Ronaldo? "Gibt keinen kompletteren Stürmer"

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Das Duell Real Madrid gegen Bayern München ist ein Klassiker in der Champions League – und eines auf absoluter Augenhöhe.

Wenn der Titelverteidiger am Mittwoch (LIVE ab 20:45 Uhr im LAOLA1-Ticker) im Halbfinal-Hinspiel in München gastiert, duellieren sich die beiden Mannschaften bereits zum 19. Mal in der Königsklasse.

Keine Paarung gab es im wichtigsten europäischen Klubwettbewerb häufiger.

Die Bilanz ist fast ausgeglichen: Real gewann neun Spiele, die Bayern acht. Eine Begegnung endete unentschieden. In acht K.o.-Duellen haben die "Königlichen" mit 5:3 die Nase vorne.

Letzter Bayern-Sieg in Saison 2011/2012

Aber von keinem anderen Team kassierten "Los Blancos" derart viele Niederlagen, umgekehrt ist es jedoch genauso.

Die letzten fünf Partien gingen allerdings alle an Real – eine längere Niederlagen-Serie gegen einen Verein hatte der deutsche Rekordmeister in der Champions League noch nie.

Der letzte Bayern-Sieg datiert aus der Saison 2011/2012. Damals setzten sich die Münchner ebenfalls im Halbfinal-Hinspiel daheim mit 2:1 durch.

"Er ist wie eine Maschine"

Generell kämpfen die Bayern gegen einen La-Liga-Fluch, schieden Alaba und Co. doch in den vergangenen vier Jahren immer gegen Spanier aus: 2014 gegen Real, 2015 gegen Barcelona, 2016 gegen Atletico Madrid und 2017 wieder gegen Real.

Besonders aufpassen müssen die Deutschen auf Cristiano Ronaldo, der in dieser CL-Saison bereits 15 (!) Tore bejubeln durfte. Der Portugiese hat in den letzten drei Aufeinandertreffen mit dem FCB unglaubliche sieben Treffer erzielt – alleine im letztjährigen Viertelfinal-Clash waren es fünf (!).

"Er ist wie eine Maschine. Ronaldo schließt mit dem rechten Fuß, mit dem linken Fuß oder mit dem Kopf ab – er beherrscht alles in Perfektion. Es gibt keinen kompletteren Stürmer wie Ronaldo“, huldigt Bayern-Innenverteidiger Jerome Boateng im "kicker" den Superstar.

Ganz auszuschalten ist CR7 nicht

Der DFB-Teamspieler weiß: "Ganz auszuschalten ist er sowieso nicht, er bekommt immer seine Chance im Spiel, weil er super Läufe und ein exzellentes Timing hat. Zudem ist das Spiel Reals auf ihn abgestimmt. Als Mannschaft ist es daher wichtig, kompakt zu stehen, zu übergeben und ihm so wenig Raum wie möglich zu geben."

Doch selbst wenn es gelingen sollte, den fünffachen Weltfußballer aus dem Spiel zu nehmen, "macht das am Ende nur 50 Prozent aus, dafür sind die anderen Real-Spieler schlichtweg zu gut", erklärt Boateng.

Der 29-Jährige hat aber nicht nur negative Erinnerungen an Ronaldo, sondern auch durchwegs positive.

"Mit der Nationalmannschaft haben wir ihn meistens neutralisiert, vor allem beim 4:0 bei der WM 2014. Mit Bayern bin ich einmal gegen ihn und Real weitergekommen, aber zweimal ausgeschieden."

Großer Respekt vor drei Spielern

Auf Seiten von Real hat man vor Arjen Robben, Franck Ribery und Robert Lewandowski großen Respekt.

"Sie sind sehr schwer zu stoppen, gibt man ihnen ein wenig Raum, schlagen sie eiskalt zu“, gesteht Dani Carvajal.

Die größte Gefahr scheint aber von Lewandowski auszugehen. Der Pole hat in dieser Saison wettbewerbsübergreifend bereits 39 Tore erzielt – in der CL hält er aktuell bei fünf Torerfolgen.

In seinen bisherigen sechs Spielen gegen Real hat der 29-Jährige seinen Torriecher bereits bewiesen – einen Treffer erzielte er im einzigen Aufeinandertreffen im Bayern-Dress, fünf in insgesamt fünf Partien im Dortmund-Trikot.

Lewandowski zuversichtlich

Tore sind Lewandowski aber nicht so wichtig: "Mir ist egal, wie oft ich treffe, Hauptsache wir kommen weiter", sagt er im "kicker".

Und der Bayern-Goalgetter ist zuversichtlich, dass es im Gegensatz zum vergangenen Jahr reichen wird: "Wir wissen, dass wir es schaffen können, auch wenn Real ein klasse Gegner ist. Aber wenn wir unseren besten Fußball spielen und das zeigen, was wir am besten können, kann Real auch Probleme bekommen. Du darfst nicht zu locker spielen, musst trotzdem in gewisser Weise cool sein. Mit so einer Haltung kannst du deinen besten Fußball zeigen."

Abschließend sagt er: "Macht Real einen Fehler, müssen wir da sein!"

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare