Darum klappte es in Heidenheim nicht

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Vier Einsätze verbuchte Salzburg-Leihgabe David Atanga für den 1. FC Heidenheim im Herbst in der zweiten deutschen Bundesliga.

„Am Anfang hat noch alles gepasst, der Trainer hat mich gemocht, wie ich spiele und war glücklich mit mir, aber danach kamen zwei, drei Probleme auf", erklärt der 20-jährige Offensivspieler, der im Frühjahr an Bundesliga-Schlusslicht SV Mattersburg verliehen ist, gegenüber LAOLA1.

Weiters spricht der U20-WM-Teilnehmer Ghanas über seine Wahl Mattersburgs und die RBS-Pläne.

Heidenheims Erfolg als "Pech" für Atanga

Heidenheim, wo auch ÖFB-Legionär Martin Rasner und Ex-Rieder Denis Thomalla unter Vertrag stehen, spielte einen starken Herbst in der zweithöchsten Spielklasse im Nachbarland.

Zur Halbzeit liegen die Baden-Württemberger, die 2014 aufgestiegen waren, sensationell auf Rang vier, nur drei Punkte hinter einem Relegationsplatz (VfB Stuttgart) sowie dem zweiten Aufstiegsplatz (Hannover 96). Herbstmeister Braunschweig ist auch nur fünf Punkte entfernt.

Der Erfolg des Teams war das "Pech" für Atanga.

"Da war das eine Spiel gegen Stuttgart, in dem ein Spieler, der auf derselben Position spielt wie ich, das Siegestor erzielte", erinnert sich der Linksfuß. „Der Trainer hat mir dann die Wahrheit gesagt, ich sei ein guter Spieler, aber sie würden ohne mich gewinnen und er würde das Team nicht verändern."

Der Trainer hat mir dann die Wahrheit gesagt, ich sei ein guter Spieler, aber sie würden ohne mich gewinnen und er würde das Team nicht verändern.

David Atanga über Heidenheim

Die Mannschaft von Frank Schmidt verlor keines der nächsten sieben Liga-Spiele. Und als Atanga das einzige Mal die Chance von Beginn an bekam, konnte er sie nicht nutzen.

„Das war nicht so ein gutes Spiel. Wir sprachen später miteinander, ich sagte ihm, dass es für meine Zukunft besser ist, dass ich viel spiele. Er stimmte zu. So war es besser, den Verein wieder zu verlassen.“

Neuanfang in Mattersburg

Salzburg holte Atanga zurück nach Österreich und verlieh ihn für das Frühjahr an die Burgenländer. "Es gab zwei Optionen in der zweiten deutschen Bundesliga und vier in Österreich", erzählt der Neuzugang.

"Gemeinsam mit meinem Berater habe ich mich für Mattersburg entschieden, weil ich das Gefühl habe, dass mir dieser Klub helfen kann, mich zu verbessern."

VIDEO: LAOLA1 zu Gast beim SV Mattersburg

(Artikel wird unterhalb fortgesetzt) 

Ein Salzburg-Mattersburg-Deal funktionierte schon einmal recht gut, mittlerweile spielt Stefan Ilsanker sogar bei RB Leipzig in der deutschen Bundesliga.

Atanga, der 2015 von RB Ghana nach Salzburg kam und zehn Pflichtspiele für Red Bull absolvierte, debütierte in der Bundesliga gegen Mattersburg - und verlor 1:2.

"Ich erinnere mich, das ist ein Klub hier, der niemals aufgibt. Als Red Bull waren wir damals nicht konzentriert genug, machten so viele Fehler und haben die Partie verloren."

Im August 2015 verschoss Atanga (wie Minamino und Berisha) einen Elfmeter beim Europa-League-Playoff-Aus gegen Dinamo Minsk, es war sein letztes Spiel für lange Zeit in Salzburg - erst im Meisterschafts-Finish durfte er noch einmal für elf Minuten beim 2:1-Sieg in Grödig ran.

Was Atanga aus Heidenheim mitnahm

Auch wenn die Zeit in Heidenheim kein sportlicher Erfolg war, nahm Atanga auch etwas Positives mit.

„Ich habe viel aus meiner Zeit in Heidenheim gelernt, etwa auch den Körper einzusetzen, immer am Laufen zu sein und jeden Tag hart zu arbeiten. Auch sehr diszipliniert zu sein."

Mit Gerald Baumgartner gibt es einen neuen Trainer in Mattersburg, der setzt auch auf die spielerische Komponente - möglich, dass das Atanga ähnlich wie die familiäre Atmosphäre im Klub ("Wichtig für jungen Fußballer") entgegenkommt.

"Ich habe viele Spiele von Mattersburg gesehen, sie haben einen neuen Coach und ich denke, dass ich dem Klub auch helfen kann. Hier kann ich guten Fußball spielen und es kann mir helfen, dass ich einmal jemand in meiner zukünftigen Karriere bin. Das ist mir wichtig."

Der Plan ist, dass ich im Sommer nach Salzburg zurückkehre. Aber ich weiß noch nicht, wie es am Ende der Saison aussieht. Im Normalfall wollen sie mich behalten, weil sie Potenzial in mir sehen. Sie wollen, dass ich spiele.

David Atanga über RB Salzburg

Was sind nun die Ziele in Mattersburg?

„Als Team gut spielen, in der Tabelle steigen und meinen Teil dazu beitragen.“

Pläne mit Salzburg

Danach sollte es naturgemäß nach Salzburg zurückgehen.

„Der Plan ist, dass ich im Sommer nach Salzburg zurückkehre. Aber ich weiß noch nicht, wie es am Ende der Saison aussieht. Im Normalfall wollen sie mich behalten, weil sie Potenzial in mir sehen. Sie wollen, dass ich spiele.“

Das ist zunächst der Plan in Mattersburg.

Textquelle: © LAOLA1.at

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