Prelec gibt Debüt für die WSG
WSG-Coach Thomas Silberberger nahm im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Lustenau beim Saisonauftakt nur eine Veränderung vor, der Slowene Nik Prelec stürmte anstelle von Lautaro Rinaldi und gab damit sein Bundesliga-Debüt. TSV-Trainer Klaus Schmidt musste derweil auf Donis Avdijaj verzichten, der Doppeltorschütze vom 2:1-Auftaktsieg gegen Altach fehlte aufgrund einer Knöchelverletzung und wurde durch Dario Tadic ersetzt.
Für ein erstes Rufzeichen sorgten die Gäste nach zwei Minuten, Albert Ejupis Kopfball nach Tadic-Corner strich knapp am Tor vorbei. Danach dominierte die WSG: Prica hatte die Führung der Gastgeber auf dem Fuß, doch der Schwede schoss nach Prelec-Zuspiel frei vor Hartberg-Goalie Rene Swete rechts am Tor vorbei (9.). Die Tiroler kamen nun zu Chancen im Minutentakt: Prelec' Stanglpass verpasste Prica nur knapp (10.), dann setzte Raffael Behounek einen Kopfball neben das Gäste-Tor (12.) und schließlich entwischte Prica Patrick Farkas und zwang Swete mit einem satten Schuss zu einer starken Parade (13.).
Danach befreiten sich die Oststeirer aus der Wattener Umklammerung und erzielten aus dem Nichts die Führung. Seth Paintsil bediente Ejupi, dessen Schuss von Valentino Müller zunächst abgeblockt wurde. Den Abpraller versenkte Aydin eiskalt aus elf Metern (37.). Fehlende Effektivität war der WSG bereits gegen Lustenau zum Verhängnis geworden, und dies drohte nun erneut. Ogrinec vergab zweimal aus der Distanz (44., 45.+1), bevor der Slowene schließlich im dritten Anlauf überlegt zum hochverdienten Ausgleich unmittelbar vor dem Pausenpfiff einschob.
Prica wird zum Matchwinner
Auch in Hälfte zwei übernahm die Silberberger-Truppe sofort das Kommando. Erneut ließ Prica eine Topchance liegen, nach schöner Kombination über Prelec und Zan Rogelj scheiterte der 20-Jährige aus fünf Metern an Swete (47.). Wenig später landete im Strafraum der Hartberger ein Schuss von Kofi Schulz aus kürzester Distanz am Ellbogen von Farkas. Schiedsrichter Stefan Ebner ließ zunächst weiterlaufen, doch nach Videostudium entschied der Referee doch noch auf Strafstoß. Diese Gelegenheit nutzte dann Prica zu seinem zweiten Saisontreffer (55.). Bereits vor einer Woche hatte er vom Punkt aus getroffen.
Mit einem Dreifachwechsel versuchte Schmidt seiner unterlegenen Mannschaft neue Impulse zu verleihen, und der eben eingetauschte Tobias Kainz hätte seinem Trainer beinahe den Ausgleich beschert. Sein Schuss strich hauchdünn über das Tor der Tiroler (71.). Mario Sonnleitner hatte kurz darauf das 2:2 auf dem Scheitel, doch sein Kopfball nach einem Corner verfehlte nur knapp sein Ziel (82.). Im Finish vergab Wattens noch gute Gelegenheiten aufs 3:1, unter anderem durch Prelec (88.) und Alexander Ranacher (96.).