Sturm gewinnt hitzigen Schlager gegen Rapid

 

Der SK Sturm sorgt mit einem 4:2-Sieg in der 32. Bundesligarunde gegen Rapid für eine Vorentscheidung im Kampf um Platz zwei. Durch den Sieg der Grazer ist eine potenzielle Meisterfeier der Salzburger in St. Pölten vertagt.

Emeka Eze bringt die Grazer mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße (3., 27.). Kvilitaia verkürzt mit einem Kopfballtor noch in der ersten Halbzeit (40.).

Peter Zulj (62.) und James Jeggo (72.) machen mit ihren Toren alles klar, Thomas Murg stellt den Endstand her (76.).

Sturm verkürzt den Rückstand auf Salzburg auf acht Punkte. Die Grazer liegen sechs Punkte vor dem LASK und acht Punkte vor den viertplatzierten Hütteldorfern.

Durch diesen Sieg hat Sturm zum ersten Mal seit 20 Jahren kein Saisonduell mit den Hütteldorfern verloren (3 Siege inkl. Cup, 2 Remis).


Vier Änderungen in Sturm-Elf

Sturm-Graz-Trainer Heiko Vogel mischte sein Team nach dem WAC-Spiel ordentlich durch. Dario Maresic, Jeggo, Stefan Hierländer und überraschend der mit einem Wechsel zu Rapid in Verbindung gebrachte Marvin Potzmann standen neu in der Startelf.

Die Wiener feierten zuletzt mit dem 4:1 gegen die Admira zwar ihren fünften Sieg in Folge, mussten aber trotzdem umstellen. Für den wohl bis Saisonende fehlenden Boli Bolingoli kam Stephan Auer als Außenverteidiger ins Team, Routinier Mario Sonnleitner ersetzte im Zentrum den angeschlagenen Galvao. Das wirkte sich negativ aus, die neu formierte Abwehr zeigte gleich zu Beginn Abstimmungsprobleme.


Blitzstart der Grazer

Nach einem Alar-Chip gab Röcher zur Mitte und Eze hatte nach etwas mehr als zwei Minuten keine Mühe aus sechs Metern zu vollenden. Rapids Manuel Thurnwald hatte das Abseits aufgehoben. Wie auch schon im Cup-Halbfinale entwickelte sich in der Folge eine sehr intensive Partie, in der beide Teams ihr Heil in der Offensive suchten. Die Gäste deuteten bei einem Murg-Schuss (7.) erstmals ihre Gefährlichkeit an, ein Abschluss von Veton Berisha aus guter Position fiel mangelhaft aus (13.). Die Grazer waren in der Offensive im entscheidenden Bereich ideenreicher und gefährlicher.

Ein eleganter Zulj-Heber über Richard Strebinger ging nur Zentimeter am Tor vorbei (23.). Deni Alar kam zudem zweimal innerhalb kürzester Zeit (26., 27.) dem 2:0 nahe. Das fiel dann auch noch in der selben Minute. Nach einem Zulj-Corner war neuerlich Eze erfolgreich, diesmal mit dem Kopf. Sonnleitner war nicht nahe genug dran am Gegenspieler.

Rapid fand etwas glücklich zurück in die Partie. Manuel Schüttengruber ahndete ein Foul von Sonnleitner an Eze nicht, worauf die Gäste schnell umschalteten und Kvilitaia nach Murg-Idealflanke einköpfelte (40.). Der Georgier war auch schon im Cup-Duell per Kopf erfolgreich gewesen.

Die besten Bilder der 32. Bundesliga-Runde:

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Sturm Graz - Rapid Wien 4:2

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St. Pölten - RB Salzburg 0:2

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Austria Wien - SV Mattersburg 2:3

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SCR Altach - LASK 0:2

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Admira - WAC 4:2

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Zulj-Traumtor

Rapid-Coach Goran Djuricin versuchte zur Pause mit der Einwechslung von Philipp Schobesberger die Offensive zu beleben. Die erhoffte Wirkung blieb aus. Die Grazer waren deutlich aggressiver und profitierten von weiteren Fehlern in der Rapid-Hintermannschaft. Nach weitem Maresic-Pass setzte sich Zulj gegen Hofmann durch und überhob Strebinger geschickt (62.). Vor dem 1:4 (72.) verlor Hofmann leichtfertig den Ball an Alar, dessen Zuspiel Jeggo souverän verwertete.

Rapid steckte nicht auf und schaffte zumindest noch Resultatskosmetik. Nach einer geschickten Cornervariante traf Murg vom Sechzehner genau ins Eck (76.). Es war Saisontor Nummer zehn für den Steirer. Tore wären in der Folge auf beiden Seiten weitere möglich gewesen. Maresic (79.) und Zulj (84.) bzw. Kvilitaia (85.) und Armin Mujakic (90.) scheiterten aber knapp.

Sturm baute damit seine ungeschlagene Heimspielserie in Pflichtspielen gegen Rapid auf fünf Partien aus. Die Grazer hielten zudem ihre Minichance auf den Titelgewinn aufrecht, verkürzten den Abstand auf Tabellenführer Salzburg vor dessen Abendspiel bei Schlusslicht St. Pölten auf acht Punkte.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

Rapid ist europäischer Vizemeister im "Titel-Warten"

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