Deutschland und Chile komplettieren Halbfinale

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Deutschland sichert sich zum Abschluss der Confed-Cup-Gruppenphase den Sieg in Gruppe B. Die junge DFB-Truppe schlägt Kamerun 3:1.

Nach einer torlosen ersten Hälfte sorgen Nationalelf-Premierentore von Demirbay (48.) und Werner (66., 81.) für den Sieg. Altach-Legionär Ngamaleu sorgt beim Anschluss durch Aboubakar (78.) für die Vorarbeit. Mabouka fliegt auf Seiten Kameruns nach einem Foul an Can und Videobeweis (64.) vom Platz.

Auch Chile steht nach einem 1:1 gegen Australien im Halbfinale.

Troisi (42.) bringt den Außenseiter sogar in Führung, aber Rodriguez (68.) sorgt für den Ausgleich. Sanchez (70.) setzt einen Kopfball neben das leere Tor, auch MacLaren (73.) hat auf der Gegenseite eine klare Chance zur Entscheidung, die aber schließlich ausbleibt.

Damit trifft am Mittwoch Portugal auf Chile (20:00 MESZ in Kazan), am Donnerstag folgt mit Deutschland gegen Mexiko (20:00 MESZ in Sotschi) das zweite Confed-Cup-Halbfinale.

Ein Jubiläum für Jogi Löw

Gegen Kamerun beschert sein Perspektivteam Joachim Löw einen Jubiläumserfolg: Für den früheren Tirol- und Austria-Trainer ist es im 150. Länderspiel als deutscher Teamchef der 100. Sieg.

Die Deutschen starten kontrolliert, die junge Garde des Weltmeisters vermag in der Offensive aber anfangs nur wenige Akzente zu setzen. Torhüter Marc Andre ter Stegen muss sich sogar bei einem Schuss von Andre Zambo auszeichnen (45.).

Kurz nach der Pause bringt Kerem Demirbay Deutschland aber in Führung: Der Offensivspieler von 1899 Hoffenheim trifft nach einem Fersler von Julian Draxler ins rechte Kreuzeck (48.).

Timo Werner legte in numerischer Überlegenheit einen Doppelpack nach (66.,81.). Der Leipzig-Stürmer ist erst nach Flanke von Joshua Kimmich per Kopf, dann nach Querpass des eingewechselten Benjamin Henrichs erfolgreich.



Vor Schlimmerem bewahrt den Afrika-Meister Torhüter Fabrice Ondoa mit mehreren Glanzparaden.

Eine verwirrende Szene

Kurz vor Werners erstem Treffer hat der Videobeweis Kameruns Ernest Mabouka für ein Einsteigen gegen Emre Can die Rote Karte beschert (64.). Allerdings erst im zweiten Versuch und nach einiger Verwirrung: Nach dem ersten Videostudium hätte Schiedsrichter Wilmar Roldan aus Kolumbien fälschlicherweise Maboukas Teamkollegen Sebastien Siani ausgeschlossen.

Kamerun gelingt durch Vincent Aboubakar nur der zwischenzeitliche Anschlusstreffer (78.). Der eingewechselte Altach-Angreifer Nicolas Ngamaleu, der eine ansprechende Vorstellung bietet, leistet mit einer Flanke die Vorarbeit.

Mittelfeldspieler James Jeggo von Sturm Graz kommt bei Australien gegen Chile nicht zum Einsatz.

Australien beginnt besser

Chile hat in Moskau zwar in der Anfangsphase etwas mehr vom Spiel, Australien ist aber die gefährlichere Mannschaft.

Nachdem Massimo Luongo noch aus kurzer Distanz an Chile-Keeper Claudio Bravo scheitert (35.), trifft der etwas glücklich an den Ball gekommene James Troisi zur überraschenden Führung (42.). Trent Sainsbury lässt sogar die Großchance auf das 2:0 aus (45.).

Auf der Gegenseite bringt Bayern-München-Star Arturo Vidal einen Kopfball völlig freistehend nicht im Tor unter (45.).

Zuvor ist Alexis Sanchez nach einem Laufduell mit Mark Milligan zu Boden gegangen, der Schiedsrichter entscheidet nach Videostudium aber nicht auf Elfmeter (27.).

Socceroos verpassen den Aufstieg

Nach Seitenwechsel schlagen die Chilenen mit dem Ausgleich zurück. Der eingewechselte Martin Rodriguez ist nach Kopfball-Vorlage von Eduardo Vargas erfolgreich (67.). Vargas selbst verabsäumt es, per Kopf nachzulegen (69.).

Die beste Gelegenheit für Australien vergibt Jamie MacLaren (73.).

Die Australier belohnen sich für eine starke Leistung nicht. Sie hätten einen Sieg mit zwei Toren Unterschied benötigt, um Chile noch vom Aufstiegsplatz zu stoßen.



Textquelle: © LAOLA1.at/APA

Confed-Cup: Bewährungsprobe für deutschen B-Kader

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