Isco: Reals bankdrückender Messi

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„Wenn er so jedes Spiel spielen würde, dann wäre er der beste Spieler, den es jemals gab!“

Die Real-Madrid-Fans waren auf den Social-Media-Kanälen nach dem Gala-Auftritt von Isco am Samstag gegen Sporting Gijon in Euphorie. Ein Traumtor, mehrere unwiderstehliche Dribblings sowie das Siegtor in der 90. Minute zum 3:2. – die Leistung des 24-jährigen Spaniers war in der Tat beeindruckend.

Dennoch hat der Mittelfeldspieler einen schweren Stand bei Trainer Zinedine Zidane. Der Franzose setzt im Normalfall im Dreier-Mittelfeld auf Luka Modric, Casemiro und Toni Kroos. Für Isco bleibt da kein Platz, so auch im Hinspiel des CL-Viertelfinale gegen Bayern München.

Nach dem Zauber in Gijon könnte sich das für das Rückspiel (Dienstag, 20:45 Uhr im LAOLA1-LIVE-Ticker) ändern.

Fans fordern ein 4-4-2

Allerdings sind die Startelf-Chancen vor allem durch den verletzungsbedingten Ausfall von Gareth Bale gestiegen. Die Anhänger hoffen, dass Zidane die „logischen“ Ersatzmänner James Rodriguez, Lucas Vazquez oder Marco Asensio auf der Bank lässt und auf ein 4-4-2 umstellt, damit Isco im Mittelfeld wirbeln kann.

In der Pressekonferenz nach dem Gijon-Spiel hat er die Frage unbeantwortet gelassen, räumte aber gleichzeitig ein: „Er hat großartig gespielt und der Mannschaft mit seinem zweiten Tor den Sieg bereitet. Isco hat den Unterschied ausgemacht, ich freue mich für ihn."

Die Isco-Gala im VIDEO:

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)

Insgesamt durfte Isco, der 2013 für 30 Millionen Euro von Malaga zu den „Königlichen“ wechselte, in dieser Spielzeit erst 77 Minuten in der Königsklasse ran.

Isco bleibt bescheiden

Ansprüche auf einen Stammplatz stellt der Spanier nicht, für ihn zählt der Erfolg des Teams. „Ich weiß nicht, ob ich in der Champions League von Anfang an spielen werde. Ich würde es unterschreiben, wenn wir weiterkommen und ich nicht spiele“, so Isco.

Offensiver kommentierte Vize-Kapitän Marcelo die Situation seines Mitspielers nach dem Liga-Spiel: „Er war sehr gut. Isco verdient es sich.“

Für Eindruck sorgt der 1,76 Meter große Spieler aber nicht nur aufgrund seiner herrlichen Ballführung, sondern auch mit Zweikampfstärke. Im Gegensatz zum launischen James scheut er es nicht, in der Defensive auszuhelfen.

Zidane war nicht ungerecht

Seinen Schützling, der in seiner Spielweise Zidane durchaus ähnelt, will der Trainer in dieser Saison nicht ungerecht behandelt haben: „Wenn ich das war, war ich es zu allen. Gegenüber allen, die nicht spielen, bin ich ungerecht. Das wird immer passieren, denn ich habe 24 Spieler, die woanders alle spielen würden.“

Die 15 besten Torschützen der Europacup-Geschichte:

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CRISTIANO RONALDO - 103 Tore (144 Spiele)

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LIONEL MESSI - 97 Tore (118 Spiele)

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RAUL GONZALEZ - 76 Tore (158 Spiele)

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FILIPPO INZAGHI - 70 Tore (114 Spiele)

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ANDRIY SHEVCHENKO - 67 Tore (142 Spiele)

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RUUD VAN NISTELROOY - 62 Tore (92 Spiele)

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GERD MÜLLER - 61 Tore (69 Spiele)

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HENRIK LARSSON - 59 Tore (108 Spiele)

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THIERRY HENRY - 59 Tore (140 Spiele)

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ZLATAN IBRAHIMOVIC - 56 Tore (136 Spiele)

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EUSEBIO - 54 Tore (70 Spiele)

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ALESSANDRO DEL PIERO - 53 Tore (129 Spiele)

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KARIM BENZEMA - 51 Tore (94 Spiele)

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KLAAS-JAN HUNTELAAR - 50 Tore (83 Spiele)

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DIDIER DROGBA - 50 Tore (102 Spiele)

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Dennoch wird Isco seine Situation im Sommer genau analysieren. Sein Vertrag läuft 2018 aus – Real müsste ihn im Sommer verkaufen, um noch Ablöse zu generieren. An Interessenten mangelt es wahrlich nicht.

Neben Manchester United, FC Chelsea oder Tottenham haben spanische Medien auch für ein besonders brenzliges Gerücht gesorgt: Erzrivale FC Barcelona soll die Fühler nach dem Spanier ausgestreckt haben.

Chips-Packung als Indiz?

Bestätigt in diesem Gerücht fühlten sich viele Journalisten durch einen Instagram-Post des 24-Jährigen. Am Esstisch lag eine Tüte Chips – mit Barcelona-Logo.

Doch die Spekulationen beendete Isco mit einem Tweet jäh: „Ich gehe nicht zu Barça, ihr Nervensägen!! Mit dem Foto wollte ich nur sagen, dass wir sie mit Chips vernaschen werden. Hala Madrid!!“

Damit wird es auch zu keiner Zusammenarbeit mit seinem großen Vorbild Lionel Messi kommen. Als Zeichen seiner Bewunderung für den Argentinier nannte Isco gar seinen Hund Messi. „Ich habe ihn so genannt, weil Messi der Beste auf der Welt ist und das ist auch mein Hund“, erklärte er gegenüber „goal.com“. „Auch meine anderen beiden Hunde sind Real-Fans, Messi seit seiner Geburt.“

Mitspieler hofft auf Verbleib

„Er ist ein spektakulärer Spieler, das sehe ich schon seit Jahren. Ich hoffe, dass er hier bleibt und wir ihn noch viele Jahre genießen können“, setzt sich Nacho Fernandez für einen Verbleib seines Teamkollegen ein.

Auch Isco wünscht sich einen Verbleib: „Wie ich schon oft genug gesagt habe: Ich will noch viele Jahre hier sein und dabei bleibe ich. Ich bin beim besten Team der Welt, es gibt keinen größeren Klub als diesen. Im Umfeld hier gibt es viele Großmäuler.“

Legt er auch gegen die Bayern eine ähnliche Gala-Vorstellung wie gegen Gijon hin, dürften die Vertragsgespräche mit Real-Präsident Florentin Perez wohl baldigst beginnen.

Und Zidane wird sich für das Saison-Finish überlegen müssen, welchen Stammspieler er für Isco auf der Bank lässt.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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