Austria erkämpft Remis in Salzburg

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Salzburg und Austria trennen sich zum Abschluss der 9. Bundesliga-Runde torlos. Für die Veilchen ist es der erste Punktgewinn gegen den Meister nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie.

Die „Bullen“ sind zwar klar spielbestimmend, doch die zweikampfstarken Wiener, bei denen Tormann Patrick Pentz den verletzten Osman Hadzikic ausgezeichnet ersetzt, halten gut dagegen. Amadou Haidara vergibt in Hälfte eins die beste Chance des Spiels (38.). In der Schlussphase köpft Duje Caleta-Car hauchdünn vorbei (83.)

Salzburg verpasst die Tabellenführung und ist mit 18 Punkten, einen Zähler hinter Sturm Graz, Zweiter, die Austria (15) ist Dritter.

Serien der Teams gehen weiter

Beide Teams verlängerten immerhin starke Liga-Bilanzen: Die Salzburger verloren auch im 15. Heimspiel in Serie nicht. Die Austria ist nunmehr seit dem 2:3 zuhause gegen Sturm am 30. Juli bzw. sieben Spielen ungeschlagen und freute sich nach zuletzt sechs Niederlagen gegen den Double-Sieger wieder über einen Punktgewinn.

Salzburg-Trainer Marco Rose waren zuletzt im Training bis zu zehn Akteure nicht zur Verfügung gestanden, am Sonntag konnte der Deutsche bis auf die Offensivspieler Hwang und Minamino sowie Mittelfeldspieler Yabo aber immerhin alle Stammkräfte aufbieten. Die Austria hatte einen noch größeren Aderlass zu verkraften. Neben den Langzeitverletzten Almer, Venuto und Grünwald fehlten auch Heiko Westermann, der erkrankte Stürmer Christoph Monschein sowie Goalie Osman Hadzikic.

Der Ausfall von Hadzikic, der wegen einer Fußsohlen-Verletzung fehlte, war erst kurz vor dem Spiel öffentlich geworden. Statt ihm bestritt der 20-jährige Patrick Pentz - just in der Salzburger Akademie ausgebildet - einen erfolgreichen und starken zweiten Bundesliga-Einsatz nach dem 15. Mai 2016 (3:0 gegen Sturm).

Austria sehr defensiv

Gegen tief stehende Wiener dominierten die Gastgeber das Geschehen, allerdings fehlte der letzte Pass. Gefährlicher waren die Salzburger aus Standards, Verteidiger Duje Caleta-Car ließ gleich drei sehr gute Kopfballgelegenheiten aus (7., 28., 84.). Die Austria, die in den vergangenen vier Duellen jeweils zumindest drei Tore kassiert hatte, probierte sich in einer Mauertaktik und igelte sich knapp 30 Meter vor dem Tor ein.


So kam die Fink-Elf erst nach 25 Minuten durch einen ungefährlichen Friesenbichler-Kopfball zum ersten Abschluss und hatte zudem in der Anfangsphase Glück, als ein klares Handspiel von Raphael Holzhauser von Schiedsrichter Alexander Harkam ungeahndet blieb (9.).

Die Salzburger allerdings liefen sich mit ihrem ausrechenbaren Spiel durch die Mitte zunehmend im Wiener Abwehrriegel fest, bis Amadou Haidara nach schönem Doppelpass mit Hannes Wolf plötzlich alleine vor Pentz stand. Der 19-Jährige aus Mali setzte den Schuss allerdings am langen Eck vorbei (38.). Eine Minute später zeichnete sich Penz mit gutem Stellungsspiel gegen Fredrik Gulbrandsen nach einem Serbest-Stellungsfehler aus.

Gute Chance von Gulbrandsen

An der Charakteristik des Spiels änderte sich auch in der zweiten Hälfte nichts. Austria verteidigte gegen die anlaufenden Salzburger konzentriert und erfolgreich. Als es der Rose-Elf einmal gelang, sich über Andreas Ulmer und Munas Dabbur in den Strafraum zu kombinieren, zog Wolf ab (52.). Der nur 1,82 m große Pentz war jedoch wie später bei einem Berisha-Freistoß (81.) zur Stelle.

Mit Fortdauer der Partie war den Salzburgern der Kräfteverschleiß aus der 120-minütigen Extraschicht im Cup-Spiel gegen Bruck/Leitha anzumerken. Weil die Gäste ihre defensive Haltung bis zuletzt nicht aufgaben, und die Bälle im Konterspiel früh verloren, blieb es beim torlosen Remis.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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