat es der 42-Jährige auch all seinen Kritikern gezeigt.

Selbst gibt sich Glasner bescheiden: „Ich empfinde keine Genugtuung, ich freue mich für die Mannschaft, die Betreuer, die Fans und den Verein, der uns beste Bedingungen schafft. Es ist viel Arbeit investiert worden und wenn ich dann das Lächeln sehe, dann ist das einfach mein Antrieb.“

Der aktuelle LASK-Coach hat nach Karl Daxbacher (Ära II, Regionalliga und Erste Liga: 2,20) den zweitbesten Punkteschnitt aller Linzer Trainer in der Vereinsgeschichte (2,14/Minimum 50 Spiele).

Zudem rechtfertigte er den 2015 erhaltenen Vierjahres-Vertrag.

Erinnerungen an Roger Schmidt

Glasner erinnert an seinen einstigen Vorgesetzten aus Salzburger Zeiten, Roger Schmidt. Auch in der Hinsicht, sich stets verbessern zu wollen und eine hungrige Mannschaft geformt zu haben.

„Unser Antrieb ist, besser zu werden. Da gibt es genügend zu tun. Wir können nicht sagen, wenn wir aufgestiegen sind, das war es und lehnen uns zurück. Dann geht es erst richtig los.“

Immer weiter, immer besser werden. Glasner regte sich bei 1:0-Führung fürchterlich über die riesige Ausgleichs-Chance von Lustenaus Bruno auf. Zumal der LASK zuvor eine Ecke hatte.

„So ging es uns auch in Kapfenberg. Ein Trainer vergisst nicht schnell“, so Glasner, dessen Co-Trainer Michael Angerschmid schon am Nachmittag vor dem Lustenau-Spiel weiterarbeitete.

LASK-Aufstieg am Dienstag fix?

„Wir sind schon wieder fokussiert, Michael Angerschmid hat heute wieder Blau-Weiß analysiert“, erzählt Glasner, der bei seinen Spielern auch etwas Erleichterung ansah.

„Heute hat man gemerkt, dass erstmals von den Spielern auch etwas runtergefallen ist.“

Sollte der LASK am Montag das Linzer Derby bei Blau-Weiß gewinnen und Lustenau am Dienstag in Horn verlieren, sind die Linzer nach sechs Jahren Pause endgültig zurück in der Bundesliga.

Glasner: „Wir wollen den letzten halben Schritt auch noch gehen und werden ihn auch bestimmt gehen. Dieses Selbstvertrauen haben wir. Die Mannschaft ist sehr konzentriert und sehr kompakt.“

Zwölf Siege in 13 Liga-Spielen sprechen eine eindeutige Sprache – der LASK ist Bundesliga-reif.

Textquelle: © LAOLA1.at

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